Hallo !
Jetzt stellt euch mal folgendes vor. Da ist ein Paketunternehmen, dessen Mitarbeiter die Pakete über ein Fließband bekommen. Sie müssen diese Pakete vom Band nehmen, Adresse kontrollieren, Service Kontrollieren und dann entsprechend nach einer Liste in eines von 3-4 Fahrzeugen laden.
Dieses klappt seit Jahren ganz gut.
Nun kommt in diese Firma so ein „System-Optimierer“. So ein Schlips-Träger von der Uni, der meint weil er es mal gelesen hat alles besser machen zu können. Und dieser behauptet nun, das die Fließbandgeschwindigkeit zu langsam ist und diese durchaus noch schneller einzustellen ist.
Dies wurde schon mehrmals versucht, die Arbeiter kommen aber überhaupt nicht hinterher und ein großes Chaos ist die Folge.
Meint ihr, das es für solche Fälle „Richtgeschwindigkeiten“ gibt ?
Ich meine es ist doch etwas anderes, ob man direkt an einem Fließband sitzt und einen Deckel auf einen Topf schrauben muß, oder mit mehreren Hundert Paketen ständig vom Band, zur Liste, ins Auto und wieder heraus laufen muß ?
Was meint ihr ?
Vielen Dank für die Regen Beiträge.
Gruß
Andreas
Hi!
Ich verstehe Deine Frage zwar nicht, aber egal:
Was sagt denn der Betriebsrat dazu?
Hat er zugestimmt? Dann ist das vollkommen ok…
LG
Guido
Hi!
Ich verstehe Deine Frage zwar nicht, aber egal:
Die Frage ist einfach, ob es gesetzlich geregelte Fließband-Geschwindigkeiten gibt, denn es kann ja irgendwie nicht sein, das wir alle am Band nur noch „Dauerlauf“ machen und durch die erhöhte Geschwindigkeit nur noch Fehler machen und für diese Fehler dann ein Abmahnungsschreiben bekommen!
Was sagt denn der Betriebsrat dazu?
Betriebsrat gibt es - trotz der über 100 Leute - nicht. Immer wenn es versucht wird, kommen „hohe Herren“, die die verantwortlichen (Veranlasser) einschüchtern oder kurzerhand entlassen.
Hallo Andreas!
Dieses klappt seit Jahren ganz gut.
Ach so, seit Jahren. Und alle waren glücklich:wink:
Und dieser behauptet nun,
das die Fließbandgeschwindigkeit zu langsam ist und diese
durchaus noch schneller einzustellen ist.
Ist meistens so, wenn alle glücklich sind:wink:
Dies wurde schon mehrmals versucht, die Arbeiter kommen aber
überhaupt nicht hinterher und ein großes Chaos ist die Folge.
Meint ihr, das es für solche Fälle „Richtgeschwindigkeiten“
gibt ?
Normalerweise basieren solche Entscheidungen auf arbeits- bzw. zeitwirtschaftlichen Betrachtungen. Hierfür gibt es verschiedene Systeme, die einen sind eher beobachtend (Zeitmessung inkl. Beobachtungsfaktor, um die „Zeitoptimierungen“ der MA rauszurechnen, REFA), die anderen eher planend (MTM). Ich bin tatsächlich eher für die planende Variante. Wenn diese Zeitstudien ordentlich gemacht werden, dann ist das Ergebnis transparent und für alle(!) Seiten nachvollziehbar (und deckt in der Regel „Verschwendung“ durch unsinnige Arbeitsfolgen, Doppelarbeit etc. auf).
Wurden solche Zeitstudien durchgeführt? Wurde eine Standardisierung der Arbeitsweise durchgeführt? Vielleicht machen diejenigen, die Probleme mit dem neuen Takt haben, Tätigkeiten, die nicht berücksichtigt wurden bzw. die überflüssig sind?
Nebenbei: Dass Takterhöhungen zu Unzufriedenheit in der Mannschaft führen ist rel. wahrscheinlich. Ich würde aber genausowenig ohne Hintergrundwissen auf die Meinung des Arbeitgebers geben wie auf die Meinung der Arbeitnehmer, die letztendlich fürs selbe Geld mehr arbeiten müssen. Überall laufen hier Bären rum, die aufgebunden werden wollen:wink:
Zum Recht: Nein, es gibt keine Vorgabe, wie schnell ein Band laufen darf. Es kommt auf den Einzelfall an.
Grüße
Jürgen
Also ich sage mal so.
Seit sieben Jahren wäre jemand in dieser Firma und das damalige Managment wurde kürzlich ausgetauscht, nachdem festgestellt wurde, das diese die Zahlen gefälscht und „geschönt“ haben.
Seitdem weht ein neuer Wind, der stetig für Unmut sorgt. Sofern ein Mitarbeiter - nennen wir ihn mal „Sepp“ - ein Einsehen damit hat, macht er dieses auch. Zu den Änderungen:
Zunächst wurde verlangt, das alle Pakete in das Fahrzeug zu beladen sind. Das ist nicht immer durchführbar, weil viele Kunden mehrere Pakete bekommen - bis zu 40 oder mehr und diese dann zunächst draussen gelassen wurden um sie später in den Mittelgang zu stellen oder nach ausreichender Planung von einem anderen Fahrer mitgenommen wurde. Auch große Pakete die zu viel Platz wegnehmen oder Stoffrollen, die im Mittelgang im Weg lagen. Nun wurde halt gesagt „alles einladen“ und man mußte teilweise über Rollen klettern und das Fahrzeug bis unters Dach beladen, so das niemand mehr rein kam (auch der Fahrer konnte seine Ladung nicht durchsehen, um zu wissen, welche Route er einschlagen muß.
Davon sind sie nun aber etwas runtergegangen (wir dürfen die Rollen nun wieder draußen lassen).
Weiterhin wurde „verlangt“ Das Pakete mit Zeit-Service (Anlieferung bis zu einer bestimmten Uhrzeit) schriftlich festgehalten werden (also Strasse und Hausnummer aufschreiben) Auch das hat Sepp hingenommen und macht er.
Sepp lädt übrigens 3 Autos am Ende der Bandanlage und ist zudem verantwortlich für durchgelaufene Pakete und falsch verteilte Pakete, sowie kaputte Pakete, die er zwischendurch auch noch kleben soll.
Seine Fahrzeuge haben im Schnitt jeweils ca. 200 Pakete. Manchmal auch mehr.
Diese „Prüfung“ wurde natürlich nicht durchgeführt. Oder wie man es nimmt. Dieser „Schlipsträger“ kommt an einem Tag vorbei, schaut sich die Sache fünf Minuten an und sagt dann was falsch läuft. Wenn in diesen fünf Minuten dann aus irgendwelchen Gründen weniger Pakete kommen (Containerwechsel, oder Stau auf der Bandanlage), dann wird eben so etwas gesagt, und das sieht Sepp dann doch irgendwie nicht ein.
Zumal durch Erhöhung der Bandgeschwindigkeit lediglich die Fehlerrate erhöht wird. Schließlich wird dadurch absolut kein (!) Produktionsplus erreicht, da wir ja die Pakete nicht schneller einladen können, wie sie über die Bandanlage kommen! Also die Pakete sind ja am Anfang in Containern und werden dort ausgeladen, dann auf die verschiedenen Band-Anlagen verteilt und dann kommen sie bei uns an und dort ist dann „unser Band“ mit einer eigenen Geschwindigkeit. Und wenn wir das Band „ganz schnell“ stellen, laden sie ja vorne auch nicht schneller aus.
Das Problem ist dann nur, das man mehr Laufwege hat, weil die Pakete alle schon „weitergelaufen“ sind.
Und das kann es nicht sein, oder ?
Es wurden noch andere kleine Änderungen gemacht, mit dem sich Sepp schon zufrieden gegeben hat. Aber irgendwo muß ja auch mal schluss sein, gerade wenn es unlogisch wird.
Ein weiteres Problem ist die Länge des Bandes. Es gibt 5 verschiedene „Einlad-Bänder“ und unseres ist das am Ende (also wo die Pakete generall am längsten brauchen um anzukommen) und auch das längste (doppelt so lang wie alle anderen). Dadurch sind dort auch mehr Fahrzeuge und unterschiedliche Gegebenheiten. Mancher Kollege hat nur ein oder zwei Fahrzeuge und hat weniger zu tun, andere haben 3 oder 4 Fahrzeuge und entsprechend mehr zu tun.
Irgendetwas umzustellen hat aber wenig Sinn bisher, da die Fahrzeuge passend zu den Städten stehen und schlecht umgestellt werden können.
Und weil man ja immer nur die sieht, die weniger zu tun haben, haben die, die ohnehin schon nicht hinterher kommen das Nachsehen.
Dieser „Sepp“ ist übrigens nicht der Typ, der sich vor Arbeit drückt und sich bei jeder kleinen Änderung auf den Rücken wirft und schreit. Da gibt es wirklich andere. Vor einigen Wochen zum Beispiel wurde eine Position eingespart und die Touren dann auf andere aufgeteilt - eine Bekam auch Sepp und hat es halt so hingenommen.
Deswegen muß man diesem Sepp einfach mal glauben, das diese Bandgeschwindigkeit zu hoch ist - sie haben es ja wie gesagt ausprobiert und die Manager haben es eingesehen, das es zu schnell ist, jedoch „Kuschen“ sie vor diesem „System-Optimierer“.
Deswegen eben die Frage, ob so etwas nicht gesetzlich geregelt wäre, oder zumindestens irgendwelche Richtlinien.
Wobei… Wenn es keine gesetzliche Richtlinie gibt, gibts eigentlich auch nichts, worauf sich dieser „Optimierer“ stützen kann 
Trotzdem danke
Gruß
Andreas
Hi!
Wobei… Wenn es keine gesetzliche Richtlinie gibt, gibts
eigentlich auch nichts, worauf sich dieser „Optimierer“
stützen kann
Doch - auf das Direktionsrecht des Arbeitgebers.
Gruß
Guido
Hi!
Die Frage ist einfach, ob es gesetzlich geregelte
Fließband-Geschwindigkeiten gibt,
Tipp für die Zukunft: Wenn Du eine Frage hast, ist es für die Antworter einfacher, wenn Du diese Frage auch stellst 
Beantwortet wurde sie ja…
Was sagt denn der Betriebsrat dazu?
Betriebsrat gibt es - trotz der über 100 Leute - nicht.
Dann sollte man sich nicht über irgendwelche „ahnungslosen Schlipsträger“ brüskieren, die nach arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen die Arbeitsleistung optimieren möchten.
Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass ist eine ziemlich dürftige Einstellung…
Sich bei mehr als 100 Beschäftigten keinen Betriebsrat zu leisten ist fahrlässige Dummheit aus Arbeitnemersicht!
LG
Guido
Tipp für die Zukunft: Wenn Du eine Frage hast, ist es für die
Antworter einfacher, wenn Du diese Frage auch stellst
Das Problem ist dieses Forum. Als ich diese Frage auf mich bezogen das erste mal gestellt habe, wurde sie gelöscht, weil solche Fragen nicht gestellt werden dürfen. Beim zweiten „versucht“ ging dann die Frage leider unter. Das habe ich wohl verpasst, weil ich den Beitrag zweimal geschrieben habe.
Dann sollte man sich nicht über irgendwelche „ahnungslosen
Schlipsträger“ brüskieren, die nach arbeitswissenschaftlichen
Erkenntnissen die Arbeitsleistung optimieren möchten.
Optimieren ja, aber nicht unlogisch. Und von Optimierung kann ja nicht die Rede sein. Wenn sie das wirklich vor hätten, müßten erst einmal einige Ausgaben gemacht werden (wovon auch schon die Rede war),aber das will auch keiner Unterschreiben.
Außerdem ist die Bandanlage ca. 20 Jahre alt und für diese Paket-Mengen, die die „Oberen“ gerne rüberjagen möchten nicht ausgelegt. Ständige „Staus“ und kaputte Pakete sind dann das Resultat.
Hat das etwas mit Optimierung zu tun ?
Wie gesagt, ich bin keine Heulsuse, das muß man jetzt einfach mal so hin nehmen. Ich bin meinem Betrieb loyal gegenüber eingestellt. Wir bekommen ein gutes Gehalt, Urlaubsgeld und Weihnachtsgeld und jedes Jahr eine kleine Gehaltserhöhung. Dafür reisse ich mir auch den Hintern auf.
Nur wenn da jemand daher kommt, der meint es irgendwie besser zu wissen, dann nervt mich das schon.
Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass ist eine
ziemlich dürftige Einstellung…
Ich weiß zwar nicht welchen Pelz du jetzt meinst, aber Nass bin ich auf der Arbeit schon nach einer halben Stunde 
Sich bei mehr als 100 Beschäftigten keinen Betriebsrat zu
leisten ist fahrlässige Dummheit aus Arbeitnemersicht!
Ja… Aber versuch du mal 100 Leute unter einem Tisch zu bekommen. Vor zwei Jahren haben wir es einmal versucht. Das Problem ist aber, das mindestens einer aus der „Chefetage“ damit einverstanden sein muß - so wie es uns damals erklärt wurde - und später (als einige Leute aus der Obersten Zentrale" einige „Persönliche Gespräche“ geführt hatte war es dann irgendwann nicht mehr im Gespräch, weil niemand seinen Job riskieren wollte. Wie gesagt, ein großes Paketunternehmen. Die schrecken nicht davor zurück einen Mitarbeiter der 15 Jahre lang dabei ist in den Hintern zu treten, weil er sich eine „kleine Dummheit“ erlaubt hat. Letztens bekam ein Zusteller eine Abmahnung, weil er auf dem Weg nach Hause(!) zu seiner „Uniform“ weisse Turnschuhe und eine Sonnenbrille getragen hat!
Aber dem fiktiven AN ist das alles egal. Er macht seine Arbeit und hält die Füße still 
off topic
Hi!
Das Problem ist dieses Forum.
Nö - das Problem ist GARANTIERT NICHT dieses Forum!
Als ich diese Frage auf mich
bezogen das erste mal gestellt habe, wurde sie gelöscht, weil
solche Fragen nicht gestellt werden dürfen.
Ähm - Du bestätigst vor dem Abschicken, dass Du die Regeln verstanden hast und Dich daran hälst.
Wenn DU es dann trotzdem nicht machst, dann löschen wir MODs nun mal…
Optimieren ja, aber nicht unlogisch.
Ich habe jetzt nicht wirklich Lust, darauf einzugehen! Zum Einen spreche ich Dir die Urteilsfähigkeit ab, zum Anderen hat das mit Arbeitsrecht nix zu tun!
Ja… Aber versuch du mal 100 Leute unter einem Tisch zu
bekommen.
Wieso 100? Drei reichen da schon!
http://www.br-wahlen.de/gruendung_01.html
Vor zwei Jahren haben wir es einmal versucht. Das
Problem ist aber, das mindestens einer aus der „Chefetage“
damit einverstanden sein muß
Das ist absoluter Blödsinn!
Aber schon irgendwie süß, wie dreist die das behaupten 
Die schrecken nicht davor zurück einen Mitarbeiter der 15
Jahre lang dabei ist in den Hintern zu treten,
Wenn man sich das gefallen lässt…
Aber dem fiktiven AN ist das alles egal. Er macht seine Arbeit und hält
die Füsse still
Dann sollte man sich auch nicht beschweren!
Übrigens: Ich finde Gewerkschaften im Allgemeinen zum kotzen, aber bei der Gründung eines Betriebsrats sind die sehr kompetent behilflich und GERNE zur Stelle!
LG
Guido