ich habe da mal ne Frage.
Also Wechselstrom ändert doch ständig seine Richtung. Er steigt an auf ein positives Maximum und sinkt dann wieder auf ein negatives Maximum. Bei 50 Hz wäre das ja 50 mal in der Sekunde.
Das würde ja bedeuten, das der Strom immer vor und zurück fließt! Und bei 50 Hz wäre das ja nur ein leichtes hin-und her „geschwinge“ der Elektronen in der Leitung? Sehe ich das Richtig oder liege ich da falsch?
Wenn dem so ist, wie funktionieren dann elektrische Verbraucher, wenn durch sie kein „richtiger“ Stromfluss fließt! Ich habe mir das immer so wie in einem Gleichstromkreis vorgestellt!
Wie Du schon richtig vermutetest, schwingt Wechselstrom nur. Die Energieübertragung, zum Beispiel in Wechselstrom-motoren, kommt durch das sich damit verbundene Magnetfeld zustande, welches ebenfalls ständig seine Richtung ändert und damit den sog. „Rotor“ eines Wechselstrom-motors quasi „vor sich her schiebt“.
Des Weiteren kann man auch nicht gerade von „leichtem Hin- u. Hergeschwinge“ reden,denn die Spannung beträgt 230 Volt!
Das würde ja bedeuten, das der Strom immer vor und zurück
fließt! Und bei 50 Hz wäre das ja nur ein leichtes hin-und her
„geschwinge“ der Elektronen in der Leitung? Sehe ich das
Richtig oder liege ich da falsch?
Das ist richtig: Die Elektronen schwingen tatsächlich nur minimal hin und her. ABER: Der „Impuls“, d.h. die Spannung, die die Elektronen antreibt, breitet sich auf dem Kabel mit zwar nicht Lichtgeschwindigkeit, aber doch in der Größenordnung aus - abhängig von der Kabelbeschaffenheit, dem so genannten „Wellenwiderstand“ mit, sagen wir mal, 2/3 Lichtgeschw.
Wenn dem so ist, wie funktionieren dann elektrische
Verbraucher, wenn durch sie kein „richtiger“ Stromfluss
fließt!
Wie vorstehend gesagt, breitet sich die Spg. sehr schnell aus und lässt die Elektronen auch im weit entfernten Verbraucher fliessen.
Ich habe mir das immer so wie in einem
Gleichstromkreis vorgestellt!
Kleine Überlegung: Wenn die geschwindigkeit der Spgs.ausbreitung nur so schnell wie die Elektronen wäre, würde der (Gleich-) Strom nach dem Einschalten bei einem zig Meter entfernten Verbraucher auch erst nach Stunden ankommen. Was offensichtlich nicht der Fall ist.
Anders gesagt: „Gleichstrom“ heisst nicht so, weil er „gleich da ist“, sondern weil er immer in die gleiche Richtung fliesst )
Bin gespannt auf eure Antworten.
Hoffe, die Spannung gelockert zu haben.
Gruss
Laika, der vor 50 Jahren eine Elektrikerlehre gemacht hat und Obiges da schon gelernt hatte.
Ich glaube es ist besser Du stellst Dir die Kolben deines Fahrzeuges vor, die wackeln doch auch nur ein bisschen auf und ab. Und bei der Dampflok hat es doch zwischen Kolben und Rädern auch eine Verbindungsstange, die „ein bisschen“ hin und hermacht. Und trotzdem wird Kraft übertragen…