Hallo,
meine Frage bezieht sich auf folgenden Aufbau:
Der Hauswasseranschluss eines selten bewohnten Hauses soll vor Frost gesichert werden. Er liegt in einem Schacht im Haus. Ca 45 cm unterhalb des Erdgeschoßfußbodens kommt ein außen ca 3,5 cm dickes Rohr aus der Erde. Es steigt 25 cm schräg nach oben und knickt dann, so das es parallel zum Boden verläuft. Es folgt ein Absteller, die Wasseruhr, ein Hahn zum entleeren und noch ein Absteller. Dann verschwindet das Rohr im Fußboden und geht zur Küche und zum Bad.
Wenn ich nun an dieser Konstruktion eine Rohrbegleitheizung installiere (Das sind Heizkabel, die eine bestimmte Temperatur halten) entsteht im Rohr eine Zirkulation?
Da ich ja den tiefsten gefährdeten Punkt erwärme, müsste doch das ‚warme‘ Wasser in der Leitung zur Küche und zum Bad ansteigen und das kalte abfallen. Damit erhoffe ich ein einfrieren im Winter zu verhindern.
Geht das oder habe ich einen Gedankenfehler?
Wie hoch muß die Temperatur ‚unten‘ sein, damit ach bei minus 15 Grad
Außentemperatur nix einfriert?
Danke
Robert
Hallo,
meine Frage bezieht sich auf folgenden Aufbau:
Der Hauswasseranschluss eines selten bewohnten Hauses soll vor
Frost gesichert werden. Er liegt in einem Schacht im Haus. Ca
45 cm unterhalb des Erdgeschoßfußbodens kommt ein außen ca 3,5
cm dickes Rohr aus der Erde. Es steigt 25 cm schräg nach oben
und knickt dann, so das es parallel zum Boden verläuft. Es
folgt ein Absteller, die Wasseruhr, ein Hahn zum entleeren und
noch ein Absteller. Dann verschwindet das Rohr im Fußboden und
geht zur Küche und zum Bad.
Bei dieser Konstellation kann keine gerichtete Zirkulation entstehen: Zunächst hast Du keine genügend lange senkrechte Anlaufstrecke, damit der Auftrieb überhaupt in Gang kommt; das Rohr ist zu dünn - da kann sich kein gerichteter Auf- und Abwärtsstrom entwickeln, die Ströme vermischen sich gegenseitig; Wasseruhr und Armaturen sind Engpässe die die Zirkulation stauen bzw. die Strömungen vermischen.
Stelle Dir vor, Du bringst anstatt der Wärme eine Luftblase ins System: die Blase überwindet wohl die 25 cm-Schräge, bleibt dann aber im Rohr liegen.
Wenn ich nun an dieser Konstruktion eine Rohrbegleitheizung
installiere (Das sind Heizkabel, die eine bestimmte Temperatur
halten) entsteht im Rohr eine Zirkulation?
Da ich ja den tiefsten gefährdeten Punkt erwärme, müsste doch
das ‚warme‘ Wasser in der Leitung zur Küche und zum Bad
ansteigen und das kalte abfallen. Damit erhoffe ich ein
einfrieren im Winter zu verhindern.
Lass es sein! Lass lieber das Wasser über den Entleerhahn ab, so wie es aus gutem Grund bereits Adam und Eva getan haben, das ist die billigste und sicherste Methode.
Wolfgang D.
Schade, aber vielen Dank.
besser ne ‚nichterhoffte‘ ehrliche Antwort als ein Wasserschaden.
Nochmal Danke
Robert
das ‚warme‘ Wasser in der Leitung zur Küche und zum Bad
ansteigen und das kalte abfallen. Damit erhoffe ich ein
einfrieren im Winter zu verhindern.
Geht das oder habe ich einen Gedankenfehler?
Wie hoch muß die Temperatur ‚unten‘ sein, damit ach bei minus
15 Grad
Hallo Robert,
im Prinzip hast Du keinen Gedankenfehler gemacht.
Eine Bewegung im Wasser durch unterschiedliche Temperaturen darin wird
ja dadurch bewirkt daß unterschiedliche Temperaturen unterschiedliche
Massendichte (Gewicht ?) bedeuten und durch die Erdanziehung auch
dadurch unterschiedliche Kräfte und Bewegung ins Wasser bringen.
Diesen Kräften wirken innere (molekulare) oder äußere („Rohrreibung“)
Kräfte entgegen welche erst überwunden werden müssen ehe eine Bewegung
entsteht.
Im vorliegenden Fall sind durch den kleinen Rohrdurchmesser, wie
auch schon im anderen Beitrag erwähnt, keine Bewegungen zu erwarten
welche „dem Frost davonlaufen“ könnten, wenn ich dies einmal so
ausdrücken darf.
Gruß VIKTOR