hallo,
was ist ein Memristor?
danke
Friedrich
PS:bitte keine Wikivorleser und nicht die bequemen Alternative zu den existierenden Badelatschen beschreiben:smile:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/bc/F…
Hallo Friedrich,
das dürftest du doch selber wissen. Woher kennst du dieses Wort?
Memristor-Chips arbeiten wie herkömmlicher Arbeitsspeicher. Wird allerdings die Stromzufuhr abgeschaltet, bleiben die Daten im jeweils aktuellen Zustand erhalten.
Die Technologie bietet damit große Potenziale bei der Einsparung von Zeit und Energie. Selbst vollständig abgeschaltete Rechner müssten zukünftig das Betriebssystem nicht mehr neu booten. Nutzer könnten einfach an der letzten Position weiterarbeiten.
Dies war bisher nur möglich, wenn der Rechner in den Ruhezustand versetzt wurde. Das erforderte, dass der Arbeitsspeicher weiter mit Energie versorgt wird. Memristor-Chips benötigen hingegen keinen Strom, damit der Rechner bei Bedarf sofort wieder einsatzfähig ist.
Die Architektur wurde erstmals im Jahr 1971 von Leon Chua an der University of California in Berkeley in der Theorie erarbeitet. Erst durch die in der Zwischenzeit verfügbaren Erkenntnisse in der Nanoelektronik wurde es möglich, heute, 37 Jahre später den Durchbruch in der Praxis zu schaffen.
Gruß
acuario
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo,
was ist ein Memristor?
darunter versteht man einen Widerstand, dessen Widerstandswert geändert werden kann. Wobei die letzte Einstellung auch erhalten bleibt, wenn man den Strom abschaltet. Entwickelt wurde das funktionstüchtige Exemplar von HP: http://www.hpl.hp.com/news/2008/apr-jun/memristor.html, hier: http://www.welt.de/wissenschaft/article1965455/Elekt… gibt es einen Kurzbericht auf Deutsch darüber. Demnach handelt es sich um „ein Modell hergestellt, das aus zwei Lagen gitterartig angeordneten Titandioxid-Nanoröhren besteht.“
Gruß
loderunner
Hi,
Memristor-Chips arbeiten wie herkömmlicher Arbeitsspeicher.
Nein, da ein Memristor zunächst mal für die Speicherung eines analogen Wertes ausgelegt ist. Und es gibt ja IMHO noch kein fertiges Bauteil mit einigen Mega/Giga byte Speicherkapazität.
Wird allerdings die Stromzufuhr abgeschaltet, bleiben die
Daten im jeweils aktuellen Zustand erhalten.
Das taten die PDP8 von 1976 auch schon, Ringkernspeicher sei Dank:wink: Der Bubble Memory hat sich auch nicht durchgesetzt: http://de.wikipedia.org/wiki/Magnetblasenspeicher
Die Technologie bietet damit große Potenziale bei der
Einsparung von Zeit und Energie. Selbst vollständig
abgeschaltete Rechner müssten zukünftig das Betriebssystem
nicht mehr neu booten. Nutzer könnten einfach an der letzten
Position weiterarbeiten.
Könnte man mit entsprechenden nichtflüchtingen Speichern auch schon heute realisieren, nur sind sie den Nutzern zu teuer oder sie haben andere Nachteile wie geringe Haltbarkeit oder miserable Zugriffszeiten…
Interessant sind sie allemal, mal sehen, was man damit wirklich in der Praxis anstellen kann.
Ulrich
Hallo Ulrich,
dann würde ich dir raten mal bei HP nachzusehen, was die am 02.05.08 dazu geschrieben haben. Die haben nämlich seitdem das Patent darauf.
Und Intel ist seit einer Woche geschockt.
Gruß
acuario
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo Ulrich,
dann würde ich dir raten mal bei HP nachzusehen, was die am
02.05.08 dazu geschrieben haben. Die haben nämlich seitdem das
Patent darauf.
Und Intel ist seit einer Woche geschockt.Gruß
acuario
Hi acua,
wenn HP „seitdem“ (=seit 02.05.08?) das Patent darauf hat, gab es bereits mind. ein Jahr zuvor eine Offenlegung.
Wenn Intel die Patente seiner Mitbewerber überwacht, und das tun sie!, wissen sie nicht erst seit einer Woche bescheid. Vor ein Patent erteilt wird, dient die Offenlegung dazu, daß Mitbewerber Einsprüche geltend machen können.
Wenn, dann waren sie vor einem Jahr geschockt, und wenn sie zu träge sind, selbst was zu entwickeln, vielleicht auch noch heute…
Gruß
Alt
Hallo,
Samsung, Fujitsu, IBM sind auch am Ball. Fujitsu hat sogar schon einen Speicherbaustein kurz vor fertig. HP hat also nichts entdeckt, wovor andere Angst haben müssten. Siehe Bericht in der neuesten c’t: http://www.heise.de/ct/08/11/048/
Gruß
loderunner