Hallo,
ich verstehe die Flotation bei der Kupferraffination nicht so ganz.
Man nimmt ein Erz mit Kupfer, und dann wird das in ein Wasser(?) Becken getan, wobei sich irgendetwas mehr mit Wasser aufsaugt als anderes? und darauch kann man dann das reinere Kupfer an der Wasseroberfläche abschöpfen? Und was hat es mit dem Schaum auf sich?
Es wär nett, wenn ihr das vielleicht nicht auf dem höhsten Niveau erklären würdet
Vielen Dank
LG
FLashster
Hallo,
ich verstehe die Flotation bei der Kupferraffination nicht so
ganz.
Man nimmt ein Erz mit Kupfer, und dann wird das in ein
Wasser(?) Becken getan, wobei sich irgendetwas mehr mit Wasser
aufsaugt als anderes? und darauch kann man dann das reinere
Kupfer an der Wasseroberfläche abschöpfen? Und was hat es mit
dem Schaum auf sich?
Also ich versuchs mal zu erklären.
Zuerst muss man mal wissen, dass Kupfererz (anders als z.B. Eisenerz) nur sehr wenig Kupfer enthält. Der Kupfergehalt liegt da üblicherweise in der Größenordnung von 0,5 - 1,5%. Der Rest, das sogenannte Ganggestein ist Müll! Das Kupfer liegt in diesen Erzen auch meistens nicht gediegen, also als elementares Kupfer vor, sondern z.B. in Kupfersulfidmineralien gebunden. Diese Mineralien haben etwas andere physikalisch / chemische Eigenschaften als der „Müll“ und das nutz man zur Abtrennung aus.
Das gesamte Erz wird dazu erst mal fein aufgemahlen und in ein Wasserbecken gegeben. Allerdings sind da auch noch sogenannte Detergenzien drin. Das sind chemische Zusätze, die um einen Stoff (hier das Cu-Mineral) eine wasserabweisende Schicht aufbauen. Mit Aufsaugen hat das nicht viel zu tun. Außerdem bilden sie einen Schaum an der Oberfläche in dem sich das „vom Wasser abgestoßene“ kupferhaltige Mineral ansammelt während das Ganggestein zu Boden sinkt. Schöpft man den Schaum dann ab hat man das Kupfermineral angereichert und kann es danach weiter aufbereiten (Rösten, Schmelzen, Elektrolyse…)
Es wär nett, wenn ihr das vielleicht nicht auf dem höhsten
Niveau erklären würdet
Ist das so verständlich? Übrigens darf man sich den Flotationsprozess nicht als „Badewanne“ vorstellen. Viel mehr handelt es sich um einen kontinuierlichen Prozess in dem immer neues Erz zugeführt und Schaum abgeschöpft wird. Große Kupferminen verarbeiten so die gigantische Menge von 100000 t Erz pro Tag!
Man nimmt ein Erz mit Kupfer, und dann wird das in ein
Wasser(?) Becken getan,
soweit richtig.
wobei sich irgendetwas mehr mit Wasser
aufsaugt als anderes?
Fast.
und darauch kann man dann das reinere
Kupfer an der Wasseroberfläche abschöpfen?
Ne, das ist jetzt falsch, verwechselst Du wohl mit Raffination.
Flotation nutzt aus, daß verschiedene Stoffe verschieden von Wasser benetzt werden.
Dieser Effekt wird durch oberflächenaktive Substanzen verstärkt.
Das feingemahlene Erz wird mit Wasser und Tensiden in Wasser aufgeschlemmt und von unten mit Luft durchperlt. Dabei bildet sich ein Schaum und an diesen Schaum ‚heften‘ sich die Körnchen des Erzes.
Der beladene Schaum wird an der Oberfläche abgeschöpft und enthält konzentriertes Erz.