Hallo zusammen!
Ich habe neulich gehört, dass Ess-Störungen wie die Ess-Brech-Sucht mit Medikamenten wie Fluctin erfolgreich behandelt werden können. Stimmt das? Habt ihr Erfahrungen?
Wo liegen die Risiken und wie schwer muss der Fall sein, damit so ein Medikament verschrieben wird?
Was sind die Risike? Wird man davon nicht wieder abhängig?
Danke
Coco
Hallo Coccinella!
Also eine medikamentöse Behandlung von Ess-Störungen sind sicherlich nicht zielführend! Ess-Störungen werden in der Regel durch psychologische Beratung und Therapie analysiert und behandelt. Ergänzend dazu kann es zur Anwendung von Medikamenten kommen, je nach Therpieform des behandelnden Arztes. Wenn es eine manifestierte Ess-Störung ist, auf keinen Fall herumexperimentieren! Das kann voll in die Hose gehen!
Liebe Grüße
Andy
Hallo Coco,
Antidepressiva wie z.B. Fluctin (= Fluoxetin) können in der Tat erfolgreich gegen Eßstörungen, insbesondere Bulimie, eingesetzt werden, müssen aber nicht. Psychotherapie ist dagegen ein obligatorischer Behandlungsteil. Man sollte sich in dieser Hinsicht aber vergegenwärtigen, daß Eßstörungen und Depressionen, aber auch Zwangshandlungen häufiger zusammen auftreten, also auch schon deshalb die antidepressive Medikation sinnvoll sein kann. Aber nicht nur. Denn Antidepressiva hemmen unabhängig davon die Freßattacken und das Erbrechen bei Bulimie. Wichtig sind eine ausreichend hohe Dosierung des Medikaments und eine ausreichend lange Dauer der Einnahme, damit sich ein Behandlungserfolg einstellen kann (von Psychiatern empfohlene Dauer: mindestens 16 Wochen Akuttherapie, anschließend mindestens 6 Monate Weiterbehandlung zur Sicherung des Therapieerfolgs).
Die Risiken, d.h. Nebenwirkungen, einer Antidepressiva-Behandlung sind recht gut bekannt. Dazu habe ich auf dieser Seite etwas zusammengestellt:
http://people.freenet.de/oliverwalter/Psychologie/Ps…
In welchem Fall ein Antidepressivum bei einer Esstörung eingesetzt wird, muß selbstverständlich im Einzelfall entschieden werden.
Grüße,
O. Walter
Hallo!
In welchem Fall ein Antidepressivum bei einer Esstörung
eingesetzt wird, muß selbstverständlich im Einzelfall
entschieden werden.
Und wer darf das entscheiden oder verschreiben? Der Hausarzt, Psychotherapeut oder der Psychologe?
Danke! Coco
Hallo Coco,
Und wer darf das entscheiden oder verschreiben? Der Hausarzt,
Psychotherapeut oder der Psychologe?
Medikamente dürfen Ärzte verschreiben. Psychotherapeuten auch, wenn sie Ärzte sind.
Entscheiden tut´s letztendlich die Patientin selbst.
Grüße,
O. Walter
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