Flüchtigkeit von Stoffen

Hallo,

mal eine Frage zur flüchtigkeit von Phenol. Reines Phenol verdampft ja bei Raumtemperatur. Wenn ich einen Phenoplast daraus herstelle (also die Phenole über CH2 Brücken verbinde), dann rieche ich nichts mehr (zumindest rieche ich an einem alten Elektroverteiler aus Phenolharz absolut garnichts).
Das würde ja bedeuten dass die Tatsache, ob ein Stoff flüchtig ist oder nicht, nicht nur vom Aufbau des Moleküls abhängig ist sonder auch von der Kettenlänge. Stimmt das? Also mein Beispiel Phenolharz ist quasi zu langkettig im zu verdampfen, richtig?

Moin,

Das würde ja bedeuten dass die Tatsache, ob ein Stoff flüchtig
ist oder nicht, nicht nur vom Aufbau des Moleküls abhängig ist
sonder auch von der Kettenlänge.

die Kettenlänge gehört ja zum Aufbau des Moleküls. Durch die Verbrückung hast du ja keine Phenolmoleküle mehr sondern ein neues langkettiges Molekül, das aus Phenolresten aufgebaut ist.
Natürlich liegt der Siedepunkt von langkettigen Molekülen dementsprechend höher.

MfG

Moin

nicht nur vom Aufbau des Moleküls abhängig ist
sonder auch von der Kettenlänge. Stimmt das?

natürlich.

Schau mal im Netz mit dem Begriffen Siedepunkt und ‚Homologe Reihe‘
Als Paradebeispiel nimmt man dann gerne die Alkane.

Der Grund sind u.a. die sog. Van der Waals-Kräfte
http://de.wikipedia.org/wiki/Van_der_Waalsche_Kr%C3%…

Bei Deinen Phenoplasten kemmen aber noch einige andere Sachen dazu.

Gandalf

Aha, vielen Dank euch beiden :wink:

Also ist das Phenolharz quasi beim Raumtemperatur nicht flüchtig (ist sowieso extrem Temperaturbeständig), richtig?