Hallo Leute,
Ausgangssituation: in einer Autobatterie befinden sich Bleiplatten und Säure. Die Bleiplatten werden aufgeladen, und die Säure dient als Trägermedium für den Austausch der elektrischen Ladung: „Strom“ kann fliessen. Der Akku kann, je ach „laufrichtung“ der Ladung be- oder entladen werden.
Frage: Kann man das Konzept umkehren, also nicht die Bleiplatten, sondern ein (geeignetes) flüssiges Medium aufladen, welches dann die gespeicherte elektrische Ladung an die Pole abgibt, sich somit „entleert“, aber immer wieder, so wie man es nun einmal von einem Akku kennt, aufgeladen werden kann?
Vielen Dank vorab für Eure Antworten!
nein, das ist ziemlicher Unfug.
Gruß
Johannes
Ich muss jetzt einfach mal beiden widersprechen.
Flüssigkeiten kannst du nicht Aufladen, da im Gegensatz zu einem Kondensator die ÜBertragung von Ladungen in einer Flüssigkeit NIEMALS über Elektronen, sondern ausschließlich über Elektrolyte funktioniert, also andere Ladungsträger.
Was du wohl machen kannst ist die Potentiale von Flüssigkeiten zu ändern, allerdings ist das auch das, was im Bleiakkumulator passiert.
Nehmen wir an du hast ein Galavnisches Element mit 2 Halbzellen, beide enthalten eine Kupferelektrode und eine Kupfersulfat-Lösung, in denen die Kupferelektroden hängen.
Die Konzentration der einen Kupfersulfat-Lösung ist 10 mal so hoch wie die der anderen.
Würdest du die beiden Halbzellten nun verbinden, würde ein Strom von 0,059V fließen.
Das System ist in beiden Halbzellen aus elektrochemischer Sicht nicht gleich günstig, die eine Halbzelle ist energetisch ungünstiger.
Jedes System „versucht“ in einen energetisch günstigeren Zustand zu kommen. Hier kann dies erreicht werden indem sich Elementares Kupfer in der hochkonzentrierten Lösung abscheidet und in der anderen Lösung ein identischer Teil der Kupferelektrode in Lösung geht.
Stells dir einfach wie 2 Eimer vor, die über einen Schlauch unten verbunden sind. Sobald sie unterschiedlich gefüllt sind, gleicht sich das System so lange aus, bis der Füllstand identisch ist.