Hallo Nadine,
erstmal herzlichen Glückwunsch zum Austauschjahr! Ich war auch für ein Jahr in Canada und es war das beste Jahr meines Lebens! *g*
Ich kann meiner Vorschreiberin Ute nur zustimmen! Pack deine Sachen zusammen und tu alles weg was du nicht unbedingt brauchst. Und dann halbier das noch mal!
Von dem Geld dass du dir sparst, kannst du dir drüben einiges leisten! Auch wenn es inzwischen einen globalen Einheits-Klamottengeschmack gibt, existieren weiterhin lokale Besonderheiten. Ich trag heute noch gern zuhause den Sweater meiner Basketball-Mannschaft. Und all die andere Erinnerungsstücke: Das Schul-T-Shirt. Und das Erinnerungs T-Shirt von der Fussbal-Meisterschaft. Das Prom-Kleid. Die extraweiten Jeans die erst nach meiner Rückkehr D auch langsam bei uns Fuss fassten. Es kommt einfach unheimlich viel zusammen. Wenn du jetzt mit 60kg hinfährst, kommst du mit 120 kg zurück! *g* Wenn du drüben planst alte Sachen wegzuschmeissen, warum mitnehmen. Plan für einen 2 wöchigen Urlaub. Für Canada kannst du schon mal eher Richtung Herbst denken, auch wenn bei uns bei deinem Abflug noch Hochsommer ist. Also weniger bauchfrei, Trägerhemd sondern einen Sewater oder eine leichte Jacke mehr. Wenn es dann im Mai richtig warm wird, wirst du dich freuen dir neue Sommersachen kaufen zu können. Dein Geschmack wird sich bestimmt verändern in dem Jahr. Und Wintersachen bekommst du eh drüben viel besser. Ich habe einen dicken Winteranorak geliehen bekommen. Und war froh drum. Wir hatten 42-52°C Kälte für 2 Wochen am Stück. So ein warmes Teil bekommst du bei uns nur Globetrotter & Co für 500 Euronen aufwärts. Und dann erwischt du einen warmen Winter und stehst blöd da. *g*
Was ich mitnahm und gar nicht gebraucht habe:
Schwere, dicke Wörterbücher. Vergiss die zuhause, nimm ein kleines Paperback mit für die ersten Tage. Dann kauf dir dort ein Dictionary. Gibts als kanadische Version! Und innerhalb kürzester Zeit brauchst du dann weder noch. 
Handtücher! Hatte sich meine Mutter eingebildet, dass ich Handtücher brauche. Falls ich baden/schwimmen gehe ausser Haus. *kopfschüttel*
Ein „schönes“ Kleid, dass sich auch meine Mutter einbildete. Ich mochte es von Anfang an nicht - es ist auch in unserer Familie nicht üblich zu irgendwelchen Anlässen so eine Art von Kleid zu tragen. Aber meine Muttter war besorgt, dass ich nicht Festliches dabei hab - für alle Fälle. Habe ich auch nie angezogen - mir lieber für die Prom ein wirklich schickes Abendkleid gekauft.
Nimm nix mit, von dem du nicht 100% überzeugt bist, dass du es brauchst. Alles andere kann man kaufen oder leihen!
Für den Weg zurück:
Winterstiefel vor Check-In anziehen. Danach zusammenknoten, über die Schulter hängen und Sneaker aus dem Rucksack holen.
Jacken kann man perfekt ineinander schichten. Als ob man alle übereinander anzieht und dann als Ganzes zusammen auszieht. So kann man von klein bis groß (Jeansjacke, Fleecejacke, Snowboardjacke, Mantel)alles über einen Arm als Handgepäck transportieren.
Und ja: es geht einiges in eine Snowboardtasche rein!
*grins*
Wir sind im Juni zu dritt von München nach Berlin alle mit je einem Gepäckstück plus je einem Skisack geflogen. Wir murmelten etwas von „Anschlussflug nach Neuseeland übermorgen.“ Ging alles glatt, obwohl nur ein Langlaufski in jedem Sack war (zur Stabilisierung). Aber das wird ja eh am Speergepäckschalter separat durchleuchtet. *g*
Auf dem Rückflug nach D hatte ich 15 kg Übergewicht. Aber der Check-in Typ an dem kleinen Regionalflughafen hat das ohne Murren entgegengenommen. Ich hab die Erfahrung gemacht, das es hilft mit einem nationalen Flug „anzufangen“. Am besten morgens wenn nur Aktentaschen verreisen. *g* Dann ist wohl noch Platz im Gepäckraum.
Viel Spass!
Karin