Hallo,
ein guter Bekannter von mir möchte gern seine Flugangst bekämpfen.
Aufgrund dieser Angst ist er noch nie geflogen, war auch noch nie in einem Flugzeug. Auch in eine Seilbahn steigt er nicht ein. Nun gibt es einige Fluggesellschaften, die Flugangstseminare anbieten. Hat vielleicht jemand Erfahrungen mit diesen Seminaren? Nutzt es denn wirklich was oder könnte man sich das sparen? Wäre es vielleicht besser, die Sache mit Hilfe eines Psychoanalytikers anzugehen?
Vielen Dank für Eure Hinweise.
Grüße - Christina
Hi,
Hat vielleicht jemand Erfahrungen mit diesen Seminaren? Nutzt es denn wirklich was oder könnte man sich das sparen? Wäre es vielleicht besser, die Sache mit Hilfe eines Psychoanalytikers anzugehen?
Da ich selbst gern fliege, kann ich aus eigener Erfahrung nichts beitragen. Jedoch habe ich schon des öfteren Reportagen im Fernsehen gesehen, an welchen Flugangstbetroffene erfolgreich teilnahmen. Schau mal in YouTube, da findest Du unter dem Stichwort „Flugangst“ auch viele Reportagen.
Noch ein Vorschlag: Dein Bekannter könnte mal einen Rundflug o. Ä. mit einem Kleinflugzeug machen, bei windigem Wetter. Dann sieht er mal, wie viel so eine Flugmaschine aushält und daß das, was in einem großen Verkehrsflugzeug gemeinhin unter „Turbulenz“ (die im Übrigen völlig harmlos ist) verstanden wird, in Wahrheit nur ein sanftes Schütteln ist. OK, ist vielleicht nicht jedermanns Sache … 
Gruß S (kein Fachmann)
Hallo Christina!
ein guter Bekannter von mir möchte gern seine Flugangst
bekämpfen.
Aufgrund dieser Angst ist er noch nie geflogen, war auch noch
nie in einem Flugzeug. Auch in eine Seilbahn steigt er nicht
ein. Nun gibt es einige Fluggesellschaften, die
Flugangstseminare anbieten. Hat vielleicht jemand Erfahrungen
mit diesen Seminaren? Nutzt es denn wirklich was oder könnte
man sich das sparen?
Ich denke, das hängt sehr davon ab, wie dieses „Flugangstseminar“ konkret aussieht.
So was jedenfalls:
http://www.flugangstseminar.com/index.php?id=40
scheint mir rausgeschmissenes Geld zu sein.
Wäre es vielleicht besser, die Sache mit
Hilfe eines Psychoanalytikers Psychotherapeuten anzugehen?
Ich denke, auf jeden Fall.
Isolierte Flugangst ist psychotherapeutisch ja vergleichsweise gut und schnell behandelbar.
Zudem sind in der Regel die Kosten über die Kasse abzurechnen, während er das Seminar selbst zahlen muss.
Was ich auf gar keinen Fall machen würde, ist es, den unteren Rat mit dem Kleinflugzeug umzusetzen 
E.T.
Was ich auf gar keinen Fall machen würde, ist es, den unteren
Rat mit dem Kleinflugzeug umzusetzen
Hast wohl Flugangst? 
Gruß S
Hallo,
ich danke Euch für die Antworten!
LG - Christina
Was ich auf gar keinen Fall machen würde, ist es, den unteren
Rat mit dem Kleinflugzeug umzusetzenHast wohl Flugangst?
Jetzt noch nicht. Aber wer weiß … nach dem Rundflug in so einer Schepperkiste 
Ernsthaft: Was du vorgeschlagen hast ist, psychologisch gesprochen, eine Art „Reizüberflutung“. Das kann tatsächlich Angst beseitigen, kann aber auch dumm nach hinten losgehen. Darum finde ich das nicht empfehlenswert.
E.T.
Ernsthaft: Was du vorgeschlagen hast ist, psychologisch
gesprochen, eine Art „Reizüberflutung“. Das kann tatsächlich
Angst beseitigen, kann aber auch dumm nach hinten losgehen.
Darum finde ich das nicht empfehlenswert.
Ok, mag sein. Bin kein Fachmann. Ich sah mal in einer Reportage, daß ein Mann auf diese Art und Weise (mit einem Psychologen auf der Rücksitzbank) seine Flugangst zu bekämpfen versuchte. Es hat ihm anscheinend tatsächlich geholfen, weil er hautnah mitbekam, wie die Fliegerei funktioniert.
Ich ändere also meinen Vorschlag ab: Man könnte einen Flug in einem Verkehrsflugzeugcockpit mitmachen, dann würde man erleben, wie entspannt die Leute dort agieren und daß Fliegerei keine Hexerei ist.
Gruß S
Hi!
Ok, mag sein. Bin kein Fachmann. Ich sah mal in einer
Reportage, daß ein Mann auf diese Art und Weise (mit einem
Psychologen auf der Rücksitzbank) seine Flugangst zu bekämpfen
versuchte. Es hat ihm anscheinend tatsächlich geholfen, weil
er hautnah mitbekam, wie die Fliegerei funktioniert.
Das kann aber auch der letzte Schritt einer stufenweisen Behandlung gewesen sein.
Bei der Phobie-Behandlung gibts im Grunde seit Jahrtausenden nur zwei Wege: entweder man tastet sich in kleinen Schritt bis an die angstauslösende Situation heran oder man geht gleich „voll hinein“ und lässt sich so dermaßen von der Angst überfluten bis sie dann ganz weg ist.
Ich ändere also meinen Vorschlag ab: Man könnte einen Flug in
einem Verkehrsflugzeugcockpit mitmachen, dann würde man
erleben, wie entspannt die Leute dort agieren und daß
Fliegerei keine Hexerei ist.
Es geht bei der Flugangst in den seltensten Fällen darum, dass die Leute wirklich Angst haben vor technischen Problemen und dergleichen.
Oft ist die Flugangst einfach nur eine Art Bündelung deutlicher diffuserer Ängste auf das Objekt „Flugzeug“. Zum Beispiel diffuse Ängste, „den Boden unter den Füßen zu verlieren“ oder ähnliches.
Christina sagt im UP ja auch, dass ihr Bekannter in keine Seilbahn steigen würde. Das lässt darauf schließen, dass seine Angst eine gewisse Diffusität hat.
Außerdem ist gar nicht klar, ob er ein Flugzeug überhaupt besteigen KANN oder vor Angst schon bei der Vorstellung daran im Flughafengebäude umkippt.
E.T.
P.S.: Ich will deine Vorschläge nicht madig machen, sondern nur aufzeigen, wo die Haken dabei liegen könnten.
Moin Christina,
eigene Erfahrung habe ich nicht, aber ein Bekannter hatte auch Flugangst, diese hat er in einem Seminar „verloren“, besser wohl in den Griff bekommen.
Aber warum muss die Flugangst behandelt werden, ist der Bekannte auf das Fliegen angewiesen?
Da ich panische Höhenangst habe,gehe ich auch in keine Seilbahn! Diese Höhenangst werde ich auch nicht terapieren lassen, eine billigere Lebensversicherung gibt es nicht!
Ok, der Besuch eines Hochseilgartens, Bergwanderungen sind unmöglich oder schwierig. Die modernen gläsernen Fahrstühle sind ein Horror, da gehe ich lieber die Treppe hoch.
Gruß Volker
Hallo Volker,
na ja, es geht um berufliche Möglichkeiten. Er könnte einen Job im Ausland bekommen. Dazu muß er aber hin- und herfliegen. Nur wegen eines Urlaubfluges würde er es sowieso nicht machen. Auch dass er nicht in die Seilbahn geht, stört ihn nicht wirklich.
Ich habe ihm Deinen Rat weiter gegeben. Er wird es sicher mit der Psychotherapie versuchen.
Vielen Dank!
Christina
Hi Christina,
ok., berufliche Belange haben natürlich einen hohen Handlungsdruck zur Folge.
Ich kann übrigens, trotz meiner Höhenangst ohne Probleme fliegen.
Viel Erfolg für Deinen Bekannten.
Gruß Volker
Liebe Kinder zuhause: nicht nachmachen!
Hi,
ich kann blos raten, hiervon:
Dein Bekannter könnte mal einen Rundflug
o. Ä. mit einem Kleinflugzeug machen, bei windigem Wetter.
tunlichst die Pfoten zu lassen.
Die Piloten, die diese Art von Rundflügen machen, sind Piloten - und keine Psychologen in irgendeiner Form. Ich hatte selbst schon das Vergnügen, solche Passagiere fliegen zu „dürfen“.
Es ist ein erhebendes Gefühl, wenn der Passagier - der natürlich vor dem Flug heldenhaft seine Angst verschwiegen hat - dann plötzlich erblasst (wahlweise errötet oder ergrünt), sich an allem was da so wackelt festklammert und entsprechende Lautäusserung (es gibt da eher die „Schweiger“ und auch die „Kreischer“) seinen Emotionen freien Lauf lässt.
Und das ganze dann noch bei „windigem“ Wetter wo schon die „ganz normalen“ Passagiere etwas angespannter werden als bei ruhigem Wetter. Na vielen Dank auch!
(kein Fachmann)
Dann bitte…
Wie gesagt, sollte die im Rahmen einer wie auch immer gearteten Therapie und mit entsprechender Begleitung stattfinden: jederzeit gerne. Aber nicht als selbstgestrickte Schocktherapie, die für alle Beteiligten lebensgefährlich sein kann!
*wink*
Petzi
Hi,
Wie gesagt, sollte die im Rahmen einer wie auch immer
gearteten Therapie und mit entsprechender Begleitung
stattfinden: jederzeit gerne. Aber nicht als selbstgestrickte
Schocktherapie, die für alle Beteiligten lebensgefährlich sein
kann!
Ok, ok, ist ja gut. Ein Psychologe mit PPL-A könnte sowas aber schon machen, oder? Das wäre ja mal ne Marktlücke.
Gruß S