Flugangst und Bewältigungsmöglichkeiten

Hallo allerseits,

das ist wahrscheinlich kein wirklicher neuer Thread, aber irgendwie muss ich es doch mal los werden.

Ich leide unter extremer Flugangst. Bin früher problemlos durch die Welt geflogen, vor jedoch knapp 6 Jahren fing das ganze an. Bekam totale Panik, schnellen und flachen Atem, Schwindel, etc. Das volle Programm eben.

Nun habe ich im März das Vergnügen in die USA zu fliegen. Weiß nur nicht, wie ich den Flug überstehen soll. *g* Möchte auf jeden Fall so ein Flugseminar bei der Lufthansa mitmachen, jedoch erst gegen Ende des Jahres, da vorher die Zeit nicht reicht.

Jetzt meine Frage, auch wenn ich Medikamente normalerweise nicht als Lösung ansehe. Hat jemand von Euch Erfahrungen mit Diazepam und Fliegen gemacht? Falls ja, welche Wirkung hatte es auf Euch und in welcher Dosis habt Ihr es genommen? Fliege nach New York, also knapp 9 Stunden.

Bin über Antworten sehr dankbar…

Daniel

Hallo Daniel

Hat jemand von Euch Erfahrungen mit
Diazepam und Fliegen gemacht? Falls ja, welche Wirkung hatte
es auf Euch und in welcher Dosis habt Ihr es genommen?

Ja, hab ich auch probiert. Benzodiazepine (die ganze Stoffgruppe mal genommen, also von Diazepam bis xxx, es gibt genug davon) haben mir persönlich nicht geholfen, eher ein paar gute Drinks. Medikamente haben mich immer nur „eine Stufe tiefer eingestellt“, mir aber das Fliegen nicht gerade wirklich erleichtert. Wenn ich hingegen ein paar gute Drinks kurz vorher zu mir nahm, war ich lockerer und „vitaler“ eingestimmt, so nach dem Motto „Superman kann sowieso fliegen“, wo mich sonst nur Todessphantasien niederrangen.
Aber das ist sicherlich individuell sehr unterschiedlich. Einer spricht eher auf Medikamente an, wobei man auch nochmal z.B. zwischen Benzodiazepinen und anderen (z.B. leichteren Neuroleptika)unterscheden sollte, ein Anderer spricht besser auf Alkohol an, ein dritter vielleict auf Marihuana.
Vielleict solltest Du es einfach testen. :wink:
Gruß,
Branden

Hallo Daniel,

Also erstmal will ich dir sagen falls du den Weg mit Diazepam einschlägst solltest du zuvor einen Arzt konsultieren. Zum einen da du es verschrieben bekommen musst und zum anderen weil es eingestellt werden muss. Das heißt du musst wenn der arzt zustimmt ca 2 Wochen vor dem Flug langsam mit der Dosis anfangen. Dies ist deshalb wichtig um evtl Nebenwirkungen( die nicht gerade leicht sind)auszuschließen. Es ist zwar so dass 1 Tabl. Diazepam bei einer Stufe von 15mg für ca 7-9 Stunden wirkt. Nimmst du sie unmittelbar vor dem Flug bist du ihr ausgesetzt, da in dieser Situation, falls nebenwirkungen auftreten, du dich in 100000 Meter höhe befindest und du noch eine Verschiebung der Zeit durchmachst. Dann greife lieber auf alternative Methoden zurück. ( Heilpraktiker, Autogenes Training, Meditation) oder sauf dir vorher einen an.

Heppy

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Heppy und auch Daniel,

Also erstmal will ich dir sagen falls du den Weg mit Diazepam
einschlägst solltest du zuvor einen Arzt konsultieren. Zum
einen da du es verschrieben bekommen musst und zum anderen
weil es eingestellt werden muss. Das heißt du musst wenn der
arzt zustimmt ca 2 Wochen vor dem Flug langsam mit der Dosis
anfangen.

Ich glaube ganz stark, daß Du da was verwechselst. Eingeschliechen werden z.B. Antidepressiva. Diazepam ist eher ein Notfallmittel, das z. B. bei bestimmtem Krampfanfällen verabreicht wird.

Dies ist deshalb wichtig um evtl Nebenwirkungen( die
nicht gerade leicht sind)auszuschließen. Es ist zwar so dass 1
Tabl. Diazepam bei einer Stufe von 15mg

15 mg??? Willst Du einen Elefanten einschläfern? Für einen Flug reichen 5 mg absolut u.U. sogar weniger.

für ca 7-9 Stunden
wirkt. Nimmst du sie unmittelbar vor dem Flug bist du ihr
ausgesetzt, da in dieser Situation, falls nebenwirkungen
auftreten, du dich in 100000 Meter höhe befindest und du noch
eine Verschiebung der Zeit durchmachst. Dann greife lieber auf
alternative Methoden zurück. ( Heilpraktiker, Autogenes
Training, Meditation) oder sauf dir vorher einen an.

Beides leider keine Lösungen. Ich bin selbst Flugpanikerin und mir hat Diazepam immer bestens geholfen. Und nein, ich bin auch nicht abhängig davon geworden, im Gegenteil, mittlerweile habe ich sogar eine Abneigung entwickelt.

Also Daniel, geh zu einem Arzt Deines Vertrauens, schildere ihm die Lage und bitte um halt nur genausoviel Diazepam, wie Du für den Flug/die Flüge brauchst. Man bekommt von dem Zeug den Smili ins Gesicht und wird müde, die Angst ist immer noch irgendwie da, aber sie geht einem nicht mehr dermaßen an die Gurgel, daß man noch vor dem Start wieder aussteigen will (was mir mal passiert ist, weil ich die Pille zu spät eingeworfen habe)

Mit Autogenem Trainig magst Du Dir vielleicht auch weiterhelfen können, aber ich finde es immer angenehm, für alle Fälle was dabei zu haben.

Ich fühle mit Dir!

LG

Avera

2 „Gefällt mir“

hallo daniel,

kuckst du hier, die lusthansa lässt seminare veranstalten:

http://www.flugangst.de/de/prim00/00.php3

strubbel
L:open_mouth:)

nur mal so…
Hoi Daniel!

Ich leide unter extremer Flugangst. Bin früher problemlos
durch die Welt geflogen, vor jedoch knapp 6 Jahren fing das
ganze an. Bekam totale Panik, schnellen und flachen Atem,
Schwindel, etc. Das volle Programm eben.

Das kommt mir jetzt gut bekannt vor.
Ich war nach einer spontanen Urlaubsbuchung per Flieger am nächsten Tag bei meiner Ärztin… mit dem festen Willen, trotzdem in Urlaub zu wollen… aber eben mit nassgeschwitzten Händen allein bei dem Gedanken an einen Flieger!

Meine Ärztin hatte damals Verständnis für mich - und mir eine Spritze in den Hintern gegeben. Ich sollte dann eine Woche später wiederkommen um ihr zu schildern, wie diese Spritze gewirkt hatte.
Nun ja… ich bin dann eine Woche später, am Tag vor dem Flug, nochmal hin und habe ihr berichtet, dass ich NIX von der Spritze gemerkt hatte.
Ich bin mir bis heute nicht sicher, ob überhaupt irgendein Wirkstoff in der Flüssigkeit war - bekam aber nochmal eine Spritze mit dem Versprechen, diesmal wird es dann besser werden.

Fassungslos blieb ich im Behandlungsraum sitzen und hatte nur eine Frage an die Ärztin: „Wie komme ich in drei Wochen wieder heim???“

Sie verschrieb mir Tabletten, die ich dann anschliessend in der Apotheke abgeholt habe. Es war ein Tranquilizer - allein der Beipackzettel hat mich umgehauen!

Wie auch immer: ich bin in den Flieger - irgendwie ging es so lala…
Zurück habe ich mich dann zu einer halben Tablette durchringen können. Die Gedanken an die Nebenwirkungen haben mich von mehr abgehalten. Meine Vorstellung, dass es vielleicht wirklich zu Problemen beim Fliegen kommen könnte - und ich dann dank der Medikamente neben mir stehe - hat mich mehr geängstigt, als der Gedanke an einen Flug.

Zu einem Flugseminar konnte ich mich schon damals nicht aufraffen. Ich habe nunmal Angst in den Dingern zu sitzen - und da soll ich dann FREIWILLIG und völlig sinnlos einen abschliessenden „Probeflug“ unternehmen? Nicht mit mir!!!

Nun ja… ich fahre am WE vor einem Flug zum nächsten Flughafen, stelle mich ein paar STunden aufs Besucherdeck und schau einfach den startenden und landenden Fliegern zu. Da sind soooo viele unterwergs - warum sollte das dann gerade bei meinem schieflaufen?

Heute habe ich ein Hobby, durch das ich hin und wieder im Winter nach Südspanien fliegen „muss“ - noch immer nicht gerne oder gar mit Begeisterung… aber immerhin ohne Panik!

Wenn es Dir helfen sollte, such zu Hause Deine Unterlagen raus, die Deine Hinterbliebenen im Fall der Fälle zuerst brauchen. Leg sie auf den Schreibtisch, schreib ein Zettelchen dazu.

Ich weiss, das liest sich jetzt echt bekloppt - aber mit fast 100%iger Wahrscheinlichkeit wirst DU die Sachen nach dem Flug wieder wegräumen können… irgendwie hilft es trotzdem ein wenig… DIR !!

Ich bin noch immer weit davon weg, einen Flug „geniessen“ zu können. Aber ich steige jetzt ohne Anzeichen von Panik ein, flippe beim durchstarten nicht aus, aber ich freue mich immer riesig, wenn der Flieger schliesslich wieder am Heimatflughafen aufgesetzt hat.

Ach ja… ein paarmal bin ich beim Einsteigen gleich zu den Stewardessen mit dem Satz: „bitte passen Sie gut auf mich auf - ich habe ANGST!“ Anschliessend hatte ich dann immer wengistens eine „Vertraute“!

Ich drück Dir die Daumen! Die meisten landen völlig normal - geh mal ein paar STunden an einen Flughafen. Viel Spaß bei Deinem Flug - geniess das Essen - und den Film… und denk nicht den gesamten Aufenthalt an Deinen Rückflug!

Liebe Grüsse
Ulli

Hallo Daniel,

vor Diazepam (Valium) möchte ich eher warnen: macht zu müde.
Mein Tipp, wenn alles andere nicht so recht hilft: Tavor 0.5 mg am Abend vor dem Flug und kurz vorm Einsteigen: der „Leck-mich“ Effekt ist grandios, natürlich vorher mit dem Hausarzt besprechen und ausprobieren (das Medi, nicht den Hausarzt…)
empfiehlt synapse

oder sauf dir vorher einen an.

Heppy

ein effektiver Tipp,gegen Flugangst, denn
je nach Fluggesellschaft kann es sein,dass
es garnicht dazu kommt im „angesoffenen“ Zustand
im Flieger Platz zu nehmen.

Annahme verweigert und kein Gericht
der Welt kann dir dann
behilflich sein, wenn es darum geht
deine Kosten zu ersetzen.

Das kann ins Auge gehen!!!
Gruß Kai…

…der noch nie geflogen ist, aber die Info´s von
fliegenden Arbeitskollegen hat.

ein effektiver Tipp,gegen Flugangst, denn
je nach Fluggesellschaft kann es sein,dass
es garnicht dazu kommt im „angesoffenen“ Zustand
im Flieger Platz zu nehmen.

Da muss man schon sturzbetrunken (um nicht zu sagen stinkebesoffen) sein und unangenehm auffallen, wenn die einen nicht in die Maschine lassen. Die sind ja auch icht weltfremd und wissen ,dass ein großer Teil der Passage das Fliegen im nüchternen Zustand nicht aushält.
Gruß,
Branden

Hallo,

ob es dir hilft weiß ich nicht, aber vielleicht lockert es dich trotzdem auf wenn ich Dir erzähle daß Du statistisch 28.000 Jahre lang jeden Tag ein beliebiges Flugzeug auf der Welt besteigen müßtest bevor Du einmal verunglücken würdest. Und selbst dann wärst Du nicht automatisch tot.
Wie alt willst Du werden, 29.000 Jahre? Und was willst Du in all der Zeit tun - jeden Tag irgendwo auf der Welt herumfliegen? :wink:

Ansonsten von mir als Flugfan noch ein paar Späßchen um dich locker zu machen:

Flying is not dangerous - crashing is dangerous.

Flying is the most fun you can have with your pants on.

No one has ever collieded with the sky.

Why drink and drive when you can smoke and fly?

In diesem Sinne - locker bleiben! Alles Gute,

MecFleih

Flugangst?

Von Tag zu Tag ging es mir schlechter, Vergesslichkeit, Schwindel, Übelkeit und Angst vor dem Fliegen mit dem Flugzeug. Was früher nicht war.

Ich heile alles! Mit meinen Händen, ich kann auch Dir helfen, wenn Du Dich bei mir meldest. Wohne aber in der Schweiz. Habe über 200 Leute auch mit Flugangst geheilt!

Herzlichst
Deine Katinka