Guten Tag,
Seit der Geburt meiner Tochter (4)leide ich unter Flugangst.
Schlagartig war sie da!Ich war vorher schon fast überall auf der Welt und habe jeden Flug genossen.
Langsam macht auch mein Mann mir Druck ,dass ich endl.so ein Wochenendkurs bei der Lufthansa machen soll,aber ich krieg es zeitl.einfach nicht auf die Reihe .
Mir stellt sich die Frage ob das auch was bringt?Hat jemand schon Erfahrung mit so einem Kurs?Oder gibt es gute Bücher?
Es ist einfach so schade,da unsere Urlaube deswegen auch immer weniger werden.Und wenn es doch mal dazu kommt,ist es für alle eine Qual.
Danke
Hi
Seit der Geburt meiner Tochter (4)leide ich unter Flugangst.
Schlagartig war sie da!Ich war vorher schon fast überall auf
der Welt und habe jeden Flug genossen.
Langsam macht auch mein Mann mir Druck ,dass ich endl.so ein
Wochenendkurs bei der Lufthansa machen soll,aber ich krieg es
zeitl.einfach nicht auf die Reihe .
In d i e s e m Fall halte ich nicht so arg viel von dem Lufthansa-Kurs. Der hat ja weitgehend verhaltenstherapeutische Grundlagen und da du früher fliegen konntest wie ein Albatros, würde ich eher mal tiefenpsychologisch bzw. analytisch schauen, inwieweit deine Lebensveränderung dir in der Tiefe nicht „passt“ und entsprechende phobische Auswirkungen hat.
Mit anderen Worten: Ich würds eher psychoanalytisch orientiert angehen wollen.
Gruß,
Branden
Hi,
meine Antwort als Laie ist eine Vermutung, die mir spontan beim Lesen Deines Beitrages einfiel: Kann es sein, dass Du schlicht und ergreifend gar keine Lust (mehr) hast, mit Deinem Mann Urlaub zu machen?
hi,
ich halte sowohl das lufthansa-seminar für empfehlenswert, als auch eine ambulante verhaltenstherapie, als auch die tiefenpsychologische behandlung.
es ist auch nicht so, dass man in einer verhaltenstherapie nur ein training zur verbesserung der eigenen verhaltensweisen macht. selbstverständlich gehören zur vorbereitung einer vt-konfrontationsbehandlung intensive gespräche über lebensthemen im zusammenhang mit der problematik und die analyse der auslösenden und aufrechterhaltenden faktoren. da ist man dann sofort bei kindheit, eltern, familie, lebensplanung etc.
es ist ebenfalls nicht so, dass tiefenpsychologen nur in diesen themen arbeiten, irgendwann kommt der tag, da einen der tiefenpsychologe/analytiker auffordert, zu fliegen, es zu tun, um zu lernen, dass keine katastrophe droht. das hat auch sigmund freud mit einem patienten mit höhenangst getan: er stieg mit ihm auf einen turm, wenn das nicht verhaltenstheapeutisch war.
wichtig ist, etwas zu tun. ein freund von mir, überhaupt kein psychologie-freund und eher so verdränger-typ, war beim lufthansa-seminar und er fliegt wieder, dieses jahr war er in autralien, wow!
cum granu salis
Hi alpha
ein freund von mir, überhaupt kein
psychologie-freund und eher so verdränger-typ, war beim
lufthansa-seminar und er fliegt wieder, dieses jahr war er in
autralien, wow!
Ich seh schon, ich muss mir das Lufthansa-Seminar nochmal durch n Kopf gehen lassen… ich fliege doch auch keine Langstrecken-Flüge.
Allerdings:
Als ich mich selbst überlisten wollte und zu einem Kuba-Flug (12 Stunden) selber überredete, wachte ich am nächsten Morgen mit extremem Ohrdruck beidseits auf, welchselber in einen Hörsturz überging, an dem ich etwa 9 Tage laborierte.
Gruß,
Branden
Als ich mich selbst überlisten wollte und […]
selber überredete
Hallo Branden,
dieses Thema interessiert mich sehr.
Ich selbst stehe diesem „selbst überreden“ sehr negativ gegenüber und denke mir immer: „Was kann ich mir selbst schon erzählen, was ich nicht weiss?“ - Leider hat das ziemliche Auswirkungen auf mein Verhalten.
Motivation beispielsweise ist für mich immer etwas, das ich mir „von außen“ holen muss, da ich mich auch dazu einfach nicht selbst „überlisten“ kann.
Was meinst Du? Wie machst Du das?
hi,
sich selber zu „überlisten“ ist nicht das vorrangige thema der flugangst-behandlung, eine selbst-list über die selbststeuerung des eigenen verhaltens kann jedoch STUFENWEISE anfang der verbesserung sein.
vielleicht, lieber branden, hättest du vor dem selbstversuch länger und ausführlicher analytisch thematisieren sollen, was da so „drückt“. aber das weisst du ja. vielleicht hättest du auch mit einem 4, dann 6 dann 8 und dann 10-stündigen flug verhaltenstherapeutisch aufbauen sollen.
ich selbst hasse diese klaustrophobische enge im flieger, das gefühl, nicht einfach umdrehen und nach hause fahren zu können. angst, runterzufallen (oder so) habe ich gar keine, im gegenteil, ich geniesse den traumhaften blick aus der mega-höhe. neben mir sass mal eine frau, die hatte angst, dass man einfach „runterfallen könnte“. es ist also auch wichtig, woran die angst gebunden ist, das kann man dann im einen fall schneller ausräumen (denn ein flugzeug fällt nie, falsch, sehr selten einfach runter) im anderen weniger schnell (denn im flieger ist es tatsächlich eng und man kann de facto nicht umdrehen).
gegen angst vor´m fliegen hilft: fliegen.
Hi alpha
vielleicht, lieber branden, hättest du vor dem selbstversuch
länger und ausführlicher analytisch thematisieren sollen, was
da so „drückt“.
Ich bin ja schon froh, dass ich überhaupt wieder fliege, bis zu vier Stunden-Flüge mach ich gerade so mit Mhe und Not…
In den 50er und 60 Jahren hatte ich keine Angst beim Fliegen, habe aber viel gekotzt, weil die Turbulenzen wohl stärker „griffen“ damals bei den Propeller-Maschinen. In den 70ern wurde mir mulmig und in den 80ern bin ich kaum mehr geflogen. Mitte der 90er habe ich wieder angefangen: Sizilien, Mallorca, Griechenland usw. Aber die Kanaren waren mir schon zu weit bzw. zu lang.
Ich bin -ähnlich wie du es von dir beschreibst- ebenfalls klaustrophobisch und sitze ausschließlich am Gang, weil ich mich sonst eingezwängt fühle. Nicht nur im Flieger, sondern auch im Theater und im Kino nehme ich mir einen Randplatz. Einmal hat sich ein dicker Feuerwehrmann noch neben mich gesetzt. Ich musste das Theater in der Pause verlassen, weil ich völlig verspannt war ob der behinderten Freiheit.
Ich weiß, dass man sich langsam aber regelmäßig an längere Flugstrecken herantasten soll. Fast jedesmal stürzt kurz vorher gerade ne Maschine ab und alle sind mausetot. Das nimmt mir ein wenig die Motivation, muss ich gestehen, das Fliegen verhaltenstherapeutisch häufig bzw. regelmäßig durchzuführen. Ich denke jedesmal: Das ist vielleicht dein letzter Urlaub und kann ihn nur begrenzt genießen, weil ja der Rückflug noch ansteht.
Gruß,
Branden
Guten Abend!
Ich (52) bin ein paar Mal geflogen; das weiteste war ins Heilige Land. Übrigens auch bei der Bundeswehr, wo wir 100 km mit dem Hubschrauber transportiert wurden; das waren die schönsten Flüge!
Mein Rat: Könnt ihr euch nicht einfach auf eine „Auszeit“ verständigen? Lasst euch ein Wochenendticket heraus und fahrt einfach irgendwohin! Oder nehmt den Bus; Holland, Dänemark, was weiß ich? Könnte es nicht gar etwas wie Übersättigung sein? Also, ich brauch fürs Erste einfach keinen Flug mehr; eine Postschifffahrt im Norden würde mich reizen!
Nein, eine „Therapie“ würde ich mir für etwas Ernsteres aufsparen!
Mit freundlichem Gruß
Sepp
Nimm dir selbst den Druck. Wozu müsst ihr überhaupt fliegen? Ihr habt ein Baby. In einer solchen Situation finde ich Kurzreisen mit der Bahn oder mit dem Kfz angebrachter, als stundenlange Flüge.
Hallo Sepp,
Ich (52) bin ein paar Mal geflogen; das weiteste war ins
Heilige Land. Übrigens auch bei der Bundeswehr, wo wir 100 km
mit dem Hubschrauber transportiert wurden; das waren die
schönsten Flüge!
schade, dass Du mit 52 zu alt für die Bundeswehr bist: Die bieten heute wunderbare Freiflüge bis nach Afghanistan . . . und zumindest den Hinflug könnte man genießen. ;-|
Hey,
Mir kam grade der Gedanke, ob nicht bei solcherleich Unangenehmheiten das selber fliegen helfen täte.
Ich meine, seit ich nen Segelflugkurs gemacht habe (und eigendlich schon vorher) assoziiere ich das Fliegen grade mit der Freihait an und für sich und kam daher auf Streckenflügen noch garnicht auf die Idee, mich eingeengt zu fühlen.
(und wennich mal groß bin, mach ich nen Deltaglider-Schein g)
Okay, ungefährlicher ist die Variante sicherlich nicht.
Liebe Grüße,
Giogio
Hi Amöbe, lange nicht gesehen 
Mir kam grade der Gedanke, ob nicht bei solcherleich
Unangenehmheiten das selber fliegen helfen täte.
Da hast du ganz ohne Zweifel sehr recht! Ich habe sogar schonmal geträumt, dass ich in einer kleinen Maschine mausallein selber geflogen bin - und es hat Spaß gemacht!
Es wäre mir aer zu euer, Flugstunden zu nehmen, insbesondere, weil ich (außerhalb des Traumes) nicht wirklich interessiert bin am Fliegen.
Es grüßt dich
Branden