Hallo Anwar,
aus dem hier geposteten Text gehst Du auf en text von Wolfgang ein. Trotzdem.
ich muss mich über Eure Antworten schon sehr wundern. Sowohl
vom rechtlichen, als auch vom moralischen Standpunkt kann ich
Euch nicht zustimmen.
Über Moral diskutiere ich bei solchen Fragen erst zweitrangig. Die juristischen Folgen sind erheblich höher zu bewerten. Letztlich will hier jemand zu nicht zulässigen Mitteln wie Verteilung eines Flyers greifen und riskiert neben einer Beleidigungsklage bei Nachweis des Umsatzrückganges eine ganz erheblichen Schadenersatzanspruch.
Was willst Du jetzt erreichen?
Eine gute Frage, aber nicht wenn man dann im folgenden Absatz
schon die Antwort gibt, dass nichts mehr zu erreichen sei. Wie
willst Du wissen können, was der Fragende erreichen will und
ob dieses noch zu erreichen ist.
Es gibt nichts mehr nachzutreten. Gegen wen oder was Dein
ehemaliger Arbeitgeber Abneigungen hegt, ob er nur Tunten,
Heteros, Homos, nur Frauen mit Peitsche oder sonstwas mag oder
nicht mag, ist ganz alleine seine Privatsache.
Das sagst Du. Als Kunde würde ich aber schon gerne wissen, ob
der Anbieter, mit dem ich Geschäfte treibe, demokratisch nicht
ganz astrein ist.
Es mag sein, dass es Dich interessiert. Mich interessiert nicht, ob der Betreiber nun links oder rechts des Ufers sitzt. Solange er mich nicht versucht zu behelligen und ich werde als Gast bedient, geht mich das Privatleben nichts an.
Unabhängig von der Unsinnigkeit Deines Vorhabens, wird ein
Jurist (ich bin diesbezüglich absoluter Laie) Möglichkeiten
sehen, Dir jeden Spaß an der Aktion zu verderben.
Das glaube ich kaum. Die maximale juristische Reaktion ist,
sofern keine Beleidigungen usw. vorkommen, die
Veröffentlichung einer adequaten Gegendarstellung, was
effektiv die Kosten der Aktion verdoppelt (gleiche Anzahl
Flyer nochmal).
Schon mal was von Schadenersatz gehört, wenn man vorsätzlich , was ja hinter dieser Absicht steckt, jemand schädigt. Erkläre mir nicht, dass jemand, der socleh Aktionen plant, nicht die Folgen kennt. Er will doch diese Folgen. Was Wolfgnag hier richtig erwähnt hat ist, was es denn soll, wenn ein Urteil ergangen ist, ihm, dem Flyer-Mann zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht ein Ausgleich geschaffen wurde. Die Logik, hätte ich hier eine Vertretung der Gegenseite ist auch, wie denn der frühere Arbeitnehmer erst jetzt, wenn er keine Schäden verursachen wollte, sich mit dem privaten Umfeld des Arbeitgebers ausdeinandersetzt, während ihm dies während seiner Berufstätigkeit egal war.
Wenn Du
interne Informationen nutzt, die Dir als Angestellter
zugänglich waren oder Dir sogar unbefugt Einblick verschafft
hast und daraus jetzt Kapital schlagen willst, läßt sich
daraus ein Strick drehen.
Ahhh!!! Das ist horrend falsch! Ein Strick lässt sich nur
daraus drehen, wenn er Informationen benutzt, die für den
laufenden Betrieb relevant sind (sonst würden sich ja alle
Azubis strafbar machen - sie nutzen ja Wissen/Informationen,
die sie erst im Betrieb erhalten haben) und in einer Art und
Weise, die direkt und auf unlautere Weise dem Betrieb Schaden
zufügen (sonst dürfte man als Angestellter ja nie den eigenen
Chef anzeigen).
Du kennst aber den Unterschied, beruflich erworbene Kenntnisse auch später zu nutzen und beruflich erworbene Kenntnisse oder Kentnnisse am Arbeitsplatz öffentlich zu verwreten ?
Wenn dann noch etwa Verleumdung dazu
kommt, hat der Strick gleich den passenden Knoten.
Das stimmt wieder. Aber Verleumdung kann ich darin nicht
erkennen.
Es ist eien Beleidigung.
Ich rate Dir dringend, die Finger von solchen albernen
Aktionen zu lassen. Mache nichts dergleichen, hake die Sache
endgültig ab!
Wunderbar, da ist sie wieder die deutsche
Duckmäusermentalität. In anderen Ländern werden solche
Whistleblower geachtet und respektiert, hier werden sie als
alberene Unruhestifter gebrandmarkt. Gut, dass meine Koffer
schon gepackt sind.
Es geht doch hier nicht um Duckmäuser. Hier geht es schlichtweg um den Rachefeldzug eines Arbeitnehmers. Und solche Aktion haben nichts mit Zivilcourage zu tun die durch Duckmäusertum aufgegeben wird sondern hier geht es darum, dass niemand ein Recht hat, eine andere Person in den eigenen Rechten zu beschneiden.
Grüsse Günter