Hi Ralf,
hinsichtlich der Sicherheit beim Fliegen gilt folgendes: Statistiken sind mit Vorsicht zu geniessen, denn eine Langstreckenmaschine macht weniger „gefährliche“ Starts und Landungen als ein Kurzstrecken-Flugzeug. Kleine Flugzeuge haben weniger Passagiere an Bord, große mehr, manche fliegen weiter als andere - alle Aussagen a la „Airline XY hat einen Faktor von 1 Toten auf 1 Million beförderte Passagier oder Meilen“ sind also relativ und jeder bemüht in diesem Zusammenhang die Statistik, die ihm am günstigsten erscheint.
Außerdem haben Airlines im gemäßigten Wetter Europas oder Nordamerikas, noch dazu bei der guten technischen Ausrüstung der Airports, weniger Probleme eine gute Sicherheitsstatistik hinzulegen als gleichgut fliegende Piloten in ungünstigeren Wettergebieten der Erde. Das vorneweg um klarzumachen daß Unfallstatistiken in der Fliegerei immer kritisch zu betrachten sind und immer so ausgelegt werden daß sie genau die These belegen, die man gerne unterstreichen möchte…
Trotzdem hat man berechnet daß die technische Ausfallsicherheit moderner Flugzeuge bei 1:10 Millionen liegt. Das Verhältnis von technischen Versagen zu menschlichem Versagen liegt in den letzten 15 Jahren bei 1:10. Bei ordentlicher Wartung ist das Problem heute also nicht mehr die Maschine, sondern der Mensch, der sie fliegt.
Entscheidend für die technische Sicherheit eines Flugzeugs ist allerdings die Wartung. Wird diese sorgfältig durchgeführt kann auch ein an Dienstjahren altes Flugzeug eine neue Maschine in der Sicherheit in den Schatten stellen. Es ist immer wieder „witzig“ mitzubekommen wie Airlines mit dem angeblich jungen Alter ihrer Flotte werben: völliger Unfug, entscheidend ist eine gute Wartung. In diesem Punkt unterscheiden sich Flugzeuge komplett von Gebrauchtwagen.
Für die Zulassungsbehörden müssen Flugzeuge nachweisen daß sie auch bei einem Ausfall von 50% Triebwerksschub fliegbar bleiben. Berechnet man nun die Leistungsreserve von 2- und 4-Strahlern stellt man fest daß die 2motorigen Maschinen den wesentlich größeren Kraftüberschuß pro Triebwerk haben, denn das 1 verbleibende Triebwerk muß in diesem Fall die komplette Reserve aufbringen, bei 4-Strahlern verteilt sich die Reserve auf 2 Triebwerke. Es gibt Statistiker die 2strahlige Maschinen deswegen für sicherer halten.
Ganz nebenbei: selbst wenn alle Triebwerke ausfallen kann man ein Flugzeug weitersegeln. Da 2-Strahler nach den sog. ETOPS-Regeln (Engines turning or passengers swimming
Na gut, im Ernst: Engine twin Operations) nur über eine festgelegte Entfernung vom nächsterreichbaren Airport entfernt fliegen dürfen - im Gegensatz zu 4-Strahlern, die sich soweit sie wollen vom Land entfernen dürfen - würde ich mir nicht ins Hemd machen bzw. ist es am Ende völlig egal ob Du in einer 2- oder 4strahligen Maschine fliegst.
Die physikalischen Einflüsse - also vor allem das Wetter - wirken auf jedes Flugobjekt gleich ein. So betrachtet ist es ebenfalls völlig egal in welchem Muster man reist. Turbulenzen, wie Du sie erlebt hast, wirken also nicht in unterschiedlichen Flugzeugtypen unterschiedlich. Mit dem Wetter kann man eben Glück oder Pech haben.
Wenn Du möglichst ruhig sitzen möchtest platziere Dich oberhalb der Flügel, weil selbige die Nickachse des Flugzeugs darstellen.
Aus der von Dir aufgezählten Litanei an Flugzeugtypen schließe ich daß Du mit LH zu fliegen gedenkst. Beachte aber daß LH auch Codeshare-Flüge anbietet, also Du hast ne LH-Flugnummer, sitzt aber in einer Maschine ihrer StarAlliance-Partner. A340 fliegt bei der LH, 777 nur bei United Airlines, 744 wird von beiden betrieben.
Unter Sicherheitsaspekten spricht nichts gegen UA, aber falls Du unterwegs, um Verständnisschwierigkeiten zu vermeiden, lieber deutsche Ansagen an Bord hörst solltest Du das im Hinterkopf halten um nicht in der Erwartung eines LH-Fluges mit entsprechender Flugnummer doch in einer UA-Maschine zu landen.
Was Service und Komfort angeht ist nicht schwer zu ahnen daß man in der First Class besser sitzt als in der Business, dort aber noch besser als in der Sardinenklasse. Daß die Preise dementsprechend ausfallen ist aber auch klar. 
Welche Airline sich durch besonders guten Service hervortut kann ich Dir nicht sagen, genauso wenig wie ich weiß wer den größten Sitzabstand bietet. Ich kenne mich eher mit den fliegerischen Aspekten aus.
Ich würde mir an Deiner Stelle keine Sorgen über die Sicherheit der aufgelisteten Flugzeugtypen machen. Die sind alle so dicht beieinander, das nimmt sich nix. Der reine Flugkomfort nimmt sich in aerodynamischer Hinsicht auch nix, allein der Service und der Preis variieren je nach Airline.
Und last not least: Flying is not dangerous, crashing is dangerous… 
Schöne Grüße und guten Flug,
MecFleih