Flugzeug für Interkontinental-Flug

Hallo,

danke erstmal an alle, die weiter unten auf meinen „Rundreise von San Francisco aus…“ Post geantwortet haben.

So, für meinen Flug über den Atlantik kann ich nun zwischen folgenden Flugzeugen wählen:

  • Airbus A340(-300)
  • Boeing 747(-400 oder -P)
  • Boeing 777 (wirklich nur 2 Triebwerke? *g*)

Irgendwelche Informationen von Vielfliegern hier, welche der Maschinen zu empfehlen ist?
(Ich meine, bei 11 Stunden Flugzeit kann man ja mal über die Maschine nachdenken…)
Ich glaube, vor zwei Jahren bin ich mit der Boeing 747 geflogen, 500+x Leute sind schon ne Menge im Flugzeug… :smile:

Ansonsten war der Hinflug völlig okay, auf dem Rückflug hat es uns 2…3 Stunden lang doch ein bißchen durchgerüttelt (über dem Atlantik), das war etwas unangenehm…

Ralf

Hey,

die Frage welches Flugzeug Du zur Auswahl hast finde ich eher zweitrangig. Die wichtigere Frage ist doch, wieviel Platz hast Du in dem Flieger. Das ist aber von Gesellschaft zu Gesellschaft unterschiedlich. Wenn Du also mitteilst mit welcher gesellschaft Du zu fliegen gedenkst, kann Dir sicherlich geholfen werden.

In der Regel sind die Interkonti-Flieger mit der 3 - 4 - 3 Bestuhlung ausgestattet. Der Sitzabstand zum Vordersitz ist aber variabel.

Sollte Deine Frage auf die Sicherheit der einzelnen Typen hinzielen, so hängt das natürlich vom Wartungszustand der Maschinen ab und der ist je nach Gesellschaft auch unterschiedlich.

Grüsse

Hallo Ralf,

wie schon Ralph geschrieben hat, ist die Fluggesellschalt wichtiger, als der Flugzeugtyp. Da Du geschäftlich fliegst, nehme ich an Du fliegst Business-Klasse?!?. Da kann ich Dir Singarpore Airline empfehlen. Im Gegensatz zu Lufthansa gibt es hier nur zweier Sitze und Du kannst deinen Sitz quasi zum Bett machen. Ausserdem knieen sich die Stewardessen beim bedienen :wink:

Die 747 würde ich wählen, weil sie meines Wissens nach die schnellste der genannten Maschinen ist.

Gruß und gute Reise,
Joe

Hi Ralf,

ich bin meistens mit der Boing geflogen. Da ich über 9 monate ein bis zweimal im Monat MUC/FRA-SFO geflogen bin, kenne ich die Business und First Class dieser Maschine auswendig. Den Airbus bin ich auch ein paar mal geflogen, finde den aber aus völlig subjektiven Gründen nicht so toll. Ich mag es in der Business ganz vorne zu sitzen, erstens kommen da nicht ständig Leute aus der Touristenklasse vorbei die entweder einmal die erste Klasse sehen wollen oder die Toilette der ersten Klasse benutzen. First im Jumbo ist natürlich ein Traum. Oben zu sitzen, unbehelligt von allen anderen, die Stewardessen nennen Dich nach dem Platz nehmen beim Namen und lesen Dir jeden Wunsch von den Augen ab. So müßte Fliegen immer sein. Wenn Du wirklich geschäftlich fliegst und das auch noch Business, dann wirst Du auch Vollzahler sein. Zieh Dir was anständiges an, sei früh genug da und sei freundlich am Check-in. Wenn Du vorsichtig nachfragst ob die First ausgebucht sei, kann es passieren, daß man Dich upgradet. Ist mir bei ca. jedem 3. Flug passiert. Ansonsten kannst Du ja auch Upgrade (Check-in) Vouchers verwenden, so Du welche hast. Die Damen am Check-in vergeben die offenen First Class Plätze am liebsten an Vollzahler, die den Eindruck machen, daß Sie nicht ausflippen in der First, sich aber doch ehrlich freuen.

Gruß und viel Spaß in SFO und Umgebung.
Falckus

747 oben
Hallo Falckus,

sitz mal bei British Airways oben in der 747…
Beim einchecken wurden wir gefragt, ob wir oben oder unten sitzen wollen. Ich sagte natürlich sofort oben.
Die BA hat oben im Jumbo extrem enge Chartersitze.
Also wie gesagt, auf die Linie kommt es an.

Gruß, Joe

Hallo,

ah ja, hatte ich vergessen - fliege mit Lufthansa.
Andere Airlines lohnen auf dieser Strecke nicht (kein Direktflug D-SFA, teurer,…)

Und: Trotz „Dienstreise“ bleibt es bei Economy Class - ich verbrate ja schließlich Steuergelder… :smile:

Ralf

Hallo Ralf,

flieg europäisch … also Airbus … ungemütlich werden sie alle, aber der Airbus ist noch am gemütlichsten von allen, meine subjektive Meinung. Des weitern kann man davon ausgehen, daß gerade in diesen wirren Zeiten das Fluggerät kurzfristig geändert wird. Also mach dir keinen Kopf und komm einfach heile wieder!

Gott zum Grusse

Andrés

Deswegen schrieb ich ja auch First Class, die ist nämlich bei Linie oben. Charterfliegen versuche ich zu vermeiden, wenn es länger als zwei Stunden dauert. Falls es nicht anders geht, dann nur Condor, da man da mit LH Milen upgraden kann.

Gruß
Falckus

Hi Ralf,

hinsichtlich der Sicherheit beim Fliegen gilt folgendes: Statistiken sind mit Vorsicht zu geniessen, denn eine Langstreckenmaschine macht weniger „gefährliche“ Starts und Landungen als ein Kurzstrecken-Flugzeug. Kleine Flugzeuge haben weniger Passagiere an Bord, große mehr, manche fliegen weiter als andere - alle Aussagen a la „Airline XY hat einen Faktor von 1 Toten auf 1 Million beförderte Passagier oder Meilen“ sind also relativ und jeder bemüht in diesem Zusammenhang die Statistik, die ihm am günstigsten erscheint.
Außerdem haben Airlines im gemäßigten Wetter Europas oder Nordamerikas, noch dazu bei der guten technischen Ausrüstung der Airports, weniger Probleme eine gute Sicherheitsstatistik hinzulegen als gleichgut fliegende Piloten in ungünstigeren Wettergebieten der Erde. Das vorneweg um klarzumachen daß Unfallstatistiken in der Fliegerei immer kritisch zu betrachten sind und immer so ausgelegt werden daß sie genau die These belegen, die man gerne unterstreichen möchte…

Trotzdem hat man berechnet daß die technische Ausfallsicherheit moderner Flugzeuge bei 1:10 Millionen liegt. Das Verhältnis von technischen Versagen zu menschlichem Versagen liegt in den letzten 15 Jahren bei 1:10. Bei ordentlicher Wartung ist das Problem heute also nicht mehr die Maschine, sondern der Mensch, der sie fliegt.

Entscheidend für die technische Sicherheit eines Flugzeugs ist allerdings die Wartung. Wird diese sorgfältig durchgeführt kann auch ein an Dienstjahren altes Flugzeug eine neue Maschine in der Sicherheit in den Schatten stellen. Es ist immer wieder „witzig“ mitzubekommen wie Airlines mit dem angeblich jungen Alter ihrer Flotte werben: völliger Unfug, entscheidend ist eine gute Wartung. In diesem Punkt unterscheiden sich Flugzeuge komplett von Gebrauchtwagen.

Für die Zulassungsbehörden müssen Flugzeuge nachweisen daß sie auch bei einem Ausfall von 50% Triebwerksschub fliegbar bleiben. Berechnet man nun die Leistungsreserve von 2- und 4-Strahlern stellt man fest daß die 2motorigen Maschinen den wesentlich größeren Kraftüberschuß pro Triebwerk haben, denn das 1 verbleibende Triebwerk muß in diesem Fall die komplette Reserve aufbringen, bei 4-Strahlern verteilt sich die Reserve auf 2 Triebwerke. Es gibt Statistiker die 2strahlige Maschinen deswegen für sicherer halten.
Ganz nebenbei: selbst wenn alle Triebwerke ausfallen kann man ein Flugzeug weitersegeln. Da 2-Strahler nach den sog. ETOPS-Regeln (Engines turning or passengers swimming :smile: Na gut, im Ernst: Engine twin Operations) nur über eine festgelegte Entfernung vom nächsterreichbaren Airport entfernt fliegen dürfen - im Gegensatz zu 4-Strahlern, die sich soweit sie wollen vom Land entfernen dürfen - würde ich mir nicht ins Hemd machen bzw. ist es am Ende völlig egal ob Du in einer 2- oder 4strahligen Maschine fliegst.

Die physikalischen Einflüsse - also vor allem das Wetter - wirken auf jedes Flugobjekt gleich ein. So betrachtet ist es ebenfalls völlig egal in welchem Muster man reist. Turbulenzen, wie Du sie erlebt hast, wirken also nicht in unterschiedlichen Flugzeugtypen unterschiedlich. Mit dem Wetter kann man eben Glück oder Pech haben.
Wenn Du möglichst ruhig sitzen möchtest platziere Dich oberhalb der Flügel, weil selbige die Nickachse des Flugzeugs darstellen.

Aus der von Dir aufgezählten Litanei an Flugzeugtypen schließe ich daß Du mit LH zu fliegen gedenkst. Beachte aber daß LH auch Codeshare-Flüge anbietet, also Du hast ne LH-Flugnummer, sitzt aber in einer Maschine ihrer StarAlliance-Partner. A340 fliegt bei der LH, 777 nur bei United Airlines, 744 wird von beiden betrieben.
Unter Sicherheitsaspekten spricht nichts gegen UA, aber falls Du unterwegs, um Verständnisschwierigkeiten zu vermeiden, lieber deutsche Ansagen an Bord hörst solltest Du das im Hinterkopf halten um nicht in der Erwartung eines LH-Fluges mit entsprechender Flugnummer doch in einer UA-Maschine zu landen.

Was Service und Komfort angeht ist nicht schwer zu ahnen daß man in der First Class besser sitzt als in der Business, dort aber noch besser als in der Sardinenklasse. Daß die Preise dementsprechend ausfallen ist aber auch klar. :wink:
Welche Airline sich durch besonders guten Service hervortut kann ich Dir nicht sagen, genauso wenig wie ich weiß wer den größten Sitzabstand bietet. Ich kenne mich eher mit den fliegerischen Aspekten aus.

Ich würde mir an Deiner Stelle keine Sorgen über die Sicherheit der aufgelisteten Flugzeugtypen machen. Die sind alle so dicht beieinander, das nimmt sich nix. Der reine Flugkomfort nimmt sich in aerodynamischer Hinsicht auch nix, allein der Service und der Preis variieren je nach Airline.

Und last not least: Flying is not dangerous, crashing is dangerous… :wink:

Schöne Grüße und guten Flug,

MecFleih

Hallo,

danke für die Antworten - aber Deinen Beitrag, MecFleih (*g*), fand ich besonders beeindruckend…

OK, da es noch andere Prioritäten gibt, ist es jetzt 747 (LH) für Hinflug und 777 (geht wohl über UA) für Rückflug geworden.

Wenn jetzt hier mehrere Leute gesagt hätten
„B777 ist für 11 Stunden Interkonti total ungeeignet…“
oder
„A340 ist total entspannend, nimm den Airbus…“,
dann hätte ich vielleicht Empfehlungen ableiten können. Die Wahl scheint eben aber doch subjektiv zu sein bzw. die erlebbaren Unterschiede nicht sooo groß…

Ralf