Hallo!
Ich habe gehört, dass der Fluorid-Zusatz in unserem Kochsalz vermehrt zu Krebs führen soll.
Stimmt das?
Gruß
Paul
Hallo!
Ich habe gehört, dass der Fluorid-Zusatz in unserem Kochsalz vermehrt zu Krebs führen soll.
Stimmt das?
Gruß
Paul
Hallo Paul,
Stimmt das?
auch Dihydrogenmonoxid kann Krebs erzeugen.
Man darf nicht alles glauben, was ‚man‘ so sagt
Gandalf
Hi,
auch Dihydrogenmonoxid kann Krebs erzeugen.
das stimmt interessanterweise schon irgendwie.
Wasser verursacht täglich um die tausende von Mutationen in jeder unserer Zellen (hydrolytische Depurinierung und Desaminierung). Ich habe leider die Quellen nicht parat. Es gibt zu dem Thema einiges an Publikationen, viel aus den 70ern und 80ern. Die spontanen Mutationsraten sind schwer zu messen, daher ist man sich über die genaue Zahl natürlich alles andere als einig, aber in der Größenordnung von einigen 1000 bis einigen 100000 pro Genom liegen alle Angaben.
Natürlich werden die allermeisten Mutationen sofort wieder repariert, aber kein Reparatursystem arbeitet 100,0%ig. Es bleiben ein paar Mutationen übrig, und die können eben auch in wichtigen Genen oder regulatorischen Sequenzen auftreten, welche Zellwachstum und -teilung steuern, so dass die betroffene Zelle entarten kann.
Also ja: Dihydrogenmonoxid kann Krebs erzeugen.
Man darf nicht alles glauben, was ‚man‘ so sagt
Da ich Dir jetzt keine Quellen nennen kann, darfst Du mir glauben 
LG
Jochen
Da ich Dir jetzt keine Quellen nennen kann, darfst Du mir
glauben
LOL!
Da ich Dir jetzt keine Quellen nennen kann, darfst Du mir
glaubenLOL!
ok, ok, für die Ungläubigen:
ich habe weder Zeit noch Lust, die Recherche nochmal zu machen. Ich habe sie mal gemacht, und zwar hierfür: ISBN:3897228173 Buch anschauen, aber das ist viele Jahre her und die Daten habe ich nicht hier. Auf die Schnelle finde ich einen Fachartikel von Lindahl aus 1993, der immerhin in Nature veröffentlicht wurde. Leider habe ich keinen Zugang zum Volltext, aber in der Zusammenfassung steht (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/8469282?dopt=Abst…):
Although DNA is the carrier of genetic information, it has limited chemical stability. Hydrolysis, oxidation and nonenzymatic methylation of DNA occur at significant rates in vivo, and are counteracted by specific DNA repair processes. The spontaneous decay of DNA is likely to be a major factor in mutagenesis, carcinogenesis and ageing, and also sets limits for the recovery of DNA fragments from fossils.
Der Artikel wurde zitiert von De Bont und van Larebeke (Mutagenesis, 2004: http://mutage.oxfordjournals.org/cgi/content/full/19…), die im Abschnitt „Hydrolytic deamination“ schreiben:
DNA bases are susceptible to hydrolytic deamination, although deamination is much less frequent in double-stranded compared to single-stranded DNA (Lindahl, 1993Go). Cytosine and its homologue 5-methylcytosine are the main targets (Lindahl, 1993Go). Between 100 and 500 cytosines/cell/day are deaminated to uracil (Lindahl, 1993Go). DNA contains a fifth distinct base, 5-methylcytosine, which base pairs with guanine. At CpG sequences it is involved in silencing gene expression (Li et al., 1992Go). 5-Methylcytosine is a preferred target for spontaneous mutagenesis, primarily because of the fact that 5-methylcytosine can be deaminated three to four times more rapidly than cytosines (Lindahl, 1979Go) […]
Konkreter werden Shen und Mitarbeiter in einem Artikel in Nucleic Acids Research (1994, http://www.pubmedcentral.nih.gov/articlerender.fcgi?..):
The rate constants for spontaneous hydrolytic deamination of 5-methylcytosine and cytosine in double-stranded DNA at 37 degrees C were 5.8 x 10(-13) s-1 and 2.6 x 10(-13) s-1, respectively. These rates are more than sufficient to explain the observed frequency of mutation at sites containing 5-methylcytosine and emphasize the importance of hydrolytic deamination as a major source of human mutations.
Es ist aufwändig, einen genaueren Überblick zu bekommen. Die o.g. Artikel beleuchten nur Teile der durch Wasser bedingten Mutationen. Aber es sollte als Rechtfertigung herhalten können.
Ach ja: in Wikipedia sind auch die betreffenden Reaktionsgleichungn zu finden (zB. die Desaminierung in http://en.wikipedia.org/wiki/Deamination).
LG
Jochen
Servus Paul,
ein Durchschnittsmensch von 70 Kg enthält etwa 2,5 g gebundenes Fluor. Fluoride sind essentiell für den menschlichen Organismus. Wir müßten uns wie Nacktschnecken über den Boden bewegen, wenn es keine Fluoride gäbe, denn diese werden zum Aufbau und Erhalt der Knochensubstanz benötigt. Siehe z.B. hier:
www.dpc-biermann.de/broschueren/Knochen_Mineral.pdf
Im Meerwasser ist es zu 0,0001% enthalten, damit findet es sich auch im Himalaja-Salz des New-Age.
Wenn Du trotzdem vorsichtshalber eine fluor-freie Umgebung aufsuchen wolltest, wird’s schwierig: Fluor ist im gesamten Weltall mit einem Protentsatz von 0,00004 anzutreffen. Also auf zum nächsten schwarzen Loch - da weiß man es wenigstens nicht. 
Gruß
Kai
Ja, ja, das logische Denken.
Da man heute immer noch nicht so ganz genau weiß, wie der Krebs „funktioniert“, ist man eben auch auf Versuche und Tests angewiesen.
In der DDR, wo jeder Pfennig für das Gesundheitswesen eine Staatsausgabe war und die Pharmazie nichts verdienen konnte, da sie ebenfalls staatlich war, hatte man logisch gedacht und gehandelt.
Dem Trinkwasser wurde Fluorid zugesetzt. Und siehe da, so sanken in diesen Gebieten unter anderem die Kariesfälle drastisch.
Ich weiß, dass man in diesen Gebieten alle Krankheiten besonders genau registrierte (war ja alles staatlich).
Ich sage es mal etwas sarkastisch: Bei Millionen von Versuchskaninchen trat keine Erhöhung der Krebsfälle auf. Warum denn nun bei Ihnen? So schön sind sie…
Ich bin Berliner. Ich weiß nun nicht, ob sie diesen Humor verstehen?
Also, die Frage war sehr berechtigt! Sie ist unbegründet.
Was zu beweisen war.
Danke an alle!
Ich sage es mal etwas sarkastisch: Bei Millionen von
Versuchskaninchen trat keine Erhöhung der Krebsfälle auf.
Warum denn nun bei Ihnen? So schön sind sie…
Ich bin Berliner. Ich weiß nun nicht, ob sie diesen Humor
verstehen?
Für Humor (oder Hummer) bin ich immer zu haben 
Ja schöne Ausführung. Dankeschön, auch an die anderen.
Ich glaube mal das hat meine Zweifel besänftigt.
Gruß
Paul