Flussdichte des Dauermagneten

Hallo,

wie empfindlich muß ein Hall-Sensor sein, damit ich die Ausrichtung eines Dauermagneten messen kann ? Natürlich kommt das auf die Geometrien und Materialien und gewünschte Auflösung an. Aber liegt es in der Größenordnung halbe Tessla oder eher einige mT ?

vielen Dank,

Uwe P.

Hallo Uwe,

ich habe mal mit einem Hall-Sensor B direkt auf der Oberfläche eines Neodym-Magn. gemessen, das waren (obwohl das ein rech kräftiger Magnet ist!) bescheidene 10 mT.
Also solltest du mindestens Auflösungen von 0,1 mT … 0,01 mT … haben.

Gruß Kurt

Hallo Kurt,

vielen Dank für Deine Messung.

–> Das bestätigt mich in der Annahme, daß ich den möglichst empfindlichen Sensor aus der Reihe nehme (1 G = 10 mV bedeutet 0,1mT). Das kann ich dann mit Operationsverstärkern entsprechend pushen. Oder über den Abstand verringern. Wollte halt nicht Größenordnungen daneben liegen.
–> In diesem Zusammenhang : Das Feld wird immer schön mit Linien dargestellt. Nach aussen hin halt weniger, weil dort die Intensität abnimmt. Intessant wäre in diesem Zusammenhang eine „Höhenangabe“ wie bei Topografischen Karten, Potentialunterschied zwischen zwei Linien sind 0.1mT o.s.ä. Gibt es Diagramme, die den Intensitätsverlauf darstellen, wenn ein Stabmagnet neben dem Sensor gedreht wird ? Sinus wird das wohl nicht sein. Wäre es Sinus, wenn der Magnet aus einem Atom bestehen würde ?
–> War nicht untätig und habe beim nächstbesten großen „C“ einen KMZ10B von Philips und einen Minuaturmagnet 502048 besorgt http://www2.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/500… dieser hat eine Remanenz von Br = 1185mT. Und das liegt irgendwie einiges über Deinen Angaben. Da fallen mir zwei Gründe zu ein: 1. Dein Sensor war zu weit weg von der Oberfläche, aber das glaube ich nach Deiner Beschreibung nicht. 2. Du hast nicht dort gemessen, wo die lieben Feldlinien senkrecht austreten (wie bei der Erde an den Polen) aber das kann ich mir auch nicht vorstellen. Also bleibt hier ein kleines Fragezeichen und ich würde mich freuen wenn wir das herausfinden könnten. Meiner Vorstellung nach sollte diese Remanenz Deinem gemessenen Wert entsprechen (minus der Verluste auf der Luftstecke)

Wo liege ich falsch ?

Uwe P.

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Hallo Uwe,

keine Ahnung, was da falsch ist. Die Messung hab’ ich schon mehrmals gemacht, kommt immer so ca. 10…13 mT raus. Wir messen mit dem Sensor das Feld einer Spule aus - und das stimmt ziemlich genau mit der Rechnung überein, so dass der Sensor wohl schon ok ist.

Der Sensor kann natürlich nicht wirklich direkt auf der Oberfläche des Magneten messen, er steckt auch in einem kleinen Kunststoffgehäuse. Ich schätze den maximalen Abstand zur Magnetoberfläche auf ca. 1 mm. Die Magnete haben Durchmesser und Höhe ca. 4 mm.

Schau mal bei der Magnetfabrik Schramberg rein, die haben auch ein Berechnungsprogramm im Netz. Da kommen aber auch viel größere Werte raus als bei meiner Messung …
http://www.magnete.de/index.php
Gruß Kurt

Wer misst misst Mist …
Hallo Uwe,
jetz hab ich nochmal gemessen. Alte „aus der Erinnerung-Messung“ war falsch wegen Messbereichsüberschreitung. Das blöde Gerät meckert nicht, wenn der Messbereich überschritten ist, sagt auch nicht „999“ o.ä. sondern es gibt einfach einen viel zu kleinen Wert aus :frowning:(

Also, mit passendem Messbereiich und einem D=10 mm, H=8 mm Nd-Magn. ist B ca. 300 mT direkt (so direkt wie möglich) an der Oberfläche. Das passt dann größenordnungsmäßig zu den Werten von der Magnetfabrik Schramberg.

Gruß Kurt

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