Hallo!
…scheint mir hinsichtlich Baugenehmigung und Kosten eher nicht so :optimal.
Hinsichtlich Genehmigungsfähigkeit und Kosten liegen deine Vorstellungen so weit jenseits der Realität, daß ich gar nicht erst daran dachte, ernsthafte Vorschläge zu machen. Die sähen nämlich anders aus, beinhalteten jedenfalls keine U-Boote.
Zur Genehmigungsfähigkeit: Fenster aus dem Schutzraumbau kann man vergessen. Das sind keine Bauten für den Daueraufenthalt von Menschen und natürliche Mindestbelichtung sowie energetische Anforderungen spielen dort keine Rolle. Schiffbaufenster- und Türen kommen aus ähnlichen Gründen nicht in Betracht. Außerdem wirst du dich über deren Preise wundern. Das ist eine andere Welt als Fenster für den Häuslebauer.
Sinnvollste und zukunftsfähigste Maßnahme dürfte sein, nicht in von Überflutung gefährdeten Gebieten zu bauen. Wenn man’s unbedingt nicht lassen kann oder will, guckt man z. B. nach Hitzacker an der Elbe. Hochwasser ist i. d. R. (es gibt Ausnahmen) kein überraschendes Ereignis. Wenn man in Prag nasse Füße bekommt, wissen die Leute am Unterlauf des Flusses, daß ihnen 2 Wochen später Ähnliches bevorsteht. Diese Zeit nutzt man, um Flutwände zu stellen. Dafür wurden lange vorher Fundamente gebaut, die stabile Pfosten zum manuellen Einsetzen von Wandelementen tragen. So kann man zwar nicht ganze Landstriche sichern, aber für den Schutz eines kleinen Gebiets hat sich die Maßnahme bewährt. Eine andere Maßnahme, z. B. für unbedingt trocken zu haltende Gebäudekomplexe am Hamburger Hafen, sind hydraulisch betätigte Flutsperren, die im Normalfall bündig mit der Umgebungsoberfläche gar nicht zu sehen sind. Für das private Häuschen zu kostspielig. Außerdem ist ständig Wartung erforderlich.
Zurück zur Idee mit der Warft: Das ist die mit Abstand billigste und zuverlässigste Methode, die zudem kaum Unterhaltungsaufwand erfordert. Statt 2 m tief für den Keller auszuschachten, baut man den Keller ebenerdig und schüttet rundherum auf. Ein bißchen Hirnschmalz nebst geeignetem Material ist zwar erforderlich, aber von großem Aufwand kann im Vergleich mit allen anderen Methoden keine Rede sein.
Schließlich muß man davon ausgehen, daß es angesichts steigender volkswirtschaftlicher Schäden absehbar zum Umdenken dergestalt kommt, daß große Überschwemmungsgebiete/Polder ausgewiesen werden, wo Ansiedlungen aufgegeben und neue nicht mehr gebaut werden. Da gibts dann kein Festnetztelefon, kein Stromnetz, keine Wasserversorgung, kein Abwassersiel, überhaupt keine öffentliche Infrastruktur, nur von Schäfereien und Landwirten unterhaltene Wirtschaftswege.
Sollte dieses Umdenken nicht jetzt stattfinden, dann spätestens nach dem nächsten oder übernächsten großflächigen Ereignis mit Schäden in 2stelliger Milliardenhöhe. Es trifft am Portemonnaie, also am empfindlichsten Sinnesorgan des Menschen. Deshalb wird etwas passieren und deine Maßnahmen für einen flutsicheren privaten Bau werden damit obsolet.
Gruß
Wolfgang