förderung eines 5 jährigen

hallo,

unser sohn 5 jahre alt wird in 1,5 jahren eingeschult.wer kann mir tips geben wie ich ihn auserhalb des kindergartens von zu hause aus auf die schule vorbereiten könnte.was würde jetzt schon gut tun an förderung.Ich frage deshalb, da auch ich meinen sohn persönlich darin fördern möchte und er halt nicht nur über kiga.hoffentlich habe ich dieß nicht zu unverständlich geschrieben?

grüße steffi

Hallo Steffi,

ich hatte vor kurzem eine ähnliche Frage gestellt. Habe nebenbei im Net gesucht und wurde hier

http://www.kindergartenpaedagogik.de/1228.html

mehr als fündig und kam zu mancher Einsicht …

Auch das ist interessant
http://www.kindergartenpaedagogik.de/1017.html

viele Grüße
Bärchen

Hallo Steffi,
es gibt doch jede Menge Lernspielzeug (Bandolino, Mini-Lük, etc.)
Das habe ich mit meiner Tochter vor Einschulung auch benutzt.
Da macht das Lernen auch Spaß. Zusätzlich hat sie sich immer diese Rätsel-Bücher schenken lassen. Die sind altersentsprechend aufgebaut. Gibt es in der Buchhandlung. Die haben wir abends im Bett bearbeitet. Einen Bücherei-Ausweis hat sie auch seit ihrem 5. Lebensjahr. Da ist die Lektüre ja kostenlos! Auch viele Spiele! Eines ist zu bedenken: Die Lehrerin möchte den Kindern auch noch was beibringen! Ob ein ZUVIEL die erste Zeit in der Schule langweilig werden läßt?

Viel Freude
Gruss iris

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Schulreife
Hallo Steffi!!

So wie ich dich verstanden habe, möchtest Du Deinem Sohn auch zu Hause Gelegenheiten zur Förderung geben. Ich würde erst einmal schauen, was so alles im KIGA zu diesem Thema angeboten wird. Manche Einrichtungen bieten verschiede Projekttage oder Wochen an, die speziell für ältere Kinder „ausgearbeitet“ werden. Falls dies der Fall ist, kann man dort auch für zu Hause einen guten Ansatz finden um Themen aufzuarbeiten oder weiterzuführen. Natürlich darf man dabei die Motivation nicht ausser Acht lassen. Neugierde und eigenes Interesse sind der beste Weg. Bloss nicht stures Auswendig lernen. Manche verstehen unter Schulreife und Schulfähigkeit:" Ich setze mich zu Hause mit dem Kind hin und übe fleissig rechnen und das ABC…!!!" Bloss nicht!! Schulreife bedeutet nicht nur kognitive sondern auch soziale Kompetenz. Richte Dich nach Interessen Deines Kindes. Daraus lässt sich viel machen, z.B.:
Museumsbesuche, Musik- und Malschulen, Bildbetrachtungen,Experimente, Gartenarbeit, Lexikas, Bilder- und Wimmelbücher,Reime und Sprachspiele, und ganz wichtig- BEWEGUNG, usw.
Frag Deinen Sohn. Er wird bestimmt auch Ideen mit einbringen.

Viel Spass beim Ausprobieren…

Liebe Grüsse von Simone!

Hallo

Achte nur darauf, dass du - falls dein Sohn es nicht von sich aus wünscht - nicht schon mit dem regelrechten Schulstoff anfängst. Die Schule könnte dadurch sehr langweilig werden.

Wenn dein Sohn allerdings von sich aus Buchstaben und Zahlen lernen möchte, dann sollte man es auch nicht verhindern, und auf seine Fragen eingehen.

Viele Grüße
Thea

Hallo Steffi,

Deutsch + Lesen:
Rede mit deinem Kind wie mit jedem Anderen (Erwachsenen) auch.
Keine Scheu vor Fremdwörtern, komplizierten Satzbauten.
Frag bei schwierigen Wörtern nach ob er die Bedeutung kennt, erkläre sie wenn nötig.
Spiele beim Autofahren Nummernschilder erkennen bzw. Buchstaben suchen.
Lese selbst, als Vorbild, wenn dein Kind in der Nähe ist.
Biete Vorlesen an und setzt euch so hin, daß er mit reinschauen kann. Ab und zu pickst du dir ein einfaches Wort raus und sagst: „guck so schreibt man Auto“

Mathematik:
Beim Kochen, beim Spazieren, beim Spielen…überall gibt es irgendetwas zum zählen. Mach es vor und versuch ihn dafür zu begeistern.

So habs ich jedenfalls gemacht und wir (meine Tochter und ich) sind zufrieden mit dem Ergebnis.
Gruß D.K.

Hi!

Nichts ist so spannend und lehrreich wie DAS LEBEN.
Zählen und vor allem einen Zahlenbegriff (also eine Vorstellung von den Zahlen) entwickeln Kinder, wenn sie beim Einkaufen oder beim Kochen helfen. Einfaches dividieren (bis :4) haben meine Kinder (nicht nur, aber auch) beim Gummibärliaufteilen gelernt. *g*
Vorlesen ist auch immer gut, Zwischenfragen müssen halt erlaubt und erwünscht sein.
Je mehr man ein Kind in Alltagsarbeiten integriert, umso mehr interessante Fragen und Gesprächsthemen ergeben sich.

Zumindest bei meinen Kindern hat sich das bewährt, Großmutters Mini-LÜK blieb hingegen unbeachtet.

alien

Hi

Bei unserem Grossen (fast fünf) kommen bestimmte Dinge von alleine die wir dann auch fördern. Wenn er anfängt zu zählen und weiß nicht weiter (oder verhaspelt sich) dann helfen wir ihn, wenn er seinen Namen schreiben üben möchte, dann schreiben wir ihn den vor, so dass er ihn nachmalen kann aber als Vorbereitung auf die Schule sehe ich so etwas nicht.

Ich finde es wichtiger, dass ein Kind lernt sich zu konzentrieren. Dieses kann man gut durch Gesellschaftsspiele üben. Ich glaube das ruhig sitzen in der Schule, zuhören und sich zu konzentrieren ist im Gegensatz zum Kindergarten die grösste Umstellung. Bei uns gibt es keine Vorschule (wohne in SH) und somit finde ich schon das es vorher ein bisschen geübt werden muss.

Ansonsten finde ich so Dinge wie sich selbst du Schuhe zubinden zu können, vielleicht die Uhr lesen zu können eine gleichwertige Vorbereitung auf die Schule als das es schon richtig lesen oder rechnen kann. Unser hat seit einigen Wochen ein eigenes Interesse an Geographie entwickelt. Er will von allen Bekannten wissen wo die schon mal im Urlaub waren und wo das Land ist. Das kommt auch ein bisschen durch meinen Job und das er mich öfters von der Arbeit abholt. In so einem Moment kann man das Interesse natürlich schon (wie beiläufig) fördern und so haben wir ihm auch einen beleuchteten Globus gekauft. Es soll für ihn „nur“ eine Lampe sein aber wenn er mag dann zeigen wir ihm selbstverständlich auch wo das eine oder andere Land ist. Ich denke mal so macht das Lernen für ihn auch Spass und wie gesagt kommt es von ganz alleine.

Viele Grüße
Me

Unterstützen - nicht lehren!
Hi!

Ich würde den Zwerg in den Dingen, die ihn interessieren, unterstützen!

Viel lesen, vorlesen, ins „normale“ Leben mit einbeziehen. Statt der normalen Vorlesegeschichten auch mal das ein oder andere Kindersachbuch nehmen (die sind so breit gefächert, dass es da kein Interessenmanko geben sollte)…

Was ich NICHT machen würde: Lesen lehren! Da „jede“ Schule irgendein anderes System hat (einige Schulen haben „Lernwörter“, andere lernen anhand von Bildern und den Lauten der Anfangsbuchstaben erst das Schreiben - das Lesen kommt dann automatisch, usw. usf.), läuft man Gefahr, dass das Kind sich dann am Anfang in der Schule zu Tode langweilt…
Oder schlimmer: Er hat das Gefühl, sich zu langweilen und verpasst dann den Übergang zwischen dem, was er weiß und dem Neuen!

Der Hinweis mit der Kommunikation auf „Erwachsenenebene“ wurde schon gegeben. Wenn ein Kind ein Wort nicht versteht, fragt es in der Regel nach (die Hälfte aller Fragen stellt ein Mensch bis zum 7. Lebensjahr). Also keine Angst vor Fremdwörtern. Nur: Viel Geduld mit dem Erklären!

Ich würde mir nicht allzu viel Gedanken machen. Unsere Kindergärten bereiten eigentlich recht gut auf die Schule vor. Und in der Schule sollen sie dann das lernen, was die Schule ihnen vermittelt - nicht zu Hause.
Wenn ich mit meinem Zwerg die Mathehausaufgaben kontrolliere, achte ich mittlerweile immer ganz genau darauf, welchen Rechenweg er wählt. Es bringt nämlich äußerst wenig, wenn ich einen völlig anderen Weg wähle als er. In der Schule werden zwar verschiedene Wege gezeigt, die Kids wählen dann aber den ihren aus - das ist aber leider nicht an allen Schulen der Fall.

Deshalb mein pauschaler Tipp zur Förderung: Dem Kind zuhören und darauf eingehen!
…und dem, was die Erzieherinnen von sich geben, durchaus Beachtung schenken (hier in NRW gibt es ab jetzt eine Art Beurteilung, die nur für die Eltern bestimmt ist)!

LG
Guido

Hallo,
ich würde mich hier anschließen. Einfach im täglichen Leben voll mit einbeziehen, Nachfragen beantworten, viel mit dem Kind sprechen, ab und zu mal was Besonderes unternehmen.

Beispiel:
ich gehe jeden Tag mit meinem Kleinen zu Fuß zum Kindergarten (1 Strecke dauert ca. 1/2 Stunde). Währenddessen entdecken wir unsere Umgebung (die Kindergärtnerin sagte mal zu mir, wieviel doch Maximilian über die Natur weiß, sei erstaunlich) oder spielen verschiedene Rollenspiele. Da wird als Feuerwehrmann Feuer gelöscht, als Polizist Verbrecher gefangen, als Schmied kaputte Schwerter repariert usw. Zu jedem Thema versuche ich gewisse Wissens-Dinge einzuflechten, die er dabei neu lernt…

Beatrix

hallo,
es wurden ja schon viele gute Anregungen gegeben.
Wir hatten eine ähnlich Situation. Daher meine Ergänzung:

Wir förderten unsere Tochter musikalisch. Mit ihren musikalischen Fertigkeiten kann sie sich nun gut identifizieren, ist stolz darauf und hat die Zeit bis zum Schuleintritt gut „überstanden“.
Grüße Peter