Förderung Existenzgründung bei Alg II

Mal angenommen, jemand bekommt ALG II, ist ewig auf der Suche nach Arbeit, bekommt aber immer Absagen. Person X würde sich nun gerne selbständig machen.

Nun hat X sich informiert. X hatte auch bei der IHK ein Gespräch, ob das, was er vorhat, auch seitens der Experten für gut befunden wird. Mal angenommen, die Experten waren begeistert über das Konzept und über die Vorbereitungen, die X im Vorfeld bereits unternommen hat.

Jetzt sagten Experten Person X aber, dass er an Zuschüssen nur 150 € bekommen würde. Super! Schock! Leider kann X kein Darlehen aufnehmen, weil er einen Schufa-Eintrag hat.

Die Frage wäre nun: Wo bzw. wie kommt X noch an Förderungen ran?
Es ist ja nicht so, dass er Zehntausende von Euro bräuchte.

Des Weiteren weiß X jetzt leider nicht, wie die Förderung heißt; er müsste sich mal mit seinem Berater bei der ARGE unterhalten. Aber diese Förderung ist jedenfalls kein Muss, sondern liegt im Ermessen der ARGE.

Wenn X ALG II bezieht, wie soll er dann eine Existenz gründen?

Man darf ja kein größeres Vermögen haben – wie auch?
Sparen geht ja nicht wirklich! Und ohne Geld und Zuschüsse, kann man sich keine Existenz aufbauen bzw. gründen!

Hat jemand von Euch einen Rat?

Ganz liebe Grüße an alle
danisaar

Ein Teufelskreis nimmt seinen Lauf

Jetzt sagten Experten Person X aber, dass er an Zuschüssen nur
150 € bekommen würde. Super!

Immerhin.
;Schock! Leider kann X kein

Darlehen aufnehmen, weil er einen Schufa-Eintrag hat.

Bedauerlich. Aber das ist auch gut. Denn mit 150 EUR gerademal mehr im Beutel und den Kosten und Risiken des Unternehmens, wäre es Höchstfahrlässig sich jetzt auch noch Schulden aufzupacken. Das Risiko der Überschuldung ist zu groß. Dann steht X nach 6 Monaten Selbständigkeit da und geht geläutert aund als begossener Pudel „zurück“ zur ARGE und nimmt seinen Regelsatz.
Klarer Fall für Peter Zwegat.

Die Frage wäre nun: Wo bzw. wie kommt X noch an Förderungen
ran?

Es gibt noch Förderungen der Länder. Einfach mal informieren. Internetsuchen.

Es ist ja nicht so, dass er Zehntausende von Euro bräuchte.

Dann hat er nachher auch keine zehntausende Schulden.

Des Weiteren weiß X jetzt leider nicht, wie die Förderung
heißt; er müsste sich mal mit seinem Berater bei der ARGE
unterhalten. Aber diese Förderung ist jedenfalls kein Muss,
sondern liegt im Ermessen der ARGE.

Gespräch kann nicht schaden.

Wenn X ALG II bezieht, wie soll er dann eine Existenz gründen?
Man darf ja kein größeres Vermögen haben – wie auch?
Sparen geht ja nicht wirklich! Und ohne Geld und Zuschüsse,
kann man sich keine Existenz aufbauen bzw. gründen!

Es ist ein Teufelskreis. Du sagst es. Der ALG2 tut sich schwer in einen sozialversicherten Job zu bringen, da die Arbeitgeber ihnals einen „Aussätzigen“ betrachten, der jetzt nicht mehr „dazu“ gehört. Hinzu kommt der längere Ausstand aus dem Arbeitsleben. Hier ziehen die Unternehmen oft eine 2-Jahres-Grenze. Was drüber liegt, bekommt die Bewerbungsunterlagen gleich zurück. Liegt auch noch „Altersschwäche“ vor, also ab 45 Jahre, wirds aussichtslos.
Viele sehen dann íhre einzigste Chance in der Selbständigkeit. Aber wo nichts ist, weil ALG2 und Vermögen geht ja nicht, kann natürlich ohne externe Hilfe nichts werden. Andererseits dürfen Förderungen auch nicht rausgeschmissen werden, da es Verschwendung öffentlicher Mittel wäre.

Von privaten Darlehen, ist bei ALG2-Selbständigen eher abzuraten. Die Versagensquote ist enorm. Die Zahlen der „Rückkehrer“ ist groß. Und dann zahl vom ALG2 deine Schulden zurück. Kommen dann private Probleme dazu, ist der völlige Abstieg ins Abseits vorprogrammiert.

Hallo,

ALGII Empfänger können durchaus eine Förderung der Arge erhalten.

Ich habe diese Förderung bekommen, was allerdings viel Überzeugungsarbeit gekostet hat.

Der Ablauf um die Förderung zu bekommen war bei mir wie folgt:

Termin beim Sachbearbeiter erbeten und dabei kurz umrissen das ich mich gern Selbständig machen würde. Auch ich hatte einen Ausgearbeiteten Busnisplan schon vorbereitet.

Der SB hat mich und meinen BP dann zu einem Institut übermittelt wo ich einen 2Wöchigen Kurs für Existenzgründer belegen musste. Bei diesem Kurs wird dein Konzept und deine persönliche Eignung auf Herz und Nieren geprüft.Ist das Institut nach den 2 Wochen der Meinung das die Persönliche Eignung und dein Konzept Tragfähig sind, teilen sie dies deinem SB mit.
Die Förderung wurde mir dann auch umgehenst bewilligt.
Nun heist es auch alle Förderungsmöglichkeiten ausschöpfen.Das bedeutet, du musst deinen SB bei der ARGE echt auf die Nerven gehen.

Ich bekam gefördert: 6000€ für die Existenzgründung plus 1500€ für ein KFZ eine monatliche Zahlung von 285€ für 2 JAhre. Die aber sind von deinem Einkommen abhängig. Auch die Zahlung für das KFZ sind kein muss da sie eigentlich 6000€ enthalten sind. Da kommt es immer auf die felxibilität deines SB an.

Nicht Vergessen die 6000€ müssen zurückgezahlt werden.

Ich hoffe, das ich dir ein wenig helfen konnte.

LG
P.H