Hallo liebe www-Gemeinde,
mein Mann ist seit 1997 selbständig, ich bin bei ihm angestellt (allerdings im Moment im Erziehungsurlaub).
Arbeit gibt es im Moment zum Glück ausreichend, sogar so ausreichend, daß mein Mann teilweise Projekte absagem muß, weil es es einfach nicht schafft (was natürlich auch nicht gut ist, denn dann fehlen wieder die Folgeaufträge). Allerdings zehrt die ganze Situation nicht nur an seiner Gesundheit sondern auch an einem vernünftigen Alltag, da er ständig unterwegs ist. Lange wird er diesen Streß wohl nicht mehr ohne Folgen durchstehen. Nun überlegen wir, jemandem einzustellen. Das Problem ist, daß es ca. 1 Jahr dauern würde, bis derjenige so eingearbeitet ist, daß er genügend erarbeitet um bezahlt werden zu können. Was für Fördermöglichkeiten gibt es? Ich habe jetzt schon auf den Seiten des AA geschaut, das einzige, was wohl in Frage kommen würde, wäre: „Dem Arbeitgeber können bis zu 50 Prozent des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgelts sowie des pauschalierten Arbeitgeber – Anteils am Gesamtsozialversicherungsbeitrag als monatlicher Lohnkostenzuschuss für die Dauer von längstens zwölf Monaten gezahlt werden.“ (Eingliederungszuschuß -> käme für uns auch in Frage, da anvisierter Arbeitnehmer im Moment arbeitslos).
Kennt Ihr noch andere Möglichkeiten? Und vielleicht - habt Ihr ein paar Tipps, was man bei einem Antrag beachten sollte.
Ich danke Euch!
LG
Cea
Hallo!
Mit der 50% Förderung bin ich leider momentan nicht im Bilde - zumindest zeitweilig wurde das abgeschafft! Allerdings habe ich auch läuten hören, dass aufgrund des höheren Erfolges diese Förderung wieder kommt (wieder da ist?!).
Was ihr sonst noch machen könntet: Euer neuer Kollege soll eine ICH-AG gründen. Er „verkauft“ dann quasi sein know-how an Euch.
Ein weiterer Vorteil daran wäre: bei Auftragsflaute muss er dann halt mal ne Woche zu Hause bleiben!
Vielleicht hab ich Euch ja geholfen!
Schönen Gruß
Jürgen
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Hi Cea,
das mit den 50% ist der sog. Eingliederungszuschuß. Den gibbet in zwei Formen:
- für Arbeitslose mit Vermittlungshemmnissen und
- für Arbeitslose mit Behinderungen.
Bei 1. bis max. 50% für ein Jahr, was ein Vermittlungshemmnis ist, kann pauschal nicht beantwortet werden, aus meiner Sicht vermutlich Ermessensentscheidungen. Und da die Arbeitsämter anscheinend etwas klamm in der Kasse sind hoffe ich, dass Ihr Glück habt.
Ansonsten gibt es in den einzelnen Bundesländern evtl. bestimmte Programme, die eine Einstellung fördern. Fragt bei Eurer Landesregierung mal nach (vielleicht Arbeits- oder Sozial- oder Wirtschaftsministerium), die haben überall Referate für Öffentlichkeitsarbeit die Auskünfte geben oder Übersichten der Förderprogramme ihres Bundeslandes haben bzw. wende Dich an die Mittelstandsbank (ehem. KfW) und frage dort.
Viel Glück
Seven
Hallo Jürgen,
Was ihr sonst noch machen könntet: Euer neuer Kollege soll
eine ICH-AG gründen. Er „verkauft“ dann quasi sein know-how an
Euch.
Ein weiterer Vorteil daran wäre: bei Auftragsflaute muss er
dann halt mal ne Woche zu Hause bleiben!
Nee, das genau soll ja nicht passieren. Wenn der erste Schritt in die Selbständigkeit getan ist, ist die Gfahr sehr hoch, daß der nächste Schritt - unsere Auftraggeber direkt anzusprechen - nicht mehr schwer fällt. Wir hatten schon einmal das Problem, jemanden über lange Zeit eingearbeitet zu haben, während dieser nur Wissen abgezogen hat. Der Skrupel, direkter Konkurrent zu uns zu werden war dann zwar doch zu hoch, aber er hat sich branchennah selbständig gemacht. Sicher, eine Garantie kann uns niemand geben, aber wir sind zu lange im Geschäft und haben zu viel Arbeit hineingesteckt um jemandem mal eben das Feld zu überlassen - möglichst noch mit kompletter Einarbeitung und ToDo-Liste …
Gruß
Cea
Guter Tipp…
Hallo Seven,
Danke für die Hinweise, da werde ich mal zum Telefon greifen 
Gruß
Cea
hallo cea,
die agenturen für arbeit fördern momentan eigentlich nur noch drei personengruppen: langzeitarbeitslose (ab einem jahr arbeitslosigkeit), ältere arbeitnehmer (ab 50) schwerbehinderte.
die förderung fängt im grunde bei 10% an und geht bis 50%, von der dauer her von einem Monat bis ca. 12 monaten. hängt aber dann wirklich vom bewerber ab, was der an zusätzlichen vermittlungshemmnissen mitbringt.
du solltest dich mit der entsprechenden agentur in verbindung setzen und ein anforderungsprofil schalten lassen. das kann auch in der form passieren, dass dir /euch nur bewerber vorgeschlagen werden, die die förderungsvoraussetzungen erfüllen.
wichtig ist noch, dass du auf jeden fall vor einer einstellung die förderung beantragen musst.
gruß bianca
hallo cea,
die agenturen für arbeit fördern momentan eigentlich nur noch
drei personengruppen: langzeitarbeitslose (ab einem jahr
arbeitslosigkeit), ältere arbeitnehmer (ab 50)
schwerbehinderte.
richtig, ggf. gibt es auch noch was extras für Langzeitarbeitslose Frauen bzw. Frauen über 50
Gerade die älteren Menschen wären für Euch vielleicht ganz gut. SI haben Lebenserfahrung und Menschenkenntnis und werden i.d.R. sich nicht für 10 Jahre noch mal selbstständig machen.
Tschuess MArco.