Hallo ihr Lieben…
ich hoffe ihr könnt mir helfen.
Am letzten Donnerstag hatte mein Vater (47 Jahre alt, Alkoholiker) aus heiterem Himmel, mehrer epileptische Anfälle, leider war keiner von unserer Familie dabei, deshalb müssen wir uns auf die Aussagen der Ärzte verlassen. Er wurde ins Krankenhaus gebracht, wo ein CT gemacht wurde. Auf den Bildern haben sie einen schwarzen Punkt entdeckt, den sie zuerst für einen Tumor gehalten haben. Nach 3 Tagen warten, einem weiteren CT und der Entnahme von Flüssigkeit aus dem Rückenmark, wurde uns dann gesagt, das er während des Anfalls gestürzt sein muss und zwar so stark, das sein Schädel gebrochen (nennt mann das so?) ist, und eine kleine Blutung im Gehirn entstanden ist, die sich aber mittlerweile schon gebessert hat. Am 1. Tag auf der Intensivstation haben sie ihn wohl mit Sedativen vollgepumpt, weil er sich den Beatmungsschlauch, Tropf usw. rausziehen wollte. Wie lange zeigen diese Mittel noch Nachwirkungen? Keiner kann uns sagen, was den Anfall ausgelöst hat. Ihm geht es eigentlich ganz gut, aber er vergisst sehr viel. Was ich ihm gestern erzählt habe, scheint er in dem Moment verstanden zu haben, heute weiß er nichts mehr davon. 3 Tage war er an Händen und Füßen festgeschnallt, weil er herumlaufen wollte und sich wieder Tropf usw rausgezogen hat. Was kann man für Nachwirkungen zurück behalten? Kann man etwas dagegen tun? Kennt jemand einen guten Neurologen im Raum Hamburg?
(47 Jahre alt,:Alkoholiker) aus heiterem Himmel, mehrer epileptische Anfälle,
wir müssen uns auf die Aussagen der Ärzte verlassen. Er wurde ins:Krankenhaus gebracht, wo ein CT gemacht wurde. Auf den Bildern:haben sie einen schwarzen Punkt entdeckt, den sie zuerst für:einen Tumor gehalten haben.
Tumor ist sehr unwahrscheinlich!
Nach 3 Tagen warten, einem:weiteren CT und der Entnahme von Flüssigkeit aus dem:Rückenmark-KANAL
- In seinem Fall eine völlig unnötige Untersuchung - , wurde uns dann gesagt, das er während des Anfalls :gestürzt sein muss und zwar so stark, das sein Schädel:gebrochen (nennt mann das so?) ist
- ja es gibt Schädelbrüche -
, und eine kleine Blutung im :Gehirn entstanden ist, die sich aber mittlerweile schon :gebessert hat. - Eine Hirnblutung ist hell im CCT nicht dunkel - .
Am 1. Tag auf der Intensivstation haben sie ihn :wohl mit Sedativen vollgepumpt, weil er sich den
Beatmungsschlauch, Tropf usw. rausziehen wollte.
- Er war ja im Entzug vom Alhokol, der bringt solche Unruhe zustände mit sich -
Wie lange:zeigen diese Mittel noch Nachwirkungen? Keiner kann uns sagen,:was den Anfall ausgelöst hat. - Typisch ist das Alkoholiker irgenwann mal krampfen -
Ihm geht es eigentlich ganz gut,
aber er vergisst sehr viel. Was ich ihm gestern erzählt habe,:scheint er in dem Moment verstanden zu haben, heute weiß er :nichts mehr davon. 3 Tage war er an Händen und Füßen :festgeschnallt, weil er herumlaufen wollte und sich wieder :Tropf usw rausgezogen hat. Was kann man für Nachwirkungen
zurück behalten? Kann man etwas dagegen tun? Kennt jemand :einen guten Neurologen im Raum Hamburg? Nein.
Aber er muß unbedingt eine Alkoholentziehung mitmachen!
Hallo Tiana,
epileptische Anfälle bei alkoholkranken Patienten sind leider eine häufige
Komplikation. In der Regel ist es der Entzug, also das plötzliche Nicht-mehr-
Trinken von Alkohol oder zumindest von deutlich weniger als sonst, was zu
solchen Anfällen führt. Dabei kommt es nicht selten auch zu Schädelverletzungen
oder sogar zu Hirnblutungen. Aus verschiedenen Gründen ist bei solchen Patienten
per se das Risiko für Hirnblutungen deutlich höher als beim Rest der Bevölkerung.
Andere Ursachen für den Anfall sind offenbar ausgeschlossen worden - daher die
Liquorentnahme etc.
Wenn sich durch den fehlenden Alkohol ein Entzug entwickelt hat, muss dieser
behandelt werden, da letztlich ein Alkoholdelir droht, das immer lebensgefährlich
sein kann. Mit Sedativa kann man das verhindern und gleichzeitig beruhigt das den
Patienten, erleichtert die Pflege und mindert das Risiko, dass er sich im Entzug
selbstverletzt (Stürze durch Aufstehen, Manipulation an den „Schläuchen“ etc.).
Manchmal müssen Patienten dafür auch vorübergehend fixiert werden. Der Entzug
führt auch zu kognitiven Störungen, die Angehörigen vor allem an einem
schlechten Erinnern bemerken.
Wenn der körperliche Entzug nach spätestens 14 Tagen vorbei ist, wird er sich
sicher gut erholt haben. Entscheidend aber ist in jedem Fall, ab sofort abstinent zu
bleiben - also absolut keinen Alkohol, ganz gleich welche Menge, zu trinken.
Hallo,
neben andere auszuschließenden Ursachen ist Alkoholabhängigkeit, v.a. Alkoholentzug ein starkes Risiko für Krampfanfälle, bei längerer und schwerer Alkoholabhängigkeit kann es zum Thiamin (Vit. B1) Mangel kommen mit dann auch resultierenden schweren Neugedächtnisstörungen, das kann in ein sogennantes Korsakowsyndrom münden, hier ist sofortige Thiamingabe notwendig. Natürlich können auch beruhigende Med auf der Intensivstation zu gedächtnisproblemen führen.
Grüße Stefan
…komme aus dem Ruhrgebiet!
sesamoeffne