Folgen nach Beinahe-Ertrinken bei kl. Kind

Mein Sohn 2,5 ist im Schwimmbad beinahe Ertrunken.
Er ist sofort geretet worden von einer Intensivkrankenschwester und das war auch sein Glück.
Liegt in Intensiv und wird super betreut.
Aber die gedanken an Folgeschäden sind da und ich will gerne wissen was auf einer zu kommen kann.
LG Nadja

Hi Nadja,

Aber die gedanken an Folgeschäden sind da und ich will gerne
wissen was auf einer zu kommen kann.

Was das Medizinische betrifft, wirst Du wohl am besten die behandelnden Ärzte fragen, die das Ausmaß seiner Verletzung besser kennen.

Psychisch kann ich Dir nur von einem Badeunfall mit meinem damals 1,5jährigen Sohn berichten. Er wollte danach partout nicht mehr in die Badewanne, da saß das Fast-Ertrinken-Trauma zu tief. Ich habe ihn dann in die „große“ leere Badewanne neben seine kleine Kinderbadewanne gesetzt, in der ich lauter lustige Schwimmtiere etc. reingesetzt hatte. Mit denen hat er dann gespielt und nach einer (langen) Weile wollte er dann auch wieder dazusteigen.

Aber das muss nicht repräsentativ sein - sicher ist aber, dass sie erst einmal eine panische Angst vor Wasser entwickeln - verständlicherweise.

Gruß,

Anja

Hallo!
Ich würde ebenfalls die psychische Seite nicht außer Acht lassen! Sprich vielleicht mal mit einer Kinderpsychologin oder einer anderen psychotherapeutisch ausgebildeten Person, die im Bereich Unfalltraumata Erfahrung hat. Und hoffe, daß es was bringt. (wo ich arbeite, gibt es mehrere Unfalltraumatisierte, bei denen der Schock aber in so frühem Alter war, daß das leider nicht mehr aufzuholen ist)
lg

Hallo,

ich kann nur von der Schwester meines Mannes erzählen.

Die ist mit knapp sieben Jahren im Hallenbad fast ertrunken. Sie war wohl auch recht lange unter Wasser und hat nicht mehr geatmet als sie „gefunden“ wurde.

Sie hat sehr lange gebraucht um alles wieder aufzuholen. Sprechen, sitzen, essen…etc.

Heute lebt sie völlig normal mit zwei eigenen Kinder und ist verheiratet.
Es erinnert absolut nichts mehr an damals.

Psychische Schäden hat sie wohl nicht zurück behalten. Sie badet und schwimmt nach wie vor.

Ist wohl einfach verschieden. Und natürlich kommt es auch darauf an, wie lange das Gehirn ohn Sauerstoff ist.

Ihre Eltern hatten sich aber damals auch ganz arg schlimme Vorwürfe gemacht. Die Mutter ist sogar in Therapie, weil sie solche Probleme mit der Sache hatte.
Alles, alles Gute
Jenny