Folgen sexueller Gewalt

Liebe Kundige,

wer kennt Quellen (vorzugsweise aus der Forschungsliteratur), welche die folgende Aussage belegen:

„die neuesten Ergebnisse der Traumaforschung belegen eindeutig, dass sexuelle Gewalterfahrungen umso schwerer therapierbar sind, je jünger das Opfer ist/war“

Ich sollte vielleicht kurz etwas zum Hintergrund sagen. Das Zitat stammt aus einem Leserinnenbrief in der taz, in dem die Autorinnen sich auf ein Urteil des Bundesgerichtshofs beziehen. Dieses hatte vor einigen Monaten ein Urteil des Landgerichts Bielefeld aufgehoben und den Fall zur erneuten Verhandlung an das LG verwiesen. Ein 31-Jähriger war erstinstanzlich wegen sexuellen Missbrauchs an seiner drei Monate alten Tochter zu einer Haftstrafe von vier Jahren verurteilt worden. BGH und Landgericht stimmten darin überein, dass Spätfolgen für das Mädchen nicht zu befürchten seien. Inzwischen wurde die Haftstrafe auf drei Jahre reduziert, der Täter muss sich einer Psychotherapie unterziehen.

Vielen Dank vorab
Michael

Hallo Michael,

wer kennt Quellen (vorzugsweise aus der Forschungsliteratur),
welche die folgende Aussage belegen:
„die neuesten Ergebnisse der Traumaforschung belegen
eindeutig, dass sexuelle Gewalterfahrungen umso schwerer
therapierbar sind, je jünger das Opfer ist/war“

die Qualität der Arbeiten kann ich auf die Schnelle nicht beurteilen, aber vielleicht ist ja etwas Interessantes dabei:

http://www.rolfklein.de/grenzland.pdf (S. 14)

Ein medizinischer Vortrag mit Literaturangaben:
www.medizin.uni-tuebingen.de/~ppkj/ Wissenschaft/Gewalt_Herter.doc

Eine Hausarbeit:
http://www.hausarbeiten.de/rd/faecher/hausarbeit/psk…

und:
http://www.uni-bamberg.de/~ba3sw1/downloads/schmidt-…

Mehr auf den ersten Blick gut Aussehendes habe ich auf die Schnelle nicht gefunden.

Herzliche Grüße

Thomas Miller

DAS ging aber schnell…
… ich habe mal eben die Texte überflogen. Ich werde die dort zitierte Literatur als Ausgangspunkt für weitere Recherchen nutzen.

Ganz herzlichen Dank!

Michael

Falls sich auch noch andere für diese Links interessieren:
http://www.rolfklein.de/grenzland.pdf
http://www.medizin.uni-tuebingen.de/~ppkj/Wissenscha…
(hier war ein Blank zu viel)
http://www.hausarbeiten.de/rd/faecher/hausarbeit/psk…
(funktioniert bei mir nicht)
http://www.uni-bamberg.de/~ba3sw1/downloads/schmidt-…

Bielefelder Expertin für Traumaforschung
Hallo Michael,

vielleicht kann Dir Dr. Luise Reddemann, Leiterin der Klinik für psychotherapeutische und psychosomatische Medizin des Johannes-Krankenhauses, weiterhelfen?

Soweit mir bekannt, hat sie seinerzeit auch eine Stellungnahme zu dem zitierten Bielefelder Revisionsverfahren verfaßt.

Viele Grüße
Diana

vielleicht kann Dir Dr. Luise Reddemann, Leiterin der Klinik
für psychotherapeutische und psychosomatische Medizin des
Johannes-Krankenhauses, weiterhelfen?

Jep, in der Lokalpresse war vor einigen Wochen auch ein Kurzinterview mit ihr zum Thema zu lesen. Natürlich (und das liegt nicht an Frau Reddemann, sondern an mir) habe ich den Namen sofort wieder vergessen. Und in diesem Kurzinterview äußerte sie die Ansicht, dass gerade das nicht-verbale Gedächtnis für die frühen traumatischen Erlebnisse zu besonders schwer therapierbaren Störungen bei Erwachsenen führen würden.

Vielen Dank!
Michael