Schönen guten Tag.
Ich hätte eine vielleicht recht vage Frage: Bei zu niedrigem Hb-Wert wird ein Eisenpräparat verschrieben. Warum entwickelt sich dort oft die, sagen wir einmal, Kontroverse, ob ein Präparat mit oder ohne Folsäure angewandt werden soll?
Hintergrund ist der, daß ich (männlich) ein Eisenprärarat ohne Folsäure bekommen habe.
Infolge eine Hb 12,1 min bis 14,4 max (in einem Zt.-Raum von 16 Monaten).
M. Z.
Hallo!
Folsäure ist ein für sich teilende Zellen notwendiges Vitamin. Treten Mangelerscheinungen auf, sieht man dies besonders an solchen Zellen. Vorläuferzellen der roten Blutkörperchen teilen sich sehr oft.
Ist hier ein Folsäuremangel, entstehen weniger rote Blutkörperchen, diese sind dafür dann aber größer als normal.
-> hyporegenerative, makrozytäre Anämien
Wenn man Eisenmangel hat, wird weniger Hämoglobin mit Eisenionen in den Vorläufern der roten Blutkörperchen eingelagert, aber die Zellteilung funktioniert dann noch und die roten Blutkörperchen sind zu klein.
-> hyporegenerative, mikrozytäre Anämie
Das Volumen von roten Blutkörperchen lässt sich sehr leicht bestimmen und sollte (abhängig von den Quellen, denn es gibt deutlich unterschiedliche Angaben) Werte irgendwo so von 80-100 fl annehmen.
Habe mit Klinik nichts am Hut, kann mir aber gut vorstellen, dass man bei einer hyporegenerativen, mikrozytären Anämie regelmäßig keine Folsäure gibt. Warum auch?
Gruß, Stefan