Fondsgebundene Lebensversicherung

Hallo,
ich weiß nicht, ob meine Frage überhaupt zu beantworten ist, würde aber gerne eine ungefähre Meinung hören:

Es handelt sich um eine Fondsgebundene Lebensversicherung (in Österreich), Laufzeit 10 Jahre, gleichbleibende, monatliche Einzahlung, die ersten 5 Jahre hohes Risiko, die letzten 5 Jahre mittleres Risiko - nach 3 Jahren Laufzeit aufgrund des allgemeinen schlechten Geldmarktes nur mehr 50 % des bereits eingezahlten vorhanden.
Ich bekam den Rat, diese LV bis Laufzeitende prämienfrei zu stellen, da auch bei einer Erholung des Marktes die Gefahr/Möglichkeit besteht, die Verluste in der Restlaufzeit nicht mehr ausgleichen zu können. Mir ist klar, dass dies - so wie auch Gewinn-Versprechungen nur Mutmaßungen sein können.

Fakt ist: mir fehlt der monatliche Betrag bzw. ich könnte mir was besseres vorstellen, was ich mit dem Geld tun könnte, mir tut der Verlust sehr weh, da ich einfach nicht der Typ für solche Geschäfte bin, KEIN Gewinn in den ersten Jahren ist ok, ein 50 %-iger Verlust aber äußerst bedenklich. Nun wurde ich auf den cost average hingewiesen.

Eure Meinung: weiterzahlen oder aufhören?

Danke
Irene

Hallo Irene,

ich kenne leider die Bedingungen bei österreichischen Fondspolicen nicht. Bei deutschen Verträgen ist für die Steuerfreiheit der Erträge eine mindestens zwölfjährige Laufzeit notwendig.

Wenn Du nicht der Typ für solche Geschäfte bist, warum hast Du eigentlich solch einen Vertrag abgeschlossen(Gier?), wenn Du wußtest dass in den ersten 5 Jahren spekulativ angelegt wird? Du hättest deswegen mit Verlusten rechnen müssen.

Deine eigentliche Frage kann nur beantwortet werden, wenn Du die genauen Daten Deines Vertrages offenlegst, wie Name der Gesellschaft, Produktname und die Fonds in die investiert wird. Dann gebe ich gerne nochmals meinen Senf dazu.

Gruß
Ralf

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Hallo Irene,
vom Beratungsansatz her hast Du mit dem Abschluß sicher nichts falsch gemacht. Sofern es sich hierbei nicht um Dein Ein und Alles handelt. Es ist langfristig angedacht, und wenn sich die Märkte insgesamt doch erhohlen, dann hast Du derzeit gute Einkaufspreise (cost average). Aber wenn es mit dem Bauchgefühl wirklich nicht vereinbahr ist, dann lieber doch Beitragsfreistellen. Wenn Du noch weiteren finanziellen Spielraum hast, dann ergänze doch diesen Sparvertrag mit einer alternativen Anlage, die nicht an die Wertentwicklung des Aktienmarktes angebunden ist (Keine Korrellation). Aber um genau zu raten, dann müßte man mehr wissen.
Der ursprüngliche Abschluß, sofern nicht die alleinige Anlage, war also nicht grundsätzlich falsch.
Aktien, auch im Rahmen einer Versicherung, sind schon ein wertvoller Bestandteil, aber eben nur ein Bestandteil.
Boris