hallo Boris,
In der Vergangenheit wars zumindest oft so.
Wir sind aber im Jahr 2004!
Doch warum warnst Du vor FLV und empfielst die Fonds?
Vor 12 und 13 Jahren haben doch die Versicherten nicht in CM
und Finacelife gespart, sondern z. B. in die
Herold-Fondspolice mit dem Merkurfonds. Und diesen Kunden
erging es wie geschildert. Nachdem neue Anlagemöglichkeiten
erschlossen wurden, dann betraf das immer nur die neueste
Policenversion. Bestandskunden mußten die Verträge neu machen
und erhöhen, wenn sie dabei sein wollten
Das geht Dir auch so mit Autos… oder Kühlschränken.
(Steuer-Restlaufzeit!)
Und die jetzt am Markt vorhandenen Fondspolicen bauen nach
meiner Überzeugung noch immer zu sehr ausschließlich auf
Zinserträge und Aktiengewinne.
Worauf sollen denn FLV denn sonst aufbauen? Auf Immobilien? Kannst Du haben :KLV. Schon bist Du hauptsächlich (vom Gesetzgeber so geregelt) in dinglichen Sicherheiten.
Das
bedeutet nichts anderes als: kauf nicht bei Rewe, kauf bei
Edeka.
Nur, dass sie bei fast allen Fonds ein höheres Risiko eingeht
Das ist nicht richtig. Fonds mit langer laufzeit haben auch nicht mehr risiko als andere LV´s. Und weniger als die meisten reinen Fondsanlagen. Dazu kommt, dass heute einige FLV das Smoothing-System anwenden. Und das mindert das Risiko auf das Restrisiko des Überlebens der Gesellschaft. Soll heissen: das eingesetzte kapital ist nur noch dann weg, wenn die Gesellschaft hpps geht. Und selbst da sind sicherheiten eingebaut.
Auch bei Fonds ist Beratung sinnvoll.
Klar, doch schau mal, was da so beraten wird. Geh mal zu eine Bank! Die bieten Dir nur bankeneigene Produkte an. auch wenn es besseres gibt.
(da nicht so breit gestreut wie bei den FLV) und meist auch
noch ein Agio verlangt wird. Zusätzlich zu den laufenden
Kosten.
Für die eigene Versorgung im Alter rate ich meinen Kunden,
zuerst einmal möglichst effektiv und schnell einen
Vermögensgrundstock zu schaffen, z. B. Sparpläne in Quadriga
(i.D. 25% p.a.) oder Steward&Spencer (i.D.20%p.a.). Beide sind
unabhängig von Zins und Aktienkurs und in keiner Fondspolice
zu haben und steuerfrei.
Das kannst Du (die steuerfreiheit) auch bei den LVs haben (CM). Die Renbdite von 25 % sagt ganz eindeutig, dass es sich hier um anlageformen handelt, die ein hohes Risiko beinhalten.
Es ist riochtig, dass man bei jungen Anlegern Anlageformen verwenden kann, die ein höheres risiko beinhalten, denn evtl. Talsohlen werden im Laufe der Zeit ausgebügelt. Ich hoffe, Du lässt Dir von Kunden unterschreiben, dass diese Anlageform ein höheres Risuko beinhalten. Denn sonst spar mal schön. Die Richter sind da ganz rigoros.
Natürlich ist Agio fällig und auch laufende Kosten. Aber ich
berate doch nicht für Produkte, die die geringste Kostenquote
aufweisen, sonder jene, die nach Abzug aller Kosten das Meiste
für den Kunden erwarten lassen.
Also: ich finde Deinen Rat nicht besonders gut für jemanden,
der sich mit ratierlichen Zahlungen eine Altervorsorge zulegen
will.
Wenn dann nach ein paar Jahren der Grundstock gebildet ist,
entscheide ich mit dem Kunden neu, und danach, was dann der
Markt anbietet, und nicht danach, was gerade diese
Versicherung uns anbietet, was dann zur wieder aktuellen
Kundensituation paßt.
Eine Versicherungspolice wird einmal abgeschlossen und läuft
im Idealfall bis zur Rente. Natürlich ist mein Stil
betreuungsaufwendiger, aber ganz bestimmt wesentlich
rentierlicher für den Kunden.
Kommt darauf an, wie sich Deine Anlagen entwickeln. Vor 2 Jahren hat noch jeder gelacht, wenn man sagte, dass die etablierten Fonds (Pioneer, Threedneedle…) jemals ein Minus vor der Rendite haben könnte.
Das glaubten auch 99 % der deutschen LVs nicht. Deswegen sind die ja in den Keller. Ich hoffe, die haben gelernt.
Grüßé
Raimund