Fondsgebundene Lebensversicherung bei MLP?

Hallo,

ich hätte da eine dringende Frage und vielleicht kann mir hier jemand wertvolle Tipps geben.

Ein Freund von mir ist MLP-Berater und versucht mir 3 Fondsgebundene Lebensversicherungen zur Altersvorsorge zu verkaufen. Bisher habe ich allerdings eher Negatives über diese Art der Anlageform gelesen, zumindest für Normalverdiener. Seine Argumente sind vor allem die Steuerbefreiung und der „Airbag“ (Weiterzahlung der Beiträge bei Berufsunfähigkeit) in Kombination mit einer BU. Allerdings habe ich bei der ganzen Sache ziemliche Bauchschmerzen, da ich gelesen habe, dass die Lebensversicherer sich bis zu 20 % der Endsumme einstreichen und man doch relativ unflexibel ist. Die Laufzeiten wären je 40 Jahre (ich bin 25 Jahre alt).

Nun meine Frage wäre diese Geldanlage lohnend für mich als Berufseinsteiger und Normalverdiener, oder sollte ich doch eher auf die klassische Fondsparmethode zurückgreifen?

Mein Kumpel drängt jetzt auf den Abschluss, da seiner Aussage nach der letzte sichere Termin für die Steurbefreiung der 01.03.04 wäre.

Christoph

Moin, Moin.

Also mein Grundsatz ist nicht drängen lassen mit Aussagen wie „Jetzt aber schnell, denn es ist bald Einsendeschluß“. Bei solchen Entscheidungen, die für 40 Jahre angelegt werden sollen ist es richtig sich auch anderweitig zu informieren. Soweit ich gehört habe soll die Steuerbefreiung erst 2005 wegfallen. Erste Frage ist doch warum 3 Verträgeß

alf

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Hallo Christoph,

auch ich verstehe überhaupt nicht, wieso gleich drei Verträge auf einmal abgeschlossen werden sollen. Schon für eine Lebensversicherung gibts sehr nette Provisionen, bei gleich drei Lebensversicherungen braucht dein Freund für den Rest des Monats nicht mehr zu arbeiten :wink:

Ich persönlich habe vor wenigen Monaten meine Lebensversicherungen gekündigt, darunter auch eine ähnlich tolle Fondsgebunde Lebensversicherung mit BU-Schutz und „Airbag-Funktion“. Habe jetzt eine reine BU DEUTLICH günstiger bekommen und spare ausschließlich direkt über Fonds.

Empfehle dir als Lektüre die Seite des Bundes der Versicherten: bdv.info - danach wirst du wahrscheinlich nicht mehr deine Lebensversicherung abschließen wollen :wink:

Grüße,
Michael

Hallo Christoph,

hart gesagt: schieß Deinen Freund in den Wind! Das ist ein Problem bei solchen Strukturvertrieben, wenn die Verkäufer auch noch ihr soziales Umfeld mit reinziehen.

Meinen Vorrednern kann ich mich nur anschließen.

Ein Freund von mir ist MLP-Berater und versucht mir 3
Fondsgebundene Lebensversicherungen zur Altersvorsorge zu
verkaufen.

Warum drei? Ich schätze, die haben eine sehr lange Laufzeit, außerdem sind die Beiträge bestimmt erstmal hoch angesetzt, Dein Freund hat Dir aber zugesichert, dass Du jederzeit den Betrag senken kannst?

Bisher habe ich allerdings eher Negatives über
diese Art der Anlageform gelesen, zumindest für
Normalverdiener.

Darüber lässt sich streiten. Eine fonfdgebundene LV ist meiner Meinung nach aber besser als eine „normale“ Kapital-LV.

Seine Argumente sind vor allem die
Steuerbefreiung und der „Airbag“ (Weiterzahlung der Beiträge
bei Berufsunfähigkeit) in Kombination mit einer BU.

Bloß keine Kombination mit einer BU. Normal ist der Sparvertrag der Hauptvertrag, die BU der Nebenvertrag in der Geschichte. Eine Beitragsfreistellung funktioniert oft nur für den gesamten Vertrag oder für die BU alleine. Was machst Du, wenn Du klamm bist, die Zahlung in den Sparvertrag aussetzen, aber die BU weiterzahlen möchtest? Geht bei einem Kombivertrag meist nicht. Dann musst Du, um die BU weiterzuführen, zusätzlich den Sparvertrag bedienen. Ein Kombivertrag ist oft ein klein wenig billiger, Du bist aber völlig unflexibel. Schließe lieber eine extra BU ab, deren Summe ausreicht, um Deine Lebenshaltungskosten und ggf. die Lebensversicherungen zu zahlen.

Allerdings habe ich bei der ganzen Sache ziemliche Bauchschmerzen, da ich
gelesen habe, dass die Lebensversicherer sich bis zu 20 % der
Endsumme einstreichen und man doch relativ unflexibel ist. Die
Laufzeiten wären je 40 Jahre (ich bin 25 Jahre alt).
Nun meine Frage wäre diese Geldanlage lohnend für mich als
Berufseinsteiger und Normalverdiener, oder sollte ich doch
eher auf die klassische Fondsparmethode zurückgreifen?

Eigentlich sind die Abschlusskosten auf 4% begrenzt, soweit ich weiß. Wie auch immer, 20% sind es garantiert nicht. Diese Art des Ansparens ist gut, wenn Du sicher bist, dass Du in die Versicherungen über die gesamte Laufzeit konsequent einzahlen und die Versicherungen nie vorzeitig kündigen wirst, ansonsten lohnt es sich weniger.

Mein Kumpel drängt jetzt auf den Abschluss, da seiner Aussage
nach der letzte sichere Termin für die Steurbefreiung der
01.03.04 wäre.

Zu dieser Art von Drängelei siehe meinen einleitenden Satz. Es geht um Deine Altersvorsorge und um viel Geld, mit dem Du Dich für eine lange Zeit festlegst. Drängeln ist dabei schlicht und einfach unseriös.

Gruß
Oskar van der Kaalstraat

Hallo Michael,

auch ich verstehe überhaupt nicht, wieso gleich drei Verträge
auf einmal abgeschlossen werden sollen. Schon für eine
Lebensversicherung gibts sehr nette Provisionen, bei gleich
drei Lebensversicherungen braucht dein Freund für den Rest des
Monats nicht mehr zu arbeiten :wink:

Ich persönlich habe vor wenigen Monaten meine
Lebensversicherungen gekündigt, darunter auch eine ähnlich
tolle Fondsgebunde Lebensversicherung mit BU-Schutz und
„Airbag-Funktion“. Habe jetzt eine reine BU DEUTLICH günstiger
bekommen und spare ausschließlich direkt über Fonds.

Empfehle dir als Lektüre die Seite des Bundes der
Versicherten: bdv.info - danach wirst du wahrscheinlich nicht
mehr deine Lebensversicherung abschließen wollen :wink:

Ich könnte mir vorstellen, dass er 3 verschiedene Gesellschafte dafür verwendet. So nach dem Motto: auf 3 Hochzeiten tanzen. Wenn die eine nicht genug bringt, bringen´s die anderen.
Nicht besonders gut, doch wenigsten eine Erklärung.
Das mit der Provision ist aber nicht richtig. Ob er jetzt eine mit 90.000 Euro abschließt oder 3 mit 30.000 Euro nacht fast keinen Unterschied.
Ich bin die ganze Zeit am überlegen, was er damit bewirken will. Es geht mir einfach nicht ins Hirn!
Mit der BU: also eine BUR einschließen ist faat immer nachteilig, ganz klar.
Doch eine reine Beitragsbefreiung bei BU kostet wirklich nicht viel und hilft in so einem Fall, dass die Beiträge weiter bezahlt werden.
Ich habe einen Kollegen, der wurde zur Zahlung verurteilt, weil dem Kunden zur LV keine BU angeboten hatte.
@ Christoph: Was mich noch interessieren würde: welche LV-Gesellschaft(en) das sind.
Grüße
Raimund

Hallo Christoph,
die Bauchschmerzen sind berechtigt. Risiken, die vorhanden sind aber versicherbar, die gehören zur Versicherung. Also brauchst Du eine Versicherung gegen BU. Wahrscheinlich ist auch eine Risiko-Lebensversicherung sinnvoll, das sollte aber noch abgeklärt werden.
Jetzt zur Vermögensbildung. Hier rate ich von der Fondsgebundenen Lebensversicherung ab. 40 Jahre sind eine lange Zeit, und Du bleibst in diesem Falle 40 Jahre an diese Policen gebunden. Das heißt, 40 Jahre ist Deine Auswahl auf die heutigen Möglichkeiten dieser 3 Policen begrenzt, aber insgesamt ist doch ein wesentlicher Teil Deines Vorsorgeaufwandes darin gebunden.
Fonds sind eine flexible Möglichkeit, Vermögen zu bilden. Aber laß Dich auch hierzu kompetent beraten, denn kapitale Fehler sind auch dabei ganz leicht möglich, und die können richtig weh tun.
Fonds sind aber auch nicht das einzige. Laß Dir ein persönliches „Vermögensaufbaukonzept“ nach konkret Deinen Gegebenheiten, Wünschen und Plänen von einem Finanzberater vorschlagen. Aber von keinem Struki, auch nicht wenn er von MLP kommt.

Hallo,

ich hätte da eine dringende Frage und vielleicht kann mir hier
jemand wertvolle Tipps geben.

Ein Freund von mir ist MLP-Berater und versucht mir 3
Fondsgebundene Lebensversicherungen zur Altersvorsorge zu
verkaufen. Bisher habe ich allerdings eher Negatives über
diese Art der Anlageform gelesen, zumindest für
Normalverdiener. Seine Argumente sind vor allem die
Steuerbefreiung und der „Airbag“ (Weiterzahlung der Beiträge
bei Berufsunfähigkeit) in Kombination mit einer BU.

Steuerbefreiung klingt wohl gut, aber das Ergebnis nach Steuern ist entscheidend. Hättest Du lieber 10 EUR steuerfrei oder 100 EUR, die versteuert werden müssen?
Nicht wenige meiner Kunden haben Fondspolicen von 1990 oder 1991, die voriges Jahr fällig waren. Trotz 12 oder 13 Jahren Laufzeit bekamen viele weniger heraus als Beiträge gezahlt waren. Aber steuerfrei.

Allerdings habe ich bei der ganzen Sache ziemliche Bauchschmerzen, da ich
gelesen habe, dass die Lebensversicherer sich bis zu 20 % der
Endsumme einstreichen und man doch relativ unflexibel ist. Die
Laufzeiten wären je 40 Jahre (ich bin 25 Jahre alt).

20% sind wohl etwas hoch gegriffen, aber unflexibel bist Du schon in den 40 Jahren. Und was für Allegemöglichkeiten sich innerhalb der kommenden 40 Jahre noch eröffnen, bleibt auch spannend.

Nun meine Frage wäre diese Geldanlage lohnend für mich als
Berufseinsteiger und Normalverdiener, oder sollte ich doch
eher auf die klassische Fondsparmethode zurückgreifen?

Mein Kumpel drängt jetzt auf den Abschluss, da seiner Aussage
nach der letzte sichere Termin für die Steurbefreiung der
01.03.04 wäre.

Der Termin ist wohl Unsinn. Aber einen Vorteil haben Policensparanlagen schon. Der „Zwang“, etwas beiseite zu legen, ist doch größer. Fondsvermögen verleitet auch zum anderweitigen Verbrauch…

Christoph

Grüße nach Spremberg.
Boris

hallo Boris,
wenn sie in Fonds investiert hätte, hätte sie bei fast allen bis zu minus 40 % Verlust gemacht (2002 - 2003).
Hätte sie eine fondsgebunde LV gehabt (CM, Finacelife…) so wären die einmal erreichten Gewinne garantiert gewesen.
gerade die fondsgebunden LVs sind für langfristige Anlagen besonders geeignet. In einer langen Ansparzeit gleichen sich so manche Mängel aus.
Doch warum warnst Du vor FLV und empfielst die Fonds? Das bedeutet nichts anderes als: kauf nicht bei Rewe, kauf bei Edeka.
Nur, dass sie bei fast allen Fonds ein höheres Risiko eingeht (da nicht so breit gestreut wie bei den FLV) und meist auch noch ein Agio verlangt wird. Zusätzlich zu den laufenden Kosten.
Also: ich finde Deinen Rat nicht besonders gut für jemanden, der sich mit ratierlichen Zahlungen eine Altervorsorge zulegen will.
Grüße
Raimund

hallo Boris,

Hallo Raimund,

wenn sie in Fonds investiert hätte, hätte sie bei fast allen
bis zu minus 40 % Verlust gemacht (2002 - 2003).
Hätte sie eine fondsgebunde LV gehabt (CM, Finacelife…) so
wären die einmal erreichten Gewinne garantiert gewesen.
gerade die fondsgebunden LVs sind für langfristige Anlagen
besonders geeignet. In einer langen Ansparzeit gleichen sich
so manche Mängel aus.

In der Vergangenheit wars zumindest oft so.

Doch warum warnst Du vor FLV und empfielst die Fonds?

Vor 12 und 13 Jahren haben doch die Versicherten nicht in CM und Finacelife gespart, sondern z. B. in die Herold-Fondspolice mit dem Merkurfonds. Und diesen Kunden erging es wie geschildert. Nachdem neue Anlagemöglichkeiten erschlossen wurden, dann betraf das immer nur die neueste Policenversion. Bestandskunden mußten die Verträge neu machen und erhöhen, wenn sie dabei sein wollten (Steuer-Restlaufzeit!)
Und die jetzt am Markt vorhandenen Fondspolicen bauen nach meiner Überzeugung noch immer zu sehr ausschließlich auf Zinserträge und Aktiengewinne.

Das

bedeutet nichts anderes als: kauf nicht bei Rewe, kauf bei
Edeka.
Nur, dass sie bei fast allen Fonds ein höheres Risiko eingeht

Auch bei Fonds ist Beratung sinnvoll.

(da nicht so breit gestreut wie bei den FLV) und meist auch
noch ein Agio verlangt wird. Zusätzlich zu den laufenden
Kosten.

Für die eigene Versorgung im Alter rate ich meinen Kunden, zuerst einmal möglichst effektiv und schnell einen Vermögensgrundstock zu schaffen, z. B. Sparpläne in Quadriga (i.D. 25% p.a.) oder Steward&Spencer (i.D.20%p.a.). Beide sind unabhängig von Zins und Aktienkurs und in keiner Fondspolice zu haben und steuerfrei.

Natürlich ist Agio fällig und auch laufende Kosten. Aber ich berate doch nicht für Produkte, die die geringste Kostenquote aufweisen, sonder jene, die nach Abzug aller Kosten das Meiste für den Kunden erwarten lassen.

Also: ich finde Deinen Rat nicht besonders gut für jemanden,
der sich mit ratierlichen Zahlungen eine Altervorsorge zulegen
will.

Wenn dann nach ein paar Jahren der Grundstock gebildet ist, entscheide ich mit dem Kunden neu, und danach, was dann der Markt anbietet, und nicht danach, was gerade diese Versicherung uns anbietet, was dann zur wieder aktuellen Kundensituation paßt.
Eine Versicherungspolice wird einmal abgeschlossen und läuft im Idealfall bis zur Rente. Natürlich ist mein Stil betreuungsaufwendiger, aber ganz bestimmt wesentlich rentierlicher für den Kunden.

Grüße
Raimund

Gruß
Boris

hallo Boris,

In der Vergangenheit wars zumindest oft so.

Wir sind aber im Jahr 2004!

Doch warum warnst Du vor FLV und empfielst die Fonds?

Vor 12 und 13 Jahren haben doch die Versicherten nicht in CM
und Finacelife gespart, sondern z. B. in die
Herold-Fondspolice mit dem Merkurfonds. Und diesen Kunden
erging es wie geschildert. Nachdem neue Anlagemöglichkeiten
erschlossen wurden, dann betraf das immer nur die neueste
Policenversion. Bestandskunden mußten die Verträge neu machen
und erhöhen, wenn sie dabei sein wollten

Das geht Dir auch so mit Autos… oder Kühlschränken.

(Steuer-Restlaufzeit!)
Und die jetzt am Markt vorhandenen Fondspolicen bauen nach
meiner Überzeugung noch immer zu sehr ausschließlich auf
Zinserträge und Aktiengewinne.

Worauf sollen denn FLV denn sonst aufbauen? Auf Immobilien? Kannst Du haben :KLV. Schon bist Du hauptsächlich (vom Gesetzgeber so geregelt) in dinglichen Sicherheiten.

Das

bedeutet nichts anderes als: kauf nicht bei Rewe, kauf bei
Edeka.
Nur, dass sie bei fast allen Fonds ein höheres Risiko eingeht

Das ist nicht richtig. Fonds mit langer laufzeit haben auch nicht mehr risiko als andere LV´s. Und weniger als die meisten reinen Fondsanlagen. Dazu kommt, dass heute einige FLV das Smoothing-System anwenden. Und das mindert das Risiko auf das Restrisiko des Überlebens der Gesellschaft. Soll heissen: das eingesetzte kapital ist nur noch dann weg, wenn die Gesellschaft hpps geht. Und selbst da sind sicherheiten eingebaut.

Auch bei Fonds ist Beratung sinnvoll.

Klar, doch schau mal, was da so beraten wird. Geh mal zu eine Bank! Die bieten Dir nur bankeneigene Produkte an. auch wenn es besseres gibt.

(da nicht so breit gestreut wie bei den FLV) und meist auch
noch ein Agio verlangt wird. Zusätzlich zu den laufenden
Kosten.

Für die eigene Versorgung im Alter rate ich meinen Kunden,
zuerst einmal möglichst effektiv und schnell einen
Vermögensgrundstock zu schaffen, z. B. Sparpläne in Quadriga
(i.D. 25% p.a.) oder Steward&Spencer (i.D.20%p.a.). Beide sind
unabhängig von Zins und Aktienkurs und in keiner Fondspolice
zu haben und steuerfrei.

Das kannst Du (die steuerfreiheit) auch bei den LVs haben (CM). Die Renbdite von 25 % sagt ganz eindeutig, dass es sich hier um anlageformen handelt, die ein hohes Risiko beinhalten.
Es ist riochtig, dass man bei jungen Anlegern Anlageformen verwenden kann, die ein höheres risiko beinhalten, denn evtl. Talsohlen werden im Laufe der Zeit ausgebügelt. Ich hoffe, Du lässt Dir von Kunden unterschreiben, dass diese Anlageform ein höheres Risuko beinhalten. Denn sonst spar mal schön. Die Richter sind da ganz rigoros.

Natürlich ist Agio fällig und auch laufende Kosten. Aber ich
berate doch nicht für Produkte, die die geringste Kostenquote
aufweisen, sonder jene, die nach Abzug aller Kosten das Meiste
für den Kunden erwarten lassen.

Also: ich finde Deinen Rat nicht besonders gut für jemanden,
der sich mit ratierlichen Zahlungen eine Altervorsorge zulegen
will.

Wenn dann nach ein paar Jahren der Grundstock gebildet ist,
entscheide ich mit dem Kunden neu, und danach, was dann der
Markt anbietet, und nicht danach, was gerade diese
Versicherung uns anbietet, was dann zur wieder aktuellen
Kundensituation paßt.
Eine Versicherungspolice wird einmal abgeschlossen und läuft
im Idealfall bis zur Rente. Natürlich ist mein Stil
betreuungsaufwendiger, aber ganz bestimmt wesentlich
rentierlicher für den Kunden.

Kommt darauf an, wie sich Deine Anlagen entwickeln. Vor 2 Jahren hat noch jeder gelacht, wenn man sagte, dass die etablierten Fonds (Pioneer, Threedneedle…) jemals ein Minus vor der Rendite haben könnte.
Das glaubten auch 99 % der deutschen LVs nicht. Deswegen sind die ja in den Keller. Ich hoffe, die haben gelernt.
Grüßé
Raimund

Hallo an Alle,

vielen Dank erstmal für die vielen Antworten.

soweit ich verstanden habe ist wohl eine Lebensversicherung gedacht, wenn ich später ein Haus baue und diese dann als Sicherheit bei der entsprechenden Bank hinterlegen kann.

Die Lebensversicherungen sind folgende:

Mannheimer Lebensversicherung AG 30%
DBV-Winterthur Lebensversicherung AG 30%
MLP Lebensversicherung AG 20%
Alte Leipziger Lebensversicherung AG 10%
Karlsruher Lebensversicherung AG 10%

Viele Grüße, Chris

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Hallo Christoph,

Empfehle dir als Lektüre die Seite des Bundes der
Versicherten: bdv.info - danach wirst du wahrscheinlich nicht
mehr deine Lebensversicherung abschließen wollen :wink:

Der BDV schreibt viel, wenn der Tag lang ist!

soweit ich verstanden habe ist wohl eine Lebensversicherung
gedacht, wenn ich später ein Haus baue und diese dann als
Sicherheit bei der entsprechenden Bank hinterlegen kann.

das ist die schlechteste Argumentation. Denn eine KLV oder RLV nimmt man nur zum Bauen, wenn man nicht selbst einzieht, sondern die Hütte dann vermietet, also als kapitalanlage. Ansonsten ist die LV - Tilgung steuerschädlich. So was hat man vor ca 10 Jahren noch gemacht. Heute nicht mehr.

Die Lebensversicherungen sind folgende:

Mannheimer Lebensversicherung AG 30%
DBV-Winterthur Lebensversicherung AG 30%
MLP Lebensversicherung AG 20%
Alte Leipziger Lebensversicherung AG 10%
Karlsruher Lebensversicherung AG 10%

Jetzt wird´s noch verrückter.
Denn: die mannheimer gibt´s gar nicht mehr!
diese Zusammenstellung ist der reinste Schwachflug!
Grüße
Raimund

Hallo Christoph,

ich glaube ich helle die Verwirrung ein wenig auf:

  1. Termin 1.3. ist Blödsinn. Der 01.01.2005 ist wohl das richtige
    Datum

  2. Damit sich der Raimund das Hain nicht zermartert. Die 3 Fopos
    sind für das Ablaufmanagement gedacht, da die Verträge bis
    Alter 100 Beitragsfrei weiterlaufen und jeder Vertrag eine
    individuelle Aktienquote hat.

  3. Die Kombination mit ein BU-Rente ist Geschmackssache. Darum
    auch 3 Verträge damit bei einer Erhöhung nicht der komplette
    vertrag dynamisiert werden muß

  4. Die Lebensversicherung kannst du als Sicherheit abtreten für
    ein Hypothekendarlehen. Eine Steuerschädlichkeit ist nicht
    automatisch gegeben. Es muß auf einige Punkte bei der
    Abtretung geachtet. Da helfen fähiger Finanz oder Steuerberater.

  5. Die Version eine Fondspolice und BU-Absicherung einzutauschen,
    gegen ein Bu-Versicherung mit Fonds wird von Leuten empfohlen die
    leider nicht besser wissen
    Ich durfte leider in einigen Faällen die BU einiger Mandanten
    miterleben. Da gibt es einige Punkte zu beachten:

  • Steuerpflicht von BU-renten bei bestimmten Höhen und Laufzeiten
  • Krankenversicherungsbeiträge
  • Inflationsausgleich der Rente
  • Altersvorsorge nach dem Ende der BU-Rente
  1. Das Thema Kosten wird auch gerne als Negativpunkt empfunden, bei
    rationaler Betrachtung und etwas finanzmathematischen Sachverstand
    (Ich empfehle den HP 10 B/ 17 II als Rechner) findet man schnell
    raus das der Breakeven ihrgendwo bei 14 Jahren liegt und danach
    spielt die Fondspolice ihr Vorzüge . Z.B jederzeitiger kostenloser
    Fondswechsel aus.

Ich empfehle dir neben der MLP Fondspolice noch andere Fondspolicen
zu Diversifzierung.

grüße

Björn B.