Fondsgebundene private Rentenversicherung

Hallo zusammen,

das Thema Rente ist ja gerade für die „jüngere“ Generation ein wichtiges Thema. Ob, und wenn ja wieviel wir tatsächlich später an Rente ausbezahlt bekommen, ist sehr fraglich. Es gibt seit einiger Zeit private Rentenversicherungen, die bis ans Lebensende eine gewisse Summe monatlich auszahlen, eine ideale Ergänzung zur staatlichen Rente - so meine ich. Meine Frage: wer hat Erfahrungen gesammelt mit dieser Form der Rentenversicherung, wer kann Tipps geben, worauf sollte man achten?

Gruß Michael

Hallo Michael,
im Prinzip gebe ich Dir recht. Meiner Meinung nach sollte man aber auf folgende Dinge achten:

1.Die Versicherungen offerieren i.d.R. während der Vertragslaufzeit die Möglichkeit, auf das Fondsguthaben zuzugreifen, was eigentlich gut ist, da es einem ein gewisses Maß an Liquidität sichert. Macht man aber davon Gebrauch, sollte man sich bewußt sein, dass man dann nicht eine Geldsumme entnimmt, die man später wieder einzahlen kann (incl. einem Mehrbeitrag lt. Verlaufsprognose wie bei herkömmlichen RV) und so das Versorgungsziel erreicht, sondern man verkauft Anteile, die Kursschwankungen unterliegen. Sollten nun die Kurse zum Zeitpunkt der Entnahme niedrig liegen und während der Entnahme kräftig ansteigen, muß man später relativ viel einzahlen, um auf dieselbe Anzahl der Anteile wie vorher zu kommen. Das bedeutet in der Konsequenz, dass man zu hohen Kursen der Anteile von der Entnahmemöglichkeit Gebrauch machen sollte.Klingt zwar alles simpel, aber viele Versicherungsnehmer mißachten dies und so kommt es oft am Ende der Laufzeit zu bösen Überraschungen.

  1. Um eine Rendite wie ein „normaler“ Investmentsparplan zu erreichen, sollte man auf niedrige Ausgabeaufschläge achten:
    anstatt 5% z.B. 0,5%

  2. Eine ausreichende Anzahl von Fonds sollte bei der Rentenversicherung hinterlegt sein, um Switchen zu ermöglichen, dieses wiederum sollte mit möglichst wenig Kosten verbunden sein.

MfG
Ralf Karnowsky
http://www.versicherungs-kontor.de