Fondsgebundene Riesterrente

Hallo Experten,

ich möchte eine fondsgebundene Riester-Rente abschließen. Als Gesellschaften kommen für mich hier eigentlich nur die Union Investment (Uni-Profi-Rente) oder die DWS (DWS-Top-Rente-Dynamik) in Frage. Habe noch ca.30 Jahre bis zur Rente und bin Single.

Nun möchte ich folgende Fakten aufzeigen:

Bei der Uni-Profi-Rente wird zunächst das gesamte Kapital in einen Aktienfond (UniGlobal) gesteckt. Bei der DWS wird es z.T. auch zu 100% in Aktienfonds, meist jedoch zu 80% in Aktienfonds und zu 20% in Rentenfonds gesteckt. Kurz vor der Rente wird dann bei beiden Gesellschaften zugunsten von Rentenpapieren umgeschichtet. Ich finde eigentlich aufgrund der Langfristigkeit der Anlage die Union Variante die bessere. Allerdings wird dort nur in einen Fond investiert, bei DWS in mehrere. Ich denke hierbei vor allem mit Sorge an das große Volumen das der UniGlobal mit der Zeit bekommen wird.

Bei der Uni-Profi-Rente bezahle ich 5% Ausgabeaufschlag. Das ist nicht zu ändern, auch nicht verhandelbar oder über Fondsvermittler. Verwaltungsgebühr liegt zw.1,2% p.a. und 1,25% p.a. im UniGlobal und etwa die Hälfte wenn später in Rentenpapiere umgeschichtet wird.
Bei DWS kann ich über Fondsvermittler kaufen und zahle dann 2,5% Ausgabeaufschlag. Die Verwaltungsvergütung beträgt ca.1,3% p.a.

Nun meine Frage:
Wie seht Ihr das, zu wem würdet Ihr abschließend tendieren?

Hoffe auf zahlreiche Antworten, Danke im Voraus

Viele Grüße

Ich persönlich tendiere ja mehr zur DWS, weil hier eine größere Auswahl vorhanden ist. Der Rabatt auf den AA wird immer wieder überbewertet, schlimmer aber sind die laufenden Kosten, und die sind nach dieser Auflistung her höher bei der DWS.
Wenn die Beiträge relativ hoch sind, würde ich vielleicht beide besparen (Depotkosten), ansonsten wahrscheinlich die DWS wählen. Aber aufpassen, dass man nicht plötzlich mit der PremiumRente da steht :smile:

Seit wann kann man zwei Riester-Produkte abschließen??? und was soll das bringen? Dass man mehr Depotgebühren zahlen muss???

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Dirk,

Der Rabatt auf den AA wird

immer wieder überbewertet, schlimmer aber sind die laufenden
Kosten, und die sind nach dieser Auflistung her höher bei der
DWS.

Aber wenn ich 2,5% AA sparen kann bei der DWS (bei Kauf über Fondvermittler) im Vergleich zu Union, dann sind doch die Kosten geringer bei DWS. Denn der Ausgabeaufschlag fällt ja auch bei jeder Zahlung an, also nicht einmalig. Also wenn man 2008 den vollen Sonderausgabenabzug erreichen möchte und 2100 Euro einbezahlt (abzügl. Zulage) dann wären dies doch bei der Union schon Kosten von 105 Euro p.a., bei DWS 52,5 Euro p.a… Dazu kommt dann noch die Verwaltungsgebühr und evtl. Depotkosten. Dieser Kostenunterschied von Union zu DWS ist aber sehr gering.
Die Kosten des AA würden dann schließlich auf 30 Jahre hochgerechnet bei Union 3150€ betragen und bei DWS 1575€. Der AA ist dann doch ein wesentlich höher zu bewertendes Entscheidungskriterium bei den beiden Produkten als die Kosten der Verwaltungsgebühr.

Wenn die Beiträge relativ hoch sind, würde ich vielleicht
beide besparen (Depotkosten), ansonsten wahrscheinlich die DWS
wählen. Aber aufpassen, dass man nicht plötzlich mit der
PremiumRente da steht :smile:

PremiumRente kommt nicht in Frage, ist in meinen Augen ein Witz, das Produkt :smile:.

PremiumRente kommt nicht in Frage, ist in meinen Augen ein
Witz, das Produkt :smile:.

Hallo leflic,

ganz so sollte man das vielleicht nicht ausdrücken. Es gibt Zielgruppen, für die das PRodukt Sinn macht. Es gibt aber ebenso Zielgruppen, für die es eine bessere Entscheidung ist, was anderes zu nehmen. Ein Witz ist es sicherlich nicht, nur in manchen Fällen nicht optimal. Ich persönlich lache über die UniProfiRente mehr als über die RiesterRentePremium.

Ihre persönlichen Rahmenbedingungen kenne ich nicht, aber tendenziell würde ich Sie in der Entscheidung zur TopRente durchaus unterstützen.

Frank Wilke

Disclaimer: Das war keine Beratung, keine Empfehlung!

Hallo Frank,

Es gibt
Zielgruppen, für die das PRodukt Sinn macht. Es gibt aber
ebenso Zielgruppen, für die es eine bessere Entscheidung ist,
was anderes zu nehmen. Ein Witz ist es sicherlich nicht, nur
in manchen Fällen nicht optimal.

du hast recht, ich habe mich etwas zu krass ausgedrückt.
Bin nur von meiner persönlichen Situation ausgegangen.

Ich persönlich lache über die
UniProfiRente mehr als über die RiesterRentePremium.

Kannst Du mir Deine Gründe zu deiner Einstellung über UniProfiRente schreiben. Würd mich sehr interessieren, weil ich eben immer noch hin und her schwanke (zw.DWS und Uni).

Danke im Voraus, Grüße

Seit wann kann man zwei Riester-Produkte abschließen??? und
was soll das bringen? Dass man mehr Depotgebühren zahlen
muss???

Was das bringt?
Mehr Streuung, zwei verschiedene Konzepte.
Und wenn die Beiträge relativ hoch sind, fallen die Depotgebühren nicht sooo sehr ins Gewicht. Natürlich können auch mehr als zwei Anbieter bespart werden. Ist kein Problem. Solange der gesamte Jahresbeitrag innerhalb der förderfähigen Grenzen liegt, kann man damit machen, was man will. Umständlich wird es nur, wenn man versucht, die Förderung zu verteilen oder hin und her zu wechseln.

Dann wollen wir doch mal mit dem Vorurteil aufräumen. Eine ganz brauchbare Seite, um solche Rechenbeispiele zu probieren: http://www.zinsen-berechnen.de/anlagerechner.php

Lassen wir Max Mustermann doch 30 Jahre lang 50 Euro in die TopRente einzahlen. Sein geklonter Bruder macht genau das Gleiche, hat aber 50% Rabatt auf die Ausgabeaufschläge, dafür statt 1,2% eben 1,5% Verwaltungskosten.
50€, 5,0% AA, 1,2% VerwK., 8% Rendite: 53.972,46€
50€, 2,5% AA, 1,5% VerwK., 8% Rendite: 52.323,93€
Das ist nicht sooo wahnsinnig viel, aber je länger die Laufzeit, umso stärker kommen die höheren Verwaltungskosten zu tragen, da diese jährlich anfallen. Der AA wird sich immer hinten im gleichen Maße (relativ) bemerkbar machen, wie er vorne gespart wird. Wer also 2,5% AA spart, hat 2,5% mehr Ertrag.
Oder ganz krass: 50€ monatlich bei 10% AA und null Verwaltungskosten bringen mehr als 50€ monatlich bei null AA und 1% Verwaltungskosten.
Also nicht unbedingt nur nach dem AA schauen, sondern besser nach den Folgekosten :wink:

Der AA wird sich immer
hinten im gleichen Maße (relativ) bemerkbar machen, wie er
vorne gespart wird. Wer also 2,5% AA spart, hat 2,5% mehr
Ertrag.
Oder ganz krass: 50€ monatlich bei 10% AA und null
Verwaltungskosten bringen mehr als 50€ monatlich bei null AA
und 1% Verwaltungskosten.
Also nicht unbedingt nur nach dem AA schauen, sondern besser
nach den Folgekosten :wink:

Hab ich so nicht bedacht, du hast völlig recht. Die Verwaltungsgebühr ist eine Gebühr für das gesamte eingezahlte Geld. D.h. sie wird i.d.R. von Jahr zu Jahr höher, es sei denn die Geldanlage macht Verlust, dann sinkt die VW-Gebühr wieder. Denke jetzt hab ichs kapiert. Oder, ist doch so?

Dann wollen wir doch mal mit dem Vorurteil aufräumen. Eine
ganz brauchbare Seite, um solche Rechenbeispiele zu probieren:
http://www.zinsen-berechnen.de/anlagerechner.php

Klasse Link, hab ich gleich in die Favoriten gespeichert.

Natürlich können

auch mehr als zwei Anbieter bespart werden. Ist kein Problem.
Solange der gesamte Jahresbeitrag innerhalb der förderfähigen
Grenzen liegt, kann man damit machen, was man will.
Umständlich wird es nur, wenn man versucht, die Förderung zu
verteilen oder hin und her zu wechseln.

Zulagen können auf max. zwei Verträge gleichzeitig verteilt werden.

Grüße
H.

Hallo Leflic,

das schöne an den Kosten ist, dass sie im Moment augenscheinlich transparent sind, im Gegensatz zu der künftigen Rendite.

Augenscheinlich deswegen, weil auch diese Transparenz ihre Grenzen hat. Neben der Verwaltungsvergütung (VV) gibt es auch noch weitere Kosten im Fonds (z.B. Depotbankgebühren, Orderkosten). Diese werden auch nur zum Teil in der „Total Expanse Ratio“ (TER) erfasst, die Du zu jedem Fonds noch findest.
Wenn also, wie von Dirk vorgerechnet, 0,05% p.a. soviel ausmachen, ist eine klare Bewertung aus meiner Sicht nicht möglich, da Kosten in dieser Höhe durchaus „versteckt“ auftauchen können. Z.B., wenn der Fonds in turbulenten Zeiten mal ordentlich umschichtet.

Dazu kommt noch, dass die Fondsgesellschaft die VV relativ leicht mal schnell erhöhen kann. Der Normalkunde neigt dazu, solche Mitteilungen schnell mal zu übersehen.

Wenn 0,05% Kosten pro Jahr sich so auswirken, dann trifft dies natürlich auch auf ein entsprechendes Plus an Perfromance im positiven Sinne zu.
Hier scheint mir die DWS die Nase vorn zu haben. Ohne dies wissenschaftlich untersucht zu haben glaube ich sagen zu können, dass die DWS in der Vergangenheit im Aktienbereich in der Breite bessere Ergebnisse abgeliefert hat als die Union. Es finden sich recht wenig Union-Fonds in den vorderen Listenplätzen bei der langfristigen Performance. Die DWS steht da schon etwas besser da. Das ist natürlich keine Garantie für die Zukunft.

Noch ein Punkt spricht für die Variante DWS / Vermittler:
Als Kunde eines freien Vermittlers hast Du wenigstens die theoretische Chance auf eine relativ unabhängige Beratung. Normalerweise hat er auch ein persönliches Interesse an einer langfrsitgen Bindung zu Dir… .
Bei Deiner Volksbank wirst Du anhand der „Betreuung“ genau feststellen können, welche Vertriebsziele die Kundenberater zu erfüllen haben. Da steht ganz klar die Zielerfüllung über dem Kundenbedarf.
Auch sehen die meisten Bankmitarbeiter den Beraterposten als Karriereschritt und wollen so schnell wie möglich den nächsten machen. Das ist ja nicht verwerflich, aber eine langfrsitige Kundenbindung ist dann nicht das vordergründige Ziel… .

Wie auch immer Du Dich entscheidest, viel Erfolg!

Der Money Schorsch

Tag,

hey die Zeit die du damit vertrödelst peinlichst genau irgendwelche Kosten auszurechnen, die sich eh alle Nas´lang ändern können kostet dich bestimmt viel mehr als eine um momentan 0,2% höhere Verwaltungskostenquote.
(-:

Hat jemand eigentlich mal eine genaue Kostenaufstellung der hier immer wieder verfluchten Premiumrente?

Grüße
H.

************************************************
Tag,
einfach nur komplette Zustimmung!!!
Danke!

Grüße
H.

Zulagen können auf max. zwei Verträge gleichzeitig verteilt
werden.

Grüße
H.

Aber man braucht es nicht. Ein Vertrag kann mit Zulagen und Mindestbeitrag gefüttert werden, der Rest wird in den anderen gestopft

Die Kosten der DWS Premiumrente - soweit bekannt

Hat jemand eigentlich mal eine genaue Kostenaufstellung der
hier immer wieder verfluchten Premiumrente?

Klar, zumindest die bisher bekannten Kosten:

Abschlusskosten:
5,5% der gesamten Beiträge bis einschl. des 60. Lebensjahres:

Beispiel: Single, geb. 01.01.1978 (also bei Beginn dann 30) , Beginn der Premiumrente 1.1.2008 ; keine Kinder; zahlt vollen, förderfähigen Beitrag (ab 2008 p.a. 2100 Euro incl. Zulage)

Rechnung: 2100 - 114 Euro = 1986 Euro (=Eigenbeitrag!)

1986 Euro * 5,5 % * Laufzeit ( = 30 Jahre; bis zum 60. )= ca. 3277 Euro !!!

Die Abschlusskosten werden in den ersten 5 Jahren monatlich von den Beiträgen einbehalten, danach werden die Beiträge voll in den Fonds investiert, also ohne weitere Ausgabeaufschläge etc…
Bei Vermittlern, die 50% oder 80% Rabatt auf die Abschlusskosten gewähren, erfolgt die Erstattung entweder jährlich, oder nach Ablauf von 5 Jahren…
Müsste man mal ausrechnen, wie sich das jeweils auswirken würde… Spielt ja auch ne Rolle, ob man sich den Erstattungsbetrag auszahlen lässt, oder evtl. sogar reinvestiert !?

Weiterhin fallen noch Verwaltungs- bzw. Managementgebühren bei den Fonds an. Da es sich bei der Premiumrente im Prinzip um einen Dachfonds handelt (DWS Vorsorge Dachfonds; ISIN bzw. WKN: siehe Google) , werden die MM-Gebühren der darin enthaltenen Fonds jedoch nicht addiert, sondern der Verwaltungsgebühr des Dachfonds angerechnet, hier gibt es die Obergrenze von 1,5% p.a.

Die Kosten der Rentenversicherung, die bei Rentenbeginn mit dem Kunden vereinbart wird, um die lebenslange Rentenzahlung ab dem 85. Lebensjahr zu gewährleisten, kann man heute noch nicht beziffern, da es diesen Tarif noch garnicht gibt. (ist bei DWS Toprente bzw. Union Investment auch so!)
Man wurschtelt so mit ca. 10-15% des Einmalbeitrags …

Gruß, Kristian

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