Fondssparplan auf Garantiefonds

Hallo !

Wäre eine Fondssparplan auf Basis eines Garantiefonds mit Höchststandsgarantie wegen dem Cost-Average Effekt nicht besonders empfehlenswert ? So kann ich mir sicher sein, das ich für KEINEN meiner monatlich gekauften Anteile zum Laufzeitende weniger bekomme als ich gezahlt habe (Ausgabeaufschlag mal außer Acht gelassen). Würde die Rechnung nicht vor allem dann aufgehen, wenn der Garntiefonds (noch) einen hohen Aktienanteil hat ?

Grüße !
impact79

Hallo Impact,

es wäre gut, wenn du mal den Fonds nennst, den Du im Auge hast. Es kommt nämlich sehr darauf an, wie der Fonds gestrickt ist und wie er die Garantie darstellt.

Wäre eine Fondssparplan auf Basis eines Garantiefonds mit
Höchststandsgarantie wegen dem Cost-Average Effekt nicht
besonders empfehlenswert ? So kann ich mir sicher sein, das
ich für KEINEN meiner monatlich gekauften Anteile zum
Laufzeitende weniger bekomme als ich gezahlt habe

Die meisten Fonds laufen nicht über die ganze Zeit vogelwild durch die Gegend, sondern versuchen ständig durch eine konservative Struktur nicht unter die Garantie zu fallen.
Das bedeutet, dass Du auch bei niedrigen Kursen nicht billig kaufst. Also nicht wirklich viel Effekt in Sachen Cost-average.

(Ausgabeaufschlag mal außer Acht gelassen). Würde die
Rechnung nicht vor allem dann aufgehen, wenn der Garntiefonds
(noch) einen hohen Aktienanteil hat ?

Wahrscheinlich wird er keinen hohen Aktienanteil haben, weil der dann die Garantie nicht halten könnte.
Viele dieser Fonds funktionieren ungefähr so:

Bsp:
Garantie: 100% Kapitalerhalt auf 5 Jahre.
aktueller Zinssatz für sichere Renten mit fünf Jahren Laufzeit: 4 % p.a…
Ich kann muß also überschlägig 82% des Kapitals zu 4 % anlegen, um nach fünf Jahren wieder bei 100% zu sein. (Zinseszinseffekt usw., klar?)
Also kann ich 18% meines Kapiatls riskieren und habe selbst bei einem Totalverlust nach fünf Jahren mein Kapital wieder = Garantie.

Also werden 18% in Aktien angelegt. Entsprechend niedrig partizipiere ich an der Entwicklung der Aktienmärkte. Machen die Aktien z.B. 20%, macht mein Fonds 3,6% (+ den Ertrag aus den Renten, also insgesamt 7,6%)
Das ist natürlich seeeehr stark vereinfacht. Aber vom Prinzip kommts schon hin. Google mal nach „CPPI“, da solltest Du genauere Erklärungen finden.

Mein Fazit:
Garantiefonds sind nur in speziellen Fällen (Anlegersituationen) wirklich interessant.
Für Sparpläne würde ich lieber agressivere Aktienfonds nehmen. Zumindest, wenn die Laufzeit lange genug ist.

Gruß Schorsch

So geht das nicht .-))))

Hallo !

Wäre eine Fondssparplan auf Basis eines Garantiefonds mit
Höchststandsgarantie wegen dem Cost-Average Effekt nicht
besonders empfehlenswert ? So kann ich mir sicher sein, das
ich für KEINEN meiner monatlich gekauften Anteile zum
Laufzeitende weniger bekomme als ich gezahlt habe

Was bringt es dir denn, wenn du heute einen Anteil kaufst und weiss , dass du in 10 Jahren mind. das zurück bekommst ?
Das ist ein reines Verlustgeschäft, schließlich ist in 10 Jahren das Geld wesenlich weniger wert ! Inflation !!!

(Ausgabeaufschlag mal außer Acht gelassen). Würde die
Rechnung nicht vor allem dann aufgehen, wenn der Garntiefonds
(noch) einen hohen Aktienanteil hat ?

Das gibt es nicht in dieser Form ?
Je mehr Risiko desto mehr Rendite ist möglich, aber dies bedeutet das es keine Garantie gibt.
Garantiefonds investieren nur einen sehr geringen Anteil in Aktien und den Rest in der Regel in „Zerobonds“, die die Rückzahlung zum Ende garantieren.

Gruss
Börsenfan1968

Hey, Danke euch beiden für die Antworten !

Sowie ich das verstanden habe gibt es neben dem von Dir erkläretem Garantiekonzept noch weitere, z.B tatsächlich eine 100% Höchststandsgarantie.

Ein Beispiel sind die DWS Flexpension-Fonds. Habe hier ein PDF dazu gefunden:

http://www.finanzvorteil.de/DWSLux_AI0506DEFlexPensi…

Ok, wenn in schlechten Zeiten alles in Renten umgeschichtet worden ist kann man nat. nicht mehr von steigenden Aktienkursen profitieren. Aber gibts noch andere Haken ?

Deswegen meinte ich im ersten Posting auch, das man in solche Fonds dann investieren sollte, wenn der Aktienanteil hoch ist (Aktienanteil ist ja variable).

Um das nochmal kurz zu unterstreichen: Ich meine keine Kapitalgarantie in der man quasi sein eingesetztes Kapital zurückbekommt.

Sondern eine Garantie das man zum Ende der Laufzeit für alle seine Anteile den höchsten während der Laufzeit erzielten Anteilswert erhält !

Gruß
impact79

Sowie ich das verstanden habe gibt es neben dem von Dir
erkläretem Garantiekonzept noch weitere, z.B tatsächlich eine
100% Höchststandsgarantie.

Hallo impact,
soviel anders funktionieren die im Prinzip nicht. Das heißt ja nur, dass sie die Rechnung öfters vor vorne anstoßen, nämlich immer dann, wenn ein neuer Höchststand eingetreten ist

Ein Beispiel sind die DWS Flexpension-Fonds. Habe hier ein PDF
dazu gefunden:

http://www.finanzvorteil.de/DWSLux_AI0506DEFlexPensi…

Versuche doch mal rauszukriegen WIE dort die Garantie dargestellt wird. Das geht aus dem Werbeprospekt nicht hervor.
Eines fällt aber auf:
Es handelt sich um einen Dachfonds, der nur in DWS Fonds investiert.
Das ist super! Für die DWS. Denn die verdienen an Deinem Geld zweimal. Einmal Verwaltungsvergütung im Zielfonds, dann nochmal das Gleiche im Dachfonds (1,1 % p.a.). Da sind von vornhereinmal um die 2% p.a. weg. Wenn die dann ihr Risikobudget aufgebraucht haben und deswegen z.B. die letzten 15 Jahre Laufzeit in Renten bleiben müssen, um die Garantie zu halten, hast Du daran nicht mehr viel Spaß… .

Ok, wenn in schlechten Zeiten alles in Renten umgeschichtet
worden ist kann man nat. nicht mehr von steigenden
Aktienkursen profitieren. Aber gibts noch andere Haken ?

Der Haken ist, dass oft der Rückweg in die Aktien nicht mehr geht, weil kein Risikobudget mehr vorhanden ist. Aber das macht nichts, die DWS verdient ja trotzdem glänzend an Dir.

Deswegen meinte ich im ersten Posting auch, das man in solche
Fonds dann investieren sollte, wenn der Aktienanteil hoch ist
(Aktienanteil ist ja variable).

Und wo steht, WIE hoch er tatsächlich ist?
Per 31.07. war die Sparplanvariante flexpension 2025 nur in Renten und Cash investiert.
Diese Fonds haben KEINEN hohen Aktienanteil (z.B. > 50%), weil sonst keinen Garantie darstellbar wäre.

Für einen Sparplan taugt das nichts.
Ob´s für was anderes taugt, als ein gutes Geschäftsergebnis der DWS, muß sich noch zeigen.

Gruß Schorsch

Sicherheit,hohe Rendite und kein Risiko geht nicht
Hallo impact,

Ein Beispiel sind die DWS Flexpension-Fonds. Habe hier ein PDF
dazu gefunden:

http://www.finanzvorteil.de/DWSLux_AI0506DEFlexPensi…

Also ohne erstmal lange was dazu zu sagen, rate ich dir, davon die Finger zu lassen.
Gerade mit DWS Flexpension-Fonds habe ich mich schon beschäftigt.
Money Schorsch hat ja schon einiges dazu geschrieben.

Ok, wenn in schlechten Zeiten alles in Renten umgeschichtet
worden ist kann man nat. nicht mehr von steigenden
Aktienkursen profitieren. Aber gibts noch andere Haken ?

Was sind denn schlechte Zeiten ?
Wenn die Aktien gefallen sind ? Nun ja eigentlich müsste ja dann der Fondsmamanger es vorher wissen, wann Sie fallen oder nicht ?
Sonst bist du ja aus den Aktien draussen gerade dann wenn der Makrt tief gefallen ist und gehst erst wieder rein wenn die Aktien gestiegen sind ?
Nicht so dolle oder ?

Deswegen meinte ich im ersten Posting auch, das man in solche
Fonds dann investieren sollte, wenn der Aktienanteil hoch ist
(Aktienanteil ist ja variable).

Ich glaube du willst etwas haben was es nicht gibt.
Hohe Sicherheit , hohe Rendite mit sehr wenig Risiko.

Das gibt es nicht, alles andere sind schöne Verpackungen der Banken, die dir als Käufer anders vorgaukeln.

Zum Beispiel Ausdrücke wie " Kapitalgarnatie mit der Partizipation an steigenden Märkten "
Klingt gut , aber was nutzt dir eine Teilnahme von z.B 10% ?
Steigt der Aktienmarkt p.a um 10% , steigt dann Fonds um p.a 1%.

Nicht so toll oder ?

Tja, wieder mal eine Illusion zerstört, die die Finanzbranche gerne verkauft.

Was ich dir raten kann ist, teile deine Anlagen selber auf.
So bist du felxibel und kannst jederzeit selbst bestimmen wie hoch dein Risisko sein soll.
Misch je nach deiner persönlicher Neigung Renten, Tagesgeld, und Aktien/Aktienfonds etc.

Der Vorteil ist zudem, du kannst die die guten Produkte jeder Anlageklasse selbst aussuchen.

Ums etwas zugespitzt zu sagen " Lieber selber Geld verdienen, als dass die Banken an einem Geld verdienen" .-))))

Schönes WE noch

Gruss
Börsenfan1968