Hallo,
nein, das ist zu einfach. Vergangene Wertentwicklungen stehen
z.B. in Zusammenhang mit der Qualität der Anlagestrategie und
des Fondsmanagements. Daraus lassen sich dann statistische
Erwartungen über den (relativen) Erfolg des Investmentprodukts
in der Zukunft ableiten - selbstverständlich nur in
Wahrscheinlichkeitsbegriffen.
oha, nimms mir bitte nicht persönlich, aber ich fühle mich jetzt gerade wir in meinem Beruf.
Alle Banken etc. kommen vorbei und sagen wir toll ihr Fonds, Zertifikate etc in der Vergangenheit waren bzw wie toll das Backtesting (also die Rückrechnung in die Vergangenheit) ist.
Und alles mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit.
Und da meine ich alle.
Tja, was soll ich sagen, die sich dann ergebenen realen Werte sehen ganz anderst aus.
Aber alles nur ne Frage der WAHRSCHEINLICHKEIT ?
Nun ja, da Portfoliotheorie und Statistik selber mein Schwerpunkt ist, weiss ich wohl was du meinst.
Nur leider ist die Realität anderst.
Die Berechnung der Wahrscheinlichkeit baut eben auch auf der Vergangenheit auf. Und das ist der Knackpunkt.
Aber auch irgendwie beruhigend , dass keine die Zukunft vorraussieht.
Klar, es ist schön und beruhigend mit Wahrscheinlichekeiten und Statistischen Maßen (Volatilität, Tracking Error etc ) zu rechnen.
Mache ich beruflich auch.
Aber auch deshalb weiss ich das der Spruch:
„Traue keiner Statitik, die du nicht selbst gefälscht hast“ simmt.
Aber jede Berechnung/ Betrachtung hängtt schon von dem Zeitraum an den man nimmt.
Welcher ist richtig ?
Die Fondsgesellschaft wird in der regel einen ihr günstigen nehmen.
Vermögensprojektionen, die im Rahmen der Portfolioanalyse nach
Markowitz vorgenommen werden und - typisch für statistische
Vorhersagen - Erwartungswerte und Konfidenzintervalle
enthalten.
Wie gesagt die Theorie ist, so, aber nicht die Praxis.
Deshalb sind längerfristige Anlagen am Aktienmarkt
keine irrationalen Spekulationen, sondern können durchaus als
rationale Investitionen angesehen werden, wenn man diese
Informationen zu nutzen weiß.
Wer hat denn gesagt das langfristige Anlagen am Aktienmarkt irrationale Spekaltionen sind ? Ich nicht.
Ich investiere selber direkt in Aktien.
Du folgst selbst dieser Einsicht, da Du - zwar fälschlich -
behauptest, daß Fonds nicht besser laufen als der Index und
man daher lieber Indexfonds kaufen sollte. Wenn vergangene
Wertentwicklungen gar nichts über zukünftige Wertentwicklungen
aussagen würden, könntest Du das nämlich nicht behaupten.
das alles habe ich mit keinen Wort gesagt /behauptet.
Mir sowas zu unterstellen, ist aber nicht die feine Art.
Ich sagte nur, das ein Index kein Kriterium ist, weil dieser beliebig von der Fondsgesellschaft ausgewählt werden kann.
Und leider zeigt sich auch im Institutionellen Geschäft dieses Verhalten, um damit angeblichen Erfolg zu verkaufen.
Und ich habe nur gesagt, das die Vergangenheit keine Garantie für die Zukunft ist.
Daran ändert keine Portfoliotheorie /Statistik was.
Den jedes Fondsmanagement ist nicht nur von rationalen Faktoren abhängig, sondern auch von irrationalen Faktoren und auch exogenen Veränderungen.
Beispiel: Fondsmanagerwechsel.
Schöens WE
Börsenfan1968
Grüße