FondsSparplan Indexaktien?

Hallo zusammen,

ich beabsichtige monatlich ca. 200 .- Euro anzulegen. Bei einem Beratungsgespräch wurde mir angeraten, dass ich einen monatl. festen Betrag in Indexaktien (zb. Eurostoxx) anlegen soll.

Macht das Sinn? Ich habe leider eher wenig Ahnung von der Börse und habe momentan alles über Festgeld angelegt.

Danke für eure Tipps

Chrissi

Guten Tag Christiane,
um die Antwort auf Ihre Frage aus meiner Sicht vorwegzunehmen:
Nein, Sinn ergibt das nicht. Wer so wie Sie üppig sparen will -
von Anlegen spreche ich nicht, denn es geht ja um monatliche Beträge -
sollte genau wissen, wie die Apparate funktionieren, in die man sein
Geld steckt. Dass Ihnen bei Ihrem Kenntnisstand Indexaktien angeboten
wurden, spricht aus meiner Sicht nicht für diejenige Person.
Machen Sie sich zunächst einmal schlau und erst, wenn Sie genau verstehen, wie die einzelnen Produkte zur dauerhaften Aufnahme von
200 € monatlich einzuschätzen sind, treffen Sie Ihre Wahl.
Es läuft Ihnen bis 2008 voraussichtlich überhaupt rein gar nichts
davon.
Gruß
Günther

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Hallo Chrissi,

grundsätzlich können Indexfonds gute Instrumente sein. Um aber Enttäuschungen zu vermeiden, solltest Du wissen und verstehen, was hier so passiert.
Vielleicht wäre es sinnvoll, wenn Du erstmal mit 50,- euro monatlich anfängst und den Rest des Geldes im vertrauten Bereich lässt. Mit wachsenden Erfahrungen lässt sich das ja schrittweise steigern.

Viel Erfolg wünscht der Money-Schorsch

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Grundsätzlich ist es auf LÄNGERE Sicht nicht verkehrt, Geld in Investmentfonds anzulegen. Der Vorteil zur Einmalanlage liegt im Cost-Average-Effekt, d.h. bei Kurs 1,- € erwirbt man 200 Anteile, bei Kurs 0,50 € 400 Anteile und bei 2,- € 100 Anteile. Insgesamt also 700 Anteile für 600,- Euro Einsatz.
Kurz und knapp : Kursverluste können ausgeglichen werden.

Viel wichtiger ist jedoch die Frage, zu welchen Konditionen gespart wird, bspw. wie hoch der Aufgabeaufschlag („Agio“) ist ( wenn z.B. wie üblich 5%, dann werden pro Monat nur 190,- Euro gespart ! ).

Grundsätzlich noch ein Tipp : Bevor man in in einen gemanagten Fonds investiert, lieber die ETF-Fonds des jeweiligen Index anschauen - die kosten kaum Gebühren und die Wertentwicklung im Vergleich zu gemanagten Fonds ist langfristig nahezu gleich…

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Wir wollen doch mal nicht den Ausgabeaufschlag als schwerwiegend betrachten, oder? Diese 5% machen am Ergebnis nichts so wahnsinnig viel aus.
Deutlich interessanter ist doch die Auswahl des Fonds an sich!
Oder betrachten wir uns mal die Managementgebühren, da steckt wesentlich mehr Einsparpotential dahinter.
Wenn da einer sitzt, der mit der Recherche und der Zusammenstellung der Fonds Arbeit hatte, darf das ruhig gewürdigt werden.

Hallo,

Grundsätzlich noch ein Tipp : Bevor man in in einen gemanagten
Fonds investiert, lieber die ETF-Fonds des jeweiligen Index
anschauen - die kosten kaum Gebühren und die Wertentwicklung
im Vergleich zu gemanagten Fonds ist langfristig nahezu
gleich…

dann wählst Du die Fonds schlecht aus. Es gibt nämlich durchaus Fonds, die auch langfristig besser laufen als ihr Vergleichsindex.

Beste Grüße

Hallo

dazu mal zwei Anmerkungen:

  1. immer im Hinterkopf behalten, das vergangene Ergebnisse nix mit der Zukunft zu tun haben.
    Aber ansonsten geb ich dir recht,es gibt Fonds mit einer sehr guten langen Historie.

2)Achja, das leidige Thema Benchmark / Vergleich mit dem Index.
Du schreibst selber „ihr Vergleichsindex“ .

Und genau da liegt dass grosse Problem.
Viele Fonds suchen sich einen Vergleichsindex der einfach zu schlagen ist.
Manche sind sogar so dreist, sich einen Kursindex als Vergleichsindex zu wählen.

Des Laie kann dies nicht beurteilen und das machen sich viele Fonds zu nutzen.

Und da gibt es gerade bei den beliebten Chartvergleichen das Problem der relativen und absoluten Abweichung.

Das würde jetzt zu weit führen, deshalb Vorsicht mit dem Vergleichsindex.
Er kann was aussagen, aber es kann auch nix aussagen.

Gruss
Börsenfan1968

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Hallo,

  1. immer im Hinterkopf behalten, das vergangene Ergebnisse nix
    mit der Zukunft zu tun haben.

das ist nicht ganz richtig. Aus vergangenen Renditen läßt sich zwar nicht mit Sicherheit eine zukünftige Rendite vorhersagen, aber schon mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit. Insofern sind die historischen Daten von berechtigtem Interesse.

Zu dem zweiten Punkt kann ich nur sagen: Man muß sich halt über die Produkte, die man kauft, gut informieren.

Grüße

Hallo

das ist nicht ganz richtig. Aus vergangenen Renditen läßt sich
zwar nicht mit Sicherheit eine zukünftige Rendite
vorhersagen, aber schon mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit.

dem muss ich ganz deutlich widersprechen.

Vergangene Wertentwicklungen sagen nix über die zukünftigen Wertentwicklungen aus.
Auch wenn viele es gerne anderst hätten, leider ist dies nun mal so.

Gruss
Börsenfan1968

Hallo,

Vergangene Wertentwicklungen sagen nix über die zukünftigen
Wertentwicklungen aus.

nein, das ist zu einfach. Vergangene Wertentwicklungen stehen z.B. in Zusammenhang mit der Qualität der Anlagestrategie und des Fondsmanagements. Daraus lassen sich dann statistische Erwartungen über den (relativen) Erfolg des Investmentprodukts in der Zukunft ableiten - selbstverständlich nur in Wahrscheinlichkeitsbegriffen. Ein Beispiel sind die Vermögensprojektionen, die im Rahmen der Portfolioanalyse nach Markowitz vorgenommen werden und - typisch für statistische Vorhersagen - Erwartungswerte und Konfidenzintervalle enthalten. Deshalb sind längerfristige Anlagen am Aktienmarkt keine irrationalen Spekulationen, sondern können durchaus als rationale Investitionen angesehen werden, wenn man diese Informationen zu nutzen weiß.

Du folgst selbst dieser Einsicht, da Du - zwar fälschlich - behauptest, daß Fonds nicht besser laufen als der Index und man daher lieber Indexfonds kaufen sollte. Wenn vergangene Wertentwicklungen gar nichts über zukünftige Wertentwicklungen aussagen würden, könntest Du das nämlich nicht behaupten.

Grüße

Hallo,

nein, das ist zu einfach. Vergangene Wertentwicklungen stehen
z.B. in Zusammenhang mit der Qualität der Anlagestrategie und
des Fondsmanagements. Daraus lassen sich dann statistische
Erwartungen über den (relativen) Erfolg des Investmentprodukts
in der Zukunft ableiten - selbstverständlich nur in
Wahrscheinlichkeitsbegriffen.

oha, nimms mir bitte nicht persönlich, aber ich fühle mich jetzt gerade wir in meinem Beruf.

Alle Banken etc. kommen vorbei und sagen wir toll ihr Fonds, Zertifikate etc in der Vergangenheit waren bzw wie toll das Backtesting (also die Rückrechnung in die Vergangenheit) ist.
Und alles mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit.

Und da meine ich alle.
Tja, was soll ich sagen, die sich dann ergebenen realen Werte sehen ganz anderst aus.
Aber alles nur ne Frage der WAHRSCHEINLICHKEIT ?

Nun ja, da Portfoliotheorie und Statistik selber mein Schwerpunkt ist, weiss ich wohl was du meinst.
Nur leider ist die Realität anderst.
Die Berechnung der Wahrscheinlichkeit baut eben auch auf der Vergangenheit auf. Und das ist der Knackpunkt.

Aber auch irgendwie beruhigend , dass keine die Zukunft vorraussieht.

Klar, es ist schön und beruhigend mit Wahrscheinlichekeiten und Statistischen Maßen (Volatilität, Tracking Error etc ) zu rechnen.
Mache ich beruflich auch.
Aber auch deshalb weiss ich das der Spruch:
„Traue keiner Statitik, die du nicht selbst gefälscht hast“ simmt.

Aber jede Berechnung/ Betrachtung hängtt schon von dem Zeitraum an den man nimmt.
Welcher ist richtig ?
Die Fondsgesellschaft wird in der regel einen ihr günstigen nehmen.

Vermögensprojektionen, die im Rahmen der Portfolioanalyse nach
Markowitz vorgenommen werden und - typisch für statistische
Vorhersagen - Erwartungswerte und Konfidenzintervalle
enthalten.

Wie gesagt die Theorie ist, so, aber nicht die Praxis.

Deshalb sind längerfristige Anlagen am Aktienmarkt

keine irrationalen Spekulationen, sondern können durchaus als
rationale Investitionen angesehen werden, wenn man diese
Informationen zu nutzen weiß.

Wer hat denn gesagt das langfristige Anlagen am Aktienmarkt irrationale Spekaltionen sind ? Ich nicht.

Ich investiere selber direkt in Aktien.

Du folgst selbst dieser Einsicht, da Du - zwar fälschlich -
behauptest, daß Fonds nicht besser laufen als der Index und
man daher lieber Indexfonds kaufen sollte. Wenn vergangene
Wertentwicklungen gar nichts über zukünftige Wertentwicklungen
aussagen würden, könntest Du das nämlich nicht behaupten.

das alles habe ich mit keinen Wort gesagt /behauptet.
Mir sowas zu unterstellen, ist aber nicht die feine Art.

Ich sagte nur, das ein Index kein Kriterium ist, weil dieser beliebig von der Fondsgesellschaft ausgewählt werden kann.
Und leider zeigt sich auch im Institutionellen Geschäft dieses Verhalten, um damit angeblichen Erfolg zu verkaufen.

Und ich habe nur gesagt, das die Vergangenheit keine Garantie für die Zukunft ist.

Daran ändert keine Portfoliotheorie /Statistik was.

Den jedes Fondsmanagement ist nicht nur von rationalen Faktoren abhängig, sondern auch von irrationalen Faktoren und auch exogenen Veränderungen.

Beispiel: Fondsmanagerwechsel.

Schöens WE

Börsenfan1968

Grüße

Hallo,

nimms mir bitte nicht persönlich, aber ich fühle mich jetzt gerade
wir in meinem Beruf.
da Portfoliotheorie und Statistik selber mein Schwerpunkt ist

ich nehme es Dir nicht persönlich, aber ich bin auch nicht beeindruckt. Ich habe über statistische Methoden promoviert.

Es geht mir nicht um die Werbung der Fondsgesellschaften oder Banken, auch nicht um Rückrechnungen. Davon habe ich nicht gesprochen. Deine Behauptung war:

Vergangene Wertentwicklungen sagen nix über die zukünftigen
Wertentwicklungen aus.

Und das ist eben so nicht richtig, da man die Informationen aus der Vergangenheit in statistischen Modellen nutzen kann, um Vorwärtsprojektionen anzustellen. Daß diese Informationen keine Garantien liefern, sagte ich bereits. Immerhin liefern sie nützliche Informationen für eine rationale Entscheidung.

Den jedes Fondsmanagement ist nicht nur von rationalen
Faktoren abhängig

Nicht jedes Fondsmanagement.

Grüße

ich nehme es Dir nicht persönlich, aber ich bin auch nicht
beeindruckt. Ich habe über statistische Methoden promoviert.

hm, ich wollte garnicht beeindrucken, warum auch ?
Genausowenig bin ich beeindruckt, warum auch ?

Ich fühle mich ja auch wohl mit meinem akademischen Hintergrund :smile:)

Vergangene Wertentwicklungen sagen nix über die zukünftigen
Wertentwicklungen aus.

Und das ist eben so nicht richtig, da man die Informationen
aus der Vergangenheit in statistischen Modellen nutzen kann,
um Vorwärtsprojektionen anzustellen. Daß diese Informationen
keine Garantien liefern, sagte ich bereits. Immerhin liefern
sie nützliche Informationen für eine rationale Entscheidung.

Tja, eben bei dieser Betrachtung /Beurteilung trennen sich unsere Wege.
Da alle verfügbaren Informationen im aktuellen Preis eingepreist sind, komme ich zu einer anderen Einschätzung.

Ich kann mich allerdings mit der Redewendung „nützliche Informationen“ anfreuden, aber nicht mehr :smile:))

Man kann es drehen und wenden wie man es will, alles beruht auf Vergangenen Werten und mit jeden neuen „vergangenen“ Wert ändern sich alle Prognosen.

Es mag Illusionen zerstören, die gerade viele am Kapitalmarkt haben, aber es nun mal so.
Wäre schön wenns anderst wäre, aber ist nicht so.
Und die Realität in meinem Beruf zeigt dies sehr genau.
Es werden viele Personen in quantitativen Abteilungen beschäftigt um allemöglichen statistischen Modelle zurechnen.
Na und ? Haben diese mehr Erfolg ?
Die Realität sagt Nein.

Den jedes Fondsmanagement ist nicht nur von rationalen
Faktoren abhängig

Nicht jedes Fondsmanagement.

Habe ich auch gedacht, bevor ich selber in dem Bereich gearbeitet habe :smile:))

Auf gute Börsengeschäfte !!

Gruss
Börsenfan1968

Auf gute Börsengeschäfte !!

Dir auch.

BEste Grüße