Forderungen an Ausland bei offener Volkswirtschaft

Hallo guten Abend!
Ich habe eine Frage zum Kreislaufmodell einer offenen, evolutorischen Volkswirtschaft mit staatl. Aktivität und hoffe dass es jemanden gibt der fit auf dem Gebiet ist…

Also, folgender Sachverhalt: Export > Import => ein Vermögensstrom fließt vom Ausland zu den Unternehmen. Soweit logisch.
Gleichzeitig fließt in diesem Falle Geld von den Vermögensveränderungen zum Ausland, dieser ist bei uns mit „Forderungen an Ausland“ beschriftet.
Kann mir jemand erklären wie dieser Strom zustande kommt? Die Erklärungen dazu von unserem Lehrer habe ich nicht kapiert…

Danke schonmal,
Oid

Hallo Old,

nun, der Ausländer muss ja die Waren die er bei uns kauft auch irgendwie bezahlen. Dafür gibt es nur folgende Möglichkeiten.

  1. Er verkauft einem Imländer gegen Inlandswährung seine Auslandswährung. ==> Inländer besitzt danach Auslandswährung, also baut er Forderungen an das Ausland auf.

  2. Der Exporteur, oder ein anderer Inländer leiht dem Importeur die Inlandswährung zur Bezahlung ==> Forderung in inländischer Währung gegen einen Ausländer ==> Auslandsforderung.

  3. Der Importeur besitzt, aus welchem Grunde auch immer, ein Guthaben in Inlandswährung ( ==> Auslandsverbindlichkeit des Inlandes ). Wenn er zu Lasten dieses Guthabens importiert, nehmen die Auslandsverbindlichkeiten ab, also die (Netto-)Auslandsforderungen zu.

Hoffe das hilft.

Grüßle

Eric