Forderungen insolventer Stromanbieter

Hallo,

mal eine Frage: man hat im März 2012 einen Stromliefervertrag gemacht mit Vorkasse für die nächsten 12 Monate. Nun kommt eine Abrechnung und obwohl man nicht nachzahlen musste soll man jetzt für die nächsten 12 Monate einen erheblich höheren Betrag (fast das doppelte) zahlen wie letztes Jahr.

Nun ist die Firma insolvent:

  1. Frage: kann man die Vorauszahlung verweigern weil die Firma bald eh nicht mehr liefern kann?

  2. Frage: kann man etwas gegen diese hohe Forderung tun?

Grüße
Jessica

Guten Tag,

wie wäre es mit kündigen und den Anbieter wechseln?!
Bei Preiserhöhungen hat man ein Sonderkündigungsrecht.

Ausserdem sollte man keine Vorauszahlungen für 12 Monate machen (wie gerade wieder mal Kunden eines Stromlieferanten feststellen).

Gruß
Bori

Hallo,

wenn die erhöhte Forderung des Stromlieferanten sich aus dem Vertrag mit dem Stromlieferanten ergibt, also vertraglich vereinbart wurde, kann man die Zahlung nicht verweigern, denn der Inso-Verwalter des Stromlieferanten hat natürlich zur Abdeckung der Forderungen der Gläubiger des Stromlieferanten alle Forderungen, die der Stromlieferant selber hat, einzutreiben.

Die Zahlung kann m.E. nur dann eingestellt werden, wenn der Lieferant seiner Verpflichtung zur Lieferung nicht mehr nachkommen kann.

Die erhöhte Vorauszahlung wird sicherlich vom Lieferanten mit Verweis auf vertragliche Vereinbarungen verlangt; da muss man den Vertrag genauer lesen.
Ist ein sofortiger Wechsel zu einem anderen Lieferanten möglich bzw. schon geprüft worden?

si