Hy Norbert,
ich sehe es als aussichtslos an, im Währungsmarkt ohne Erfahrung oder aktives Bemühen was zu erreichen.
Allerdings sehe ich keine Vorgegebenen Richtlinien bzgl. Häufigkeit der Trades. Man kann auch (oder sogar gerade) bei Devisen sehr lange Trends handeln. Natürlich muss man selbst seine Stärken finden und die Stops bzw Strategien entwickeln. Der Yen/Euro Carrytrade findet über Jahre statt, und wird von wirklichen Profis auch so lange betrieben. Wer 12 Milliarden Euro gegen Yen gekauft hat, steigt nicht alle 100 pips ein oder aus. Und - ganz unabhängig von der Menge des Geldes - warum sollte man nicht 500 pips Stop setzen, wenn man am Tag 1 Pip Zinsen bekommt und weitere 2000Pips Kursgewinn in 2 Jahren erwartet?
Die Maxime des täglichen Wechselns der Positionen mit kleinsten stops nach 10 pips und ähnliches ist auch ein Ansatz; aber es bedarf umso grösserer Erfahrung.
Ich gebe hier also keiner Tradelaufzeit oder Stopgrösse den Vorzug; es kommt auf Deine Fähigkeiten, Nerven und Zeit an.
Tatsache ist aber: Das meiste Geld (zum Beispiel gegen den Yen) ist sehr langfristig im Markt, weil es sowohl an Kursgewinnen wie auch dem andauernden Zinsunterschied profitieren möchte. Sieh Dir mal Währungen über sehr lange Zeiträume an www.taprofessional.de, dann weißt Du, was ich meine.
Das beste mir bekannte Konto lautet www.oanda.com
Hier hast Du niedrigste Spreads, bekommst (fast) korrekte Zinsgutschriften bzw Zinsbelastungen, hast keine Minimumkontogröße und vor allem: keine Minimumkontraktgrösse!! Du kannst wirklich nur einen Dollar verkaufen, wenn Du willst.
Du kannst auch zeitlich unlimitiert ein kostenloes Trainingskonto einrichten, welches Dir den wirklichen Ablauf zeigt, kannst realistisch üben.
Zum Einstieg würde aber lieber empfehlen, mit 100$ Kontogröße zu traden, als nur per training. Dann hast Du, auch wenn Du nur zB. 1000$ handelst und somit eine pipgrösse von 10 Cent, gleich den Eindruck wie es sich mit realem Geld anfühlt. Das ist ein grosser Unterschied gegenüber reiner Spielwiese, tut aber trotzdem nicht weh wenns schief läuft.
Das halte ich für das beste, es macht überhaupt keinen Sinn, sich auf vom Broker vorgegebene Mindesttradegrößen wie z.B. 10.000$ einzulassen. Jedenfalls nicht für Anfänger.
Und als (wirklicher) Profi geht man dann wohl doch besser an die US-Terminbörsen, wo man Futures und Optionen auf die Futures handeln kann. Da hat man überhaupt keinen Zinsverlust mehr, und auch keinen Spread (es gibt nur Angebot und Nachfrage, aber keine eingebaute Gewinnspanne eines Zwischenhändlers, man ist gleichgestellter Handelspartner).
Mir ist kein günstigerer Broker bekannt, das Trading läuft sauber und Problemlos über den Browser (keine Softwareinstallation, keine Probleme).
CMC-Markets ist eine Apotheke. Grösserer Spread und täglich grosse Zinsverluste bzw. nur minimale Zinsgutschriften. Ich glaube, die nennen das rollen, aber es hat den selben Ursprung. Für Währungen überhaupt nicht zu empfehlen.
Gruss, Andreas Heinrich
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