Forex Trading - Nur eine Transaktion täglich?

Hallo zusammen,

vor ein paar Jahren hatte ich eine Einführung am Telefon ins Forex Trading bei einem Broker.
Die „Forex Geschichte“ war für mich damals sehr faszinierend, insbesondere als mir der „Einweiser“ erzählt hat, dass es auch automatische Handelssysteme gibt.

Auf mein Argument hin, dass ich ja arbeiten müsse und die Kurse nicht verfolgen könnte meinte er,
dass es ausreicht, wenn ich morgens, bevor ich aus dem Haus gehen entweder Kaufe oder Verkaufe und dabei entsprechende Limits setze und Abends, wenn ich wieder zu Hause bin, dann einfach nachschaue, ob ich gewonnen oder verloren habe.

Jetzt meine Frage:

Was haltet ihr von dieser Aussage?
Ist das im Forex Handel praktikabel oder soll ich mir lieber einen Anzug anziehen, ein Spielkasino besuchen, dort Roulette spielen und das schöne Ambiente genießen?

Würde mich über viele Antworten freuen.

Viele Grüße

Norbert Hofmann

Hallo zusammen,
Auf mein Argument hin, dass ich ja arbeiten müsse und die
Kurse nicht verfolgen könnte meinte er,
dass es ausreicht, wenn ich morgens, bevor ich aus dem Haus
gehen entweder Kaufe oder Verkaufe und dabei entsprechende
Limits setze und Abends, wenn ich wieder zu Hause bin, dann
einfach nachschaue, ob ich gewonnen oder verloren habe.

Jetzt meine Frage:

Was haltet ihr von dieser Aussage?

Viele Grüße
Norbert Hofmann

Hallo Norbert.
Im Forex-Handel ist eine Menge möglich, da Du auf DEinem Tradingkonto einen Betrag x hinterlegst, aber mit dem Faktor 20 oder 50 agierst. Leigen also 10.000€ auf dem Konto, kannst Du für 500.000€ auf Devisenpaare spekulieren, nach oben und nach unten.
Natürlich kann man das automatisieren, allerdings macht das so überhaupt gar keinen Sinn, wenn man nicht weiß, WO man die Limits setzen soll, bei denen man einsteigt oder aussteigt. Prinzipiell möglich ist z.B.: „Fällt EUR/USD unter 1,30€ dann gehe mit 500.000€ short (also auf fallenden Wechselkurs). Steigt der Kurs dann aber wieder über 1,3050 steige aus, fällt der Kurs unter 1,2950 realisiere Gewinn“.
Damit Du siehst, was möglich ist, empfehle ich dir den aktuellen Devisen-Cup von Capital und RealTimeForex. Das Spiel läuft 14 Tage, und vom Totalverlust bis zum verdreifachten Kapital ist bereits alles dabei! :wink:
Aktuelles Ranking: http://www.realtimeforex.com/capital-de/abschnitt.html

Frank Wilke

P.S.: Forex ist cool, aber hot!

Hallo Norbert,

vor ein paar Jahren hatte ich eine Einführung am Telefon ins
Forex Trading bei einem Broker.

Also wenn die Altersangabe in Deiner VK korrekt ist, dann muss ich ganz ehrlich sagen, finde ich disen Satz doch etwas zum Schmunzeln :wink:

Die „Forex Geschichte“ war für mich damals sehr faszinierend,
insbesondere als mir der „Einweiser“ erzählt hat, dass es auch
automatische Handelssysteme gibt.

Stimmt, der Handel mit Währungen ist in der Tat sehr interessant, aber gleichwohl auch die anspruchsvollste Form der (Geld)Anlage.

Auf mein Argument hin, dass ich ja arbeiten müsse und die
Kurse nicht verfolgen könnte meinte er,
dass es ausreicht, wenn ich morgens, bevor ich aus dem Haus
gehen entweder Kaufe oder Verkaufe und dabei entsprechende
Limits setze und Abends, wenn ich wieder zu Hause bin, dann
einfach nachschaue, ob ich gewonnen oder verloren habe.

Aha, na ja … welcher Broker war das denn ?

Jetzt meine Frage:

Was haltet ihr von dieser Aussage?
Ist das im Forex Handel praktikabel oder soll ich mir lieber
einen Anzug anziehen, ein Spielkasino besuchen, dort Roulette
spielen und das schöne Ambiente genießen?

Also man muss hier sicherlich sehen, dass Währungen bzw. „der Handel mit Devisen“ gerade deswegen so anspruchsvoll und komplex ist, weil hier die Volkswirtschaften ihre direkte Schnittstelle finden - wenn man einmal reale Austauschbeziehungen zurücksetzt.

Täglich werden über eine Billion Dollar in Währungsgeschäften umgesetzt. Man muss ständig am Ball bleiben und sich insbesondere mit volkswirtschaftlichen Indikatoren auseinandersetzen. Wenn man mit Währungen spekulieren will, muss man das Handeln der Zentralbanken antizipieren. Dazu muss man sich aber im Vorfeld darüber klar sein, was in der jeweiligen Volkswirtschaft passiert.
Beispiel USA. Anfang der Woche war die Rede von einer möglichen Rezession. Jetzt am Donnerstag war der Indikator für Industrie- und Konsumgüter so gut, dass man von der Rezession gar keine Rede mehr war. Die sog. „Carry-Trades“ wurde aber dennoch aufgelöst. Wenn man dann in der „falschen Währung“ investiert ist, hat die berühmte A…karte gezogen - der Kleinanlger bekommt nämlich alles als Letzter mit.

Abschließend: Für die Modellierung der meisten kapitalmarktbezogenen Finanzprodukte - das sind in erster Linie Aktien, Optionsscheine oder aber auch Anleihen - gibt es mittlerweile recht gute Prognosemodelle bzw. Bewertungsmodelle.
Für Währungen hingegen kann man das nicht sagen. Es gibt einfach zu viele Einflussfaktoren, die nicht absehbar sind. Die Chinesen werden Dir als Kleinanleger nämlich kaum vorher mittleien, wenn sie beabsichtigen, ihre Dollarreserven zugunsten des Euros abzubauen.

Ohne die nötige Zeit und ohne das nötige Grundlagenwissen erscheint eine solche Anlage - aus meiner Sicht - wie ein Himmelfahrtskommando. Man kann mal mit ein paar Euro spekulieren, aber sollte keinesfalls erwarten, dass man damit genau so handeln kann, wie mit Aktien.
Bei Aktien kennt man das Unternehmen; kennt seine Produkte und sein Personal.
Beim Dollar kennt man zwar die USA und den Spruch „das Land der unbegrenzten Möglichkeiten“ und Disneyland und BurgerKing und das Empire State Buildung usw. usf. aber all das nützt Dir nichts und zeigt nur, dass Du über die Währung so gut wie gar nichts sagen kannst, da Du die amerikanische VW. nicht kennst.
Ins Casino würde ich aber trotzdem nicht gehen.

VG
TraderS

PS: Nur eine Transaktion täglich ? Nein, also da muss man ständig umschichten, weil sich ständig Veränderungen ergeben. Währungen sind bei jeder länderübergreifenden Transaktion von Bedeutung. Ob der Maschinenbauer aus Stuttgart eine Maschine nach Peking verkauft, oder aber der Investmentbanker aus Frankfurt Weizen aus Ohio ordert, jedes Mal müssen Währungsgeschäfte berücksichtigt werden.

Hallo Frank,

danke für deine Antwort.

Einen Stop-Loss mit 50 Pips zu setzen halte ich für sehr „großzügig“.
Ebenso das Limit mit 50 Pips Profit.
Ich habe schon lange keine Währungscharts mehr angeguckt.
Aber sind solche Trends nicht eher ungewöhnlich?
Sollte die Rechnung nicht aufgehen, dann hat man ja bei der Lot Größe einen schönen Teil seines Kapitals verloren.

Am Devisenplanspiel werde ich auf jeden Fall teilnehmen.
Danke für den tollen Tipp!
Dann kann ich auch sehen, wie ich meine Limits setzen muss.
Dass der Erstplatzierte sein Kapital bisher vervierfacht hat, ist natürlich eine tolle Sache.

Danke nochmal für deine Antwort.
Und weiterhin viel Erfolg beim Trading.

Viele Grüße

Norbert Hofmann

Hallo TraderS,

vielen Dank für deine Antwort.

Damals war ich halt noch jünger und wilder :wink:
Da will man einfach mal sehen, wie man schnell sein Geld los wird *fg*

Welcher Broker das war, weiß ich leider nicht mehr.
Hatte mit mehreren Kontakt bzw. hab verschiedene ausprobiert.

Die Anspielung mit dem Spielcasino war deshalb, weil ich mir auch schon gedacht habe, dass das mit dem Aufstehen, Order mit entsprechenden Limits aufgeben, arbeiten gehen, nach Hause kommen und dann lachen oder weinen, in der schnell lebigen Forex Welt nicht gut gehen kann.

Nicht nur das Wissen an sich ist in meinen Augen wichtig, sondern auch, dass man sich und seine Gefühle unter Kontrolle hat.
Werde deshalb auf jeden Fall mit nem Mini Account anfangen.
Natürlich würde das auch mit nem „großen“ Account gehen.
Aber die Möglichkeit eine Order mit nem größeren Lot aufzugeben, ist dann doch zu verführerisch und es kann schnell zu nem Margin Call kommen, falls nicht genug Geld auf dem Konto ist.

Kannst du mir denn einen Broker für nen Mini Account und für einen „großen“ Account empfehlen?
Am besten mit nem kleinen Spread bei USD/EUR :smile:
Und was ist eigentlich von Introducing Brokern zu halten?

Viele Grüße

Norbert

Hallo Frank,

danke für deine Antwort.

Einen Stop-Loss mit 50 Pips zu setzen halte ich für sehr
„großzügig“.
Ebenso das Limit mit 50 Pips Profit.
Ich habe schon lange keine Währungscharts mehr angeguckt.
Aber sind solche Trends nicht eher ungewöhnlich?

ja schon, war im Prinzip nur ein Beispiel. Aber wenn man sich anschaut, dass in der letzten Woche mehrere hundert Pips beim USD/JPY drin waren, sind 50 Pips eher Kinderkram! :wink:

Getestet habe ich bisher:
FXdirekt
CMCmarkets
RealTimeForex
Aufsteigend sortiert nach der Qualität der Handelssysteme laut meiner Einschätzung.

Viel Spass beim Dealen
Frank Wilke

Hy Norbert,

ich sehe es als aussichtslos an, im Währungsmarkt ohne Erfahrung oder aktives Bemühen was zu erreichen.
Allerdings sehe ich keine Vorgegebenen Richtlinien bzgl. Häufigkeit der Trades. Man kann auch (oder sogar gerade) bei Devisen sehr lange Trends handeln. Natürlich muss man selbst seine Stärken finden und die Stops bzw Strategien entwickeln. Der Yen/Euro Carrytrade findet über Jahre statt, und wird von wirklichen Profis auch so lange betrieben. Wer 12 Milliarden Euro gegen Yen gekauft hat, steigt nicht alle 100 pips ein oder aus. Und - ganz unabhängig von der Menge des Geldes - warum sollte man nicht 500 pips Stop setzen, wenn man am Tag 1 Pip Zinsen bekommt und weitere 2000Pips Kursgewinn in 2 Jahren erwartet?

Die Maxime des täglichen Wechselns der Positionen mit kleinsten stops nach 10 pips und ähnliches ist auch ein Ansatz; aber es bedarf umso grösserer Erfahrung.

Ich gebe hier also keiner Tradelaufzeit oder Stopgrösse den Vorzug; es kommt auf Deine Fähigkeiten, Nerven und Zeit an.

Tatsache ist aber: Das meiste Geld (zum Beispiel gegen den Yen) ist sehr langfristig im Markt, weil es sowohl an Kursgewinnen wie auch dem andauernden Zinsunterschied profitieren möchte. Sieh Dir mal Währungen über sehr lange Zeiträume an www.taprofessional.de, dann weißt Du, was ich meine.

Das beste mir bekannte Konto lautet www.oanda.com
Hier hast Du niedrigste Spreads, bekommst (fast) korrekte Zinsgutschriften bzw Zinsbelastungen, hast keine Minimumkontogröße und vor allem: keine Minimumkontraktgrösse!! Du kannst wirklich nur einen Dollar verkaufen, wenn Du willst.
Du kannst auch zeitlich unlimitiert ein kostenloes Trainingskonto einrichten, welches Dir den wirklichen Ablauf zeigt, kannst realistisch üben.

Zum Einstieg würde aber lieber empfehlen, mit 100$ Kontogröße zu traden, als nur per training. Dann hast Du, auch wenn Du nur zB. 1000$ handelst und somit eine pipgrösse von 10 Cent, gleich den Eindruck wie es sich mit realem Geld anfühlt. Das ist ein grosser Unterschied gegenüber reiner Spielwiese, tut aber trotzdem nicht weh wenns schief läuft.

Das halte ich für das beste, es macht überhaupt keinen Sinn, sich auf vom Broker vorgegebene Mindesttradegrößen wie z.B. 10.000$ einzulassen. Jedenfalls nicht für Anfänger.

Und als (wirklicher) Profi geht man dann wohl doch besser an die US-Terminbörsen, wo man Futures und Optionen auf die Futures handeln kann. Da hat man überhaupt keinen Zinsverlust mehr, und auch keinen Spread (es gibt nur Angebot und Nachfrage, aber keine eingebaute Gewinnspanne eines Zwischenhändlers, man ist gleichgestellter Handelspartner).

Mir ist kein günstigerer Broker bekannt, das Trading läuft sauber und Problemlos über den Browser (keine Softwareinstallation, keine Probleme).

CMC-Markets ist eine Apotheke. Grösserer Spread und täglich grosse Zinsverluste bzw. nur minimale Zinsgutschriften. Ich glaube, die nennen das rollen, aber es hat den selben Ursprung. Für Währungen überhaupt nicht zu empfehlen.

Gruss, Andreas Heinrich

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