Formaldyehyd in Pressspann

Moin,
ich hab folgendes Problem und würde mich über denkanstöße freuen.

  • untersucht werden soll 1 Kg Pressspanmaterial vermutet wird in Formaldehydmassenanteil in 1 Promille

also ich denke das klappt gut über ne Manganometrie, allerdings hab ich erfahren müssen das das Formaldehyd und Kaliumpermanganat im alkalischen oxidiert werden müssen, dementsprechen fällt meine Theorie über Braustein schon flach. Desweiteren weiß ich nicht wie da in der Reaktion Mangan(VI) Ionen entstehen sollen.
Eine Frage wäre auch noch wie bekomme ich das Formaldehyd aus dem Prssspann. Ich würde das schreddern udn dann extrahieren denn bei einem Massenanteil von 1 Promille würde ich denn komplett auf 1 g CH2OH kommen und das ist für Maßanalyse auch zuviel.

Wer kann mir helfen.?

Moin auch,

Ich würde das schreddern udn dann extrahieren
denn bei einem Massenanteil von 1 Promille würde ich denn
komplett auf 1 g CH2OH kommen und das ist für Maßanalyse auch
zuviel.

was hindert Dich daran, die Menge des Pressspans zu verringern und anschließend hochzurechnen?!

Gandalf

Hi!

Wenn die Hardware zur Verfügung steht: Headspace-GC mit Aufstocken. Dürfte mit Probenmengen deutlich unter 1 g bei minimalstem Arbeitsaufwand schon reproduzierbare Ergebnisse liefern.

Ansonsten erwähnt die Literatur noch Methoden per HPLC oder Iodometrie. Bei solchen Gehalten mit Manganometrie herumzuplanschen halte ich für überflüssige Arbeit.

lg, mabuse

noch eine Frage
TAch,

  • untersucht werden soll 1 Kg Pressspanmaterial vermutet wird
    in Formaldehydmassenanteil in 1 Promille

also ich denke das klappt gut über ne Manganometrie,

ich stelle mir nach nochmaliger Lektüre die Frage, inwiefern die Manganometrie überhaupt spezifisch für Formaldehyd ist und andere, auch wasserlösliche, reduzierende Bestandteile wie z.B. Zucker auch erfasst würden.

Ansonsten halte ich chromatographische Methoden auch weit geeigneter.

Gandalf

Also erstmal Danke für eure Antworten,

Die Menge zu reduzieren und dann wieder hochrechnen kam mir auch in den Sinn aber ich halte das für nicht so repräsentativ, und 1g Formaldehyd ist ja nicht soviel.

Instrumentelle Analytik steht mir zwar zur Verfügung wir wollen das aber naß-chemisch analysieren, denn da gibt es mehr zu denken:smile:
Ich hab mir heute überlegt das ich das nicht einmal extrahieren muss sondern einfach nur ne Weile(ca. 1h) am Rückfluss kochen und dann filtrieren und mit Wasser waschen, auf ein bestimmtes Volumen verdünnen und fertig ist meine Stammlösung.

Meines Wissens: Es gibt einen gesetzlich festgelegten Grenzwert für freien Formaldehyd in Pressspanplatten. Daraus folgt, dass es auch standardisierte Methoden geben muss, das zu bestimmen.
Also muss das Rad mal wieder nicht neu erfunden werden.
Udo Becker

Moin!

Die Menge zu reduzieren und dann wieder hochrechnen kam mir
auch in den Sinn aber ich halte das für nicht so
repräsentativ, und 1g Formaldehyd ist ja nicht soviel.

Das ist nicht dein Ernst.
Vor jeder Analyse steht eine sorgfältige Homogenisierung des Probengutes. Daraus nimmt man dann eine passende Probenmenge, die dann auch repräsentativ ist.

Also nimm ein Stück (100 g oder so) und häcksel es sorgfältig klein, dann kannst du prima von einer Probenmenge von weniger als 1 g hochrechnen. Oder glaubst du ernsthaft, man würde die ganze Fleischwurst in einen Kolben stopfen, wenn man den Eiweiß-Gehalt wissen will?

Instrumentelle Analytik steht mir zwar zur Verfügung wir
wollen das aber naß-chemisch analysieren, denn da gibt es mehr
zu denken:smile:

Oh je . . .
Wir hätten zwar einen LKW, aber wir wollen die Teifkühltruhe nunmal mit dem Panda transportieren . . . Na gut, verbuchen wir das mal unter Ausbildung.

Ich hab mir heute überlegt das ich das nicht einmal
extrahieren muss sondern einfach nur ne Weile(ca. 1h) am
Rückfluss kochen

Das würde man dann Extraktion nennen . .

und dann filtrieren und mit Wasser waschen, auf ein bestimmtes Volumen verdünnen und fertig ist meine Stammlösung.

Warum den Aufwand? Das Zeug ist doch gut in Wasser löslich.
1 g fein gemahlen mit ~ 50 ml Wasser in einen Kolben, paar Minuten Ultraschallbad, filtrieren und auf 100 ml auffüllen --> Analyse.

Ihr solltet euch erst mal Gedanken machen, wie genau es überhaupt sein muss. Sind Differenzierungen wie 1,318% oder 1,315% sinnvoll? Oder reicht 1,3%? Wie homogen liegt es in der Probe vor? Wie groß sind die Produktionstoleranzen der Probe? i.A. würde ich bei so einer Aufgabenstellung die Überprüfung auf Einhaltung eines Grenzwertes tippen.

lg, mabuse