Formeln schreiben

Moin,

mit welchem Programm kann ich mathematische Formeln vernünftig schreiben. Da ich selten damit arbeiten werde, sollte es möglichst günstig sein.
Es muß die üblichen Symbole enthalten (Wurzel, Ableitungen etc.), sowie mit verschieden grossen Brüchen klarkommen, d.h. die Wurzel muß z.B. in der Größe anpaßbar sein.
Weiter sollten alle (!) griechischen Buchstabe da sein und auch einfach, z.B. über HotKey greifbar sein.
Weiter sollten die Formeln auch in Word-Docs oder PowerPoint-Präsentationen einzubinden sein, aber ohne den Hintergrund zu überschreiben (wie es bei MathCad geschieht).
Danke für Tips
Gruß Volker

Hallo Volker
das geht mit HTML auch ohne Programm, hier ist eine Liste:

http://wallace.paed.uni-muenchen.de/Seminar/klassenz…

Gruß
Rainer

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Moin,

mit welchem Programm kann ich mathematische Formeln vernünftig
schreiben. Da ich selten damit arbeiten werde, sollte es
möglichst günstig sein.

Wie wäre es mit umsonst? Kennst Du LaTeX? Schau mal unter

http://www.dante.de

sowie

http://www.dante.de/faq/de-tex-faq/html/uebersicht.h…

Es muß die üblichen Symbole enthalten (Wurzel, Ableitungen
etc.), sowie mit verschieden grossen Brüchen klarkommen, d.h.
die Wurzel muß z.B. in der Größe anpaßbar sein.

Das geschieht sogar automatisch.

Weiter sollten alle (!) griechischen Buchstabe da sein und
auch einfach, z.B. über HotKey greifbar sein.

Da wird es schon schwieriger. Alle Zeichen etc. sind vorhanden, aber per Hotkey nicht unbedingt. Das hängt von Deinem Editor ab.

Weiter sollten die Formeln auch in Word-Docs oder
PowerPoint-Präsentationen einzubinden sein, aber ohne den
Hintergrund zu überschreiben (wie es bei MathCad geschieht).

Da wären wir dann am Ende angelangt. Dieses Kriterium kann LaTeX nicht einhalten. Aber wozu willst Du Word, wenn LaTeX nix kostet, stabil ist und weit bessere Ergebnisse liefert? Auf Wunsch natürlich auch in feistem PDF, damit es auch jeder lesen kann.

Ich würde mir die Software wenigstens mal Vorurteilsfrei anschauen. Mir ist niemand bekannt, der nicht bei größeren Arbeiten (Sprich: Diplom, Diss) damit besser klar gekommen wäre, als mit Word. Nur ausprobieren muss man es mal …

Gruß

Jens

Versuchs mal mit Staroffice.

ciao
ralf

Hallo Volker,

Kann Jens unten nur zustimmen.

Allerdings sollte man auch sagen, daß Latex sehr gewöhnungsbedürftig ist. Ist halt kein What-You-See-is-What-You-Get Schreibprogramm.

Wer sich allerdings einmal an Latex und vor allen Dingen die Qualität des Layouts gewöhnt hat, will das Programm nicht mehr missen!

Für den Anfänger ist die Installation meist der erste Stolperstein. Kann je nach Distribution ganz schön nervend sein.
Ich selbst schreibe momentan mit Miktex, das über ein Installationsprogramm verfügt. Die Installation hat bei mir problemlos funktioniert und ich konnte sofort loslegen. (Über Dante zu erhalten oder über http://www.miktex.org)

Jedem Anfänger in Sachen Latex würde ich zur Einarbeitung

Helmut Kopka
Latex (gibt es mittlerweile glaube ich sogar 3 Bände)
Addison-Wesley

empfehlen.

Dort wird die Bedienung erklärt und man erhält am Ende jedes Kapitels Übungsaufgaben mit denen man das Erlernte gleich ausprobieren kann. (In den mitgelieferten Dokumentationen, die sehr ausführlich sind, verliert man sich als Anfänger.)

Habe mich damals mit den ersten zwei bis drei Kapiteln beschäftigt, etwas geübt und später nur noch gezielt nach Stichworten gesucht.

Wie Jens schon angedeutet hat, brauchst Du dann noch einen Editor. Auch da gibt’s jede Menge. Ich schreibe momentan mit technicCenter, der sich selbst bei der Installation für die Verwendung von Miktex konfiguriert. (Gibts auch bei Dante oder bei http://www.toolscenter.org)

Dieser Editor bietet die Möglichkeit, über Schaltfläche (die ein- oder ausgeblendet werden können) griechische Buchstaben, Tabellenumgebungen, Grafiken, mathematische Zeichen … per Knopfdruck zu integrieren.

Was das Schreiben längerer mathematischer Arbeiten, bzw. von Arbeiten, die viele Formeln enthalten angeht, gilt: (wie Jens schon gesagt hat) man kommt dann kaum an Latex vorbei. (Uni’s schreiben teilweise vor, daß alle Texte mit Latex zu schreiben sind)

Anschauen würd ich’s mir auf alle Fälle mal:
Du erhälst super Qualität zum Preis von 0 DM.

Aber wie gesagt: Nicht gleich aufgeben, wenn was nicht auf’s erste Mal funktioniert.

Viel Erfolg

Gruß

Helga

lyx

Allerdings sollte man auch sagen, daß Latex sehr
gewöhnungsbedürftig ist. Ist halt kein
What-You-See-is-What-You-Get Schreibprogramm.

Die „wysiwyg - version“ von latex nennt sich lyx (bzw. für den KDE klyx) und ist auch ohne lange Eingewöhnungszeit benutzbar.
Rein technisch ist das eine Oberfläche, unter der verborgen auch das nackte latex arbeitet.

Ich weiss nicht, wies unter win verfügbar ist, aber unter linux echt super.

viele Grüße,
Semjon.

[…]

Wer sich allerdings einmal an Latex und vor allen Dingen die
Qualität des Layouts gewöhnt hat, will das Programm nicht mehr
missen!

In der Tat ist es erstaunlich, wie gross der Unterschied tatsächlich ist.

Für den Anfänger ist die Installation meist der erste
Stolperstein. Kann je nach Distribution ganz schön nervend
sein.

Naja, wie Du schon gesagt hast ist MikTeX für Windows recht einfach zu installieren. Bei diversen Linuxen ist LaTeX ebenfalls komplett vorkonfiguriert. Selbst eine Installation „von Hand“ ist nicht wirklich knifflig, wenn man sich die Doku vorher durchliest (insbesondere sollten angehende Physiker und Mathematiker damit keine ernsthaften Probleme haben :smile:

Jedem Anfänger in Sachen Latex würde ich zur Einarbeitung

Helmut Kopka
Latex (gibt es mittlerweile glaube ich sogar 3 Bände)
Addison-Wesley

empfehlen.

Die Bücher sind wirklich gut. Allerdings reicht für die ersten Schritte auch

ftp://ftp.dante.de/tex-archive/info/lshort/german/l2…

Dort kann man sich auch gleich von den setzerischen Fähigkeiten und der hervorragenden PDF Unterstützung überzeugen.

[…]

Was das Schreiben längerer mathematischer Arbeiten, bzw. von
Arbeiten, die viele Formeln enthalten angeht, gilt: (wie Jens
schon gesagt hat) man kommt dann kaum an Latex vorbei. (Uni’s
schreiben teilweise vor, daß alle Texte mit Latex zu schreiben
sind)

Auch die entsprechenden Fachbuchverlage nehmen am liebsten DVI-Files. Die benötigten TeX-styles und Klassen werden für Autoren zur Verfügung gestellt.

Anschauen würd ich’s mir auf alle Fälle mal:
Du erhälst super Qualität zum Preis von 0 DM.

Aber wie gesagt: Nicht gleich aufgeben, wenn was nicht auf’s
erste Mal funktioniert.

Viel Erfolg

Dem kann ich mich nur anschliessen!

Gruß

Jens

Hallo,
vielen Dank für eure Tips.
Ich habe leider keine Zeit mich in Programme einzuarbeiten, die genannten Programme sind bei Arbeitskollegen unbekannt.
Also, auf die Schnelle werde ich, nachdem ein grundsätzliches Mißverständnis geklärt wurde, wohl mit Word und dem Formel-Editor arbeiten müssen. Das Skript muß spätestens nächstes Wochenende fertig sein.
Aber danach werde ich mir die Programme anschauen und dann auch die Zeit und Ruhe haben, mich an eines zu gewöhnen.
Die Bitte an mich, einen Vortrag zu halten, kam sehr kurzfristig, auch wurde mir nicht mitgeteilt, das ein Script gewünscht wird.
Also, nochmals Danke.
Gruss Volker

Hallo !!!

So ein Programm ist für völlig umsonst bei Microsoft Office dabei…
Einfach in Excel in der Bearbeitenleiste auf Einfügen gehen und Objekt wählen, unter einer langen Reihe von Programmen findet man dann auch den Microsoft Formeleditor 3.0, funktioniert prima, ich benutze den ständig !!!

Viel Spaß, Anne

Hi Anne,
ja, das habe ich auch gefunden und nach einigen Anfangsproblemen klappt´s auch so einigermaßen, aber ich finde die Bedienung sehr umständlich, also werde ich mir die anderen Vorschläge, wenn ich etwas mehr Zeit habe, auch mal anschauen.
Danke
Volker