Hallo,
ich habe letztens irgendwo einen Text gelesen in dem dieses Material vorkam.
Kann mir jemand sagen ob es Formgedächnismetall überhaubt gibt und was es damit auf sich hat?!
Vielen Dank im voraus!
Hallo,
ich habe letztens irgendwo einen Text gelesen in dem dieses Material vorkam.
Kann mir jemand sagen ob es Formgedächnismetall überhaubt gibt und was es damit auf sich hat?!
Vielen Dank im voraus!
Vermutlich handelt es sich einfach
um bimetall. dieses besteht im einfachsten
fall aus zwei übereinander geschichteten,
fest miteinander verbundenen metall- streifen, welche aber aus unterschiedlichen
metallen bestehen, welche unterschiedl.
ausdehnungskoeffizienten besitzen.wenn man
jetzt das ganze erwärmt so dehnen sich
beide metalle unterschiedlich, und das
ganze verbiegt sich in eine best. richtung.
d.h. das metall hat eine art
„formgedächtnis“, da es nach dem abkühlen wieder die alte form hat. anwendungen zb. in
manchen thermometern.
ich hoffe das war das was du meintest
skol @laf
Schau mal hier:
http://xarch.tu-graz.ac.at/proj/nb/98/05-Kap03.html
oder such mal mit Altavista nach „Formgedächtnis“ „shape memory“ oder „NiTi“ - es gibt auch schon eine ganze Reihe von Anwendungen! (Mit Bimetall hat das ganze übrigens nichts zu tun, das ist ein anderer Effekt.)
Reinhard
Auch wenn es für einige langsam langweilig wird, häng ich einfach mal wieder ein Zitat aus dem Römpp-Lexikon an.
2. In der Metallurgie: Sog. Formgedächtnis von Legierungen, basierend auf einer reversiblen, verformungsinitiierten, thermoelast., martensit. Umwandlung (s. Martensit). Als Folge einer Erwärmung erfolgt eine Rückverformung in den ursprünglichen Zustand. Der M.-E. tritt beispielsweise auf bei Nickel-Titan-Leg. (s. Nitinol) u. Kupfer u. findet techn. Anw. in der Medizin- u. Elektrotechnik.
Nitinol
1958 im Naval Ordnance Laboratory entwickelte, korrosionsbeständige, hochfeste Nickel-Titan-Leg. mit 55% Ni. Die bis ca. 8% elast. verformbare Leg. ist bis 650 °C verwendbar, D. 6,4, Schmp. 1240–1328 °C. N. zählt zu den Formgedächtnis-Legierungen, d. h. zeigt einen sog. Memory-Effekt, der sich z. B. zur cycl. Umwandlung von therm. in mechan. Energie u. zum Antrieb kleiner Maschinen (Banks’ Engine ) sowie auch in der Medizintechnik nutzen läßt.
Lit.: 1 Banks, Nitinol Heat Engines, in Perkins (Hrsg.), Shape Memory Alloys, New York: Plenum Press 1975. 2 Ullmann (5.) A 26, 14.
allg.: Jorde u. Reiß, Nitinol Bewegungselemente (Ber. A 4381), Köln-Porz: DFVLR 1982 ï Kirk-Othmer (3.) 20, 726 ff. ï Umschau 84, 77–81 (1984).
E = F = S nitinol
I nitinolo
Z 7502 20
Quelle: Römpp Lexikon Chemie – Version 1.5, Stuttgart/New York: Georg Thieme Verlag 1998
Gruß Gandalf
Hallo!
Ja, Memorymetall gibt es wirklich, sogar schon seit den späten 50er Jahren.
Sie bestehen aus Nickel-Titan(teuer) oder Kupfer-Aluminium-Zink(nicht so stabil) Legierungen. In ihrer Mikrostruktur bestehen diese Metalle aus Kristallen, die mehrere stabile Zustända zulassen. Je nach Temperatur „verschieben“ sich diese mikroskopischen Bereiche. So kann ein Memorymetall zwischen 2 verschiedenen Formen hin und herpendeln(je nach Temperatur). Die Herstellung ist ziemlich aufwendig, da nur durch äußerst exakte Mischung der Metalle die Temperaturbereiche für die stabilen Formen „eingestellt“ werden können(da es sich um Legierungen handelt und nicht um das „Zusammenkleben“ zweier Metalle ist ein Memorymetall auch kein Bimetall).
Bei Erhitzen oder Unterkühlen außerhalb dieser Temperaturbereiche verliert das Metall sein Gedächtnis.
Solche Memorymetalle entfalten(durch Auseinanderrollen) übrigens zum Beispiel die Solarpaneele mancher Satelliten, sobald diese im All(-273,15°C) sind.
Es gibt auch Ventilfedern aus Memorymetall, die bei zu hoher Temperatur sofort in eine Form springen, in der sie zB den Fluß durch ein Rohr blockieren, etc.
In der Medizin(Knochenbrüche) und bei Unterwasserpipelines macht man Manschetten daraus, die sich erst durch die höhere Temperatur im Körper/unter Wasser zusammenziehen und den Knochen fest umschließen.
Man könnte aber auch Autos aus diesen Legierungen bauen. Nach einem Auffahrnfall müßte man nur einen Eimer heißes Wasser auf die Delle gießen, die sich dann selbst in die alte Form zurückbiegen würde. Allerdings wäre ein solches kaum zu bezahlen…
Gruß Joachim