hallo,
wer weiss gute Erklärungen warum Jungen in der Schule
viel schlechter lernen sollen als Mädchen?
danke
Friedrich
PS:http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,grossbild-35444…
hallo,
wer weiss gute Erklärungen warum Jungen in der Schule
viel schlechter lernen sollen als Mädchen?
danke
Friedrich
PS:http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,grossbild-35444…
hallo
ich habe mal gehört, mädchen könnten besser etwas nachmachen, während die jungs eher erfinderisch sind. in der schule ist nun oftmals nachmachen (lernen) gefragt.
vielleicht hat es aber auch damit zu tun, dass mädchen sich früher beherrschen lernen müssen (ruhig sitzen, lieb sein etc.)?
gruss
coco
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hallo.
ich denke, coco hat recht. mädchen können verdammt gut auswendig lernen. und das ist (leider) das, was in den meisten fächern verlangt wird.
gruß
michael
Hallo,
bestimmte Lernschwächen kommen bei Jungen häufiger vor als bei Mädchen. - Vielleicht trüben die dann die Statistik. - Man vermutet genetische Faktoren. (LRS etwa 2/3 Jungen, 1/3 Mädchen)
Ob das stimmt, weiß ich aber nicht.
Gruß, Matuja
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Hallo Friedrich,
bei PISA 2000 schnitten die Jungen in den Bereichen Mathematik und Naturwissenschaften in den teilnehmenden Staaten durchschnittlich besser als die Mädchen ab. Im Leseverständnis war es umgekehrt.
Schreibt das der „Spiegel“ auch?
Gruß,
Oliver Walter
über das Lernen
Hallo Friedrich,
„Lernen“ ist ein Begriff, dessen Definition vom jeweiligen Forschungsfeld gestellt wird - und ist daher nicht unumstritten. Neben einer Begriffsbestimmung durch die Psychologie versuchen z.B. die Ethologen, Biologen und natürlich auch die Pädagogen durch eigene Schwerpunktsetzung eigene Definitionen zu erschaffen.
Alleine aus diesem Grunde ist eine so pauschale Aussage sehr schwer zu treffen.
Eine allgemein gültige Definition des Lernens ist daher nicht gegeben. Fasst man die gängigen Definitionen zusammen, entsteht eine sehr umfassende Definition, wie z.B. diese:
Lernen bezeichnet das Automatisieren von motorischen und kognitiven Fähigkeiten, den Erwerb, das Behalten und Präsenthalten von Wissen, Problemlösen, Transfer von Lerninhalten, Verhaltensänderung, Aufbau von Überzeugungen und Werten, sowie das Gewinnen eines vertieften Interesses.
Die jeweiligen Wissenschaften schränken diese Definition mehr oder weniger ein.
Wenn nun nach Geschlechtsunterschieden gefragt wird, ist natürlich die Frage zu stellen, wo diese nun innerhalb des Lernbegriffs auftreten (sollen). Neben den genannten Inhalten des Lernens ist natürlich noch zusätzlich zu beachten, um welche Art des Lernens sich die Frage dreht. Hier unterscheidet man z.B.:
Verstärkungslernen, Beobachtungslernen, generatives Lernen, Begriffslernen, Begriffsbildung, Wissenserwerb, Regellernen (mechanisches Lernen), „sinnvolles“ Lernen, rezeptives Lernen, entdeckendes Lernen, Lernen von Problemlösen, Erwerben von Kreativität, metakognitives Lernen, selbstgesteuertes Lernen usw.
Damit zeigt sich, dass eine „einfache“ Frage nach Geschlechtsunterschieden beim Lernen kaum möglich ist. Es ist zunächst einzugrenzen, welche Lernart und welche Lerninhalte betrachtet werden.
Bezüglich der Fähigkeiten im Unterricht sind die folgenden Fakten bekannt:
Wie bereits Oliver Walter schrieb, zeigen sich bestimmte Fähigkeiten, die Geschlechtsunterschiede aufweisen. Lange ist bekannt, dass Jungen/Männer eine bessere Fähigkeit zur Lösung von Aufgaben zur räumlichen Vorstellungskraft besitzen, Mädchen/Frauen hingegen eine bessere Fähigkeit bei sprachlichen Aufgaben und Analogieschlüssen aufweisen.
Es zeigte sich, dass sich diese Unterschiede mit zunehmendem Alter erhöhen, aber historisch betrachtet geringer werden; Lehrer neigen allerdings bei der Notenvergabe zu traditionellen Vorstellungen.
Schulleistungen sind keine einem Lerntest vergleichbaren Daten. Schulische Leistungen sind eine Kombination aus der schriftlichen und mündlichen Note, sowie des Verhaltens eines Schülers im Unterricht und der Sympathie/Antipathie des Lehrers gegenüber dem Schüler (zuzüglich der psychologischen Mechanismen der Einstellungsbildung). Eine Schulnote kann alleine schon aus diesem Grund kein objektiver, reliabler und valider Hinweis auf Lernfähigkeit darstellen. Bereits die Grundlage, dass eine Klassenarbeit die Fähigkeiten eines Schülers in Bezug auf das Fach misst, ist als umstritten anzusehen - denn um eine gute Note zu erreichen sind neben Lernfähigkeiten auch Wissen um die richtige Lösung (oder besser: Wissen um das, was der Lehrer als „richtig“ ansieht), Lernmotivation, ein intaktes Gedächtnis, Abruffähigkeiten der Gedächtnisinhalte während der Testsituation, Genotyp des Kindes, soziale Merkmale, Persönlichkeitsvariablen, affektive Variablen, Lernerfahrungen, auch Umweltfaktoren wie eine günstige Lehrerpersönlichkeit etc. etc. notwendig. Die Aussage eines Unterschiedes zwischen den Geschlechtern in den Lernfähigkeiten darf sich also nicht auf solcherart Daten aus dem schulischen Unterricht stützen.
Bezüglich der Notenbildung im Unterricht ist weiter zu beachten, dass Lehrer nicht als objektiv hinsichtlich der Notenvergabe gelten können. Besonders bei der Notengebung im sprachlichen Bereich sind subjektive Kriterien ausschlaggebend. Untersuchungen zeigen nicht nur, dass es keine vergleichbaren Klassenarbeiten gibt, sondern auch, dass bei der Notenvergabe mehrere Bezugsnormen existieren, die von den Lehrern angewandt werden. So können Lernleistungen durch Lehrereinschätzungen nicht als vergleichbar angesehen werden.
Ich bin mir nicht sicher, ob der Spiegel überprüfte lernpsychologische Testverfahren durchführen und auswerten lies, die eine genau definierte Lernbefähigung objektiv, reliabel und valide überprüften.
Viele Grüße,
Der Captain
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In den meisten Ehen auch !
Gruß
Merkur
Ich würde sagen, dass Mädchen eher sprachbegabt sind und Jungs meist
mathematisch talentiert sind , obwohl es auf beiden Seiten natürlich Ausnahmen gibt . Und die Sprachbegabung der Mädchen lässt sich wohl eher auf höhere Kommunikationsbereitschaft ( da höherer Bedarf ) zurückführen.
Brav sitzen bleiben und nachplappern sollten „Mädchen“ wohl heute nach Wunsch gewisser Männer auch noch , ob sie es aber tun, steht auf einem anderen Papier!
Gruß
Merkur