Hallo,
Was haltet ihr allgemein für geschickter: Kurzbewerbung auf
einer 2-fach bedruckten DINA-4 Seite (Flyer) oder gleich
„volles Programm“?
DEFINITIV sollte nur eine vollständige Bewerbung, die sich nach den gängigen Standards richtet, versendet werden. Ein Faltblättchen wandert zum einen wie jeder Werbeflyer bei Vielen ungelesen in den Rundordner (Papierkorb), und selbst da, wo man den Text kurz liest, wird der Eindruck bleiben dass hier jemand mit geringstmöglichem Engagement wie mit der Gießkanne einen schnell hingerotzten und 100x kopierten Flyer ausschüttet.
Jedem normal denkenden Menschen ist klar dass sich Bewerber immer bei diversen in Frage kommenden Unternehmen bewerben und allzu heuchlerische Gründe, warum man sich nun ausgerechnet in dieser Firma bewirbt, unglaubwürdig sind. Man muß also nicht so tun als würde man seit 20 Jahren davon träumen nur in dieser einen Firma anfangen zu können.
Man sollte im Gegenzug aber auch nicht deutlich rüberbringen dass man das Unternehmen überhaupt nicht gezielt ausgesucht hat.
Insofern gehört es sich das umworbene Unternehmen und dort auch den konkreten Ansprechpartner explizit anzuschreiben.
Bewerbungsmappen zu einem Preis von 10 EUR/Stk. müssen nicht sein, es reichen auch stinknormale Klemmordner aus dem Aktionsangebot vom Aldi, 5 Stück für 99 Cent. Darin ein ordentliches Deckblatt, ein Anschreiben, Zeugniskopien, alles auf normalem Kopierpapier, Unkosten pro Blatt je nach Drucker unter 10 Cent.
Das teuerste ist dann noch das Bewerbungsfoto, aber unter dem Strich muß eine Bewerbung nicht mehr als 5 EUR kosten, und da sind Porto und Briefumschlag auch schon mit drin.
Soviel Mühe sollte man sich aber machen, es signalisiert das notwendige Interesse an gezielt angeschriebenen Unternehmen.
Zu der Formulierungsfrage: http://www.jova-nova.com/auswahl/inhalt.htm
Ich würde nicht erst einen Absatz herumlabern („Hiermit bewerbe ich mich [Ach - man hätte es nicht gemerkt wenn es nicht da stehen würde] um eine Stelle als … [komisch dass sich ein Bürokaufmann nicht als Bauarbeiter bewirbt - aber gut dass es nochmal dasteht!] weil ich einen Tipp vom Herrn X bekommen habe [sehr wichtig, weil wenn der Tipp von Herrn Y gekommen wäre wird die Bewerbung automatisch assimiliert].“)
Besser ist wenn man ohne langes Herumgequatsche auf den Punkt kommt: Was haste anzubieten und was willste? Das interessiert mich wenn ich die Bewerbung auf den Tisch bekomme!
Ich kann nicht für den Rest der Welt sprechen und es mag sein dass da auch in Personalabteilungen viele Idioten unterwegs sind. Für meinen Teil gilt aber dass ich ein ganz normaler Mensch bin und einen Bewerber ebenso sehe. Der hat wie ich gute und schlechte Seiten und geht genauso wie ich zum kacken auf den Klo.
Ich erwarte nichts Übermenschliches und akzeptiere kleine Schwächen (sofern kein Hindernis für den angestrebten Job), weil ich die - wie jeder! - selber auch habe. Was ich aber schon sehen möchte ist, dass jemand, der sich um nicht weniger als eine Stelle bewirbt, im Gegenzug zumindest soviel Engagement hat dass eine ordentliche Bewerbung vor mir liegt.
Es ist heute wirklich nicht schwer mit einem PC und der Rechtschreibprüfung einen ordentlichen Text hinzukriegen, und es kann nicht zuviel verlangt sein ein paar Blätter sauber zu kopieren und in eine Hülle zu heften. Wer das nicht hinkriegt hat entweder absolut gar keinen Respekt, oder null Motivation, oder gehört in eine Behindertenwerkstatt.
Gruß,
MecFleih