Hallo paragraphenmaus,
also ich kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen. Das Zeugnis schreit dringend nach einem neuen Entwurf. Nun scheint es ja zu sein, dass unser Kandidat nicht im besten aus dem Unternehmen geschieden ist, darum würde ich an der Stelle des Kandidaten selbst einen Entwurf einreichen.
zeugnis
Hiermit bestätigen wir Herrn XY, geboren xx.xx.1984, wohnhaft
in Musterstr. 1, 12345 Musterstadt, dass er vom xx. September
2005 bis xx.September 2006 in unserem Hotels als
Servicemitarbeiter
tätig war.
Eigentlich richtig. Üblicher ist aber „Herr xy, geboren am (gehört wohnhaft hier rein? ich glaub’s ja nicht…) war von … bis… in unserem Hotel als Servicemitarbeiter beschäftigt.“ Sprich das „hiermit wird bescheinigt“ finde ich sehr unschön.
Dann fehlt komplett was denn zu den Aufgaben vom Herrn xy gehört hat. Also wat weiss ich
- bekellnern der Leute
- Unterstützung beim Gemüseschnippeln
- Flirten mit den einsamen Gästinnen
Was er halt so getan hat
Das Hotel XXXXXX eröffnete am xx. September 2005 und verfügt
über 330 modern eingerichtete Zimmer. Zusätzlich bietet das
Hotel seinen Gästen sämtliche Veranstaltungs- sowie
Erholungsmöglichkeiten unter einem Dach: 6 Gastronomische
Einrichtungen / 19 tagungs- und Gruppenräume (bis 600
Personen) / Kongresshalle (bis zu 5000 Personen /
Multifunktionshalle (1500 m2) / Plaza xxx (800 m2 /
Wellnessbereich (4000 m2) Solebecken, Saunen, Kardio /
Hallenschwimmbad ( Hoteleigenes Parkhaus.
Raus damit. Wir wollen über Herrn xy lesen und nicht über Hotel XXXXXX
Herr x führte alle ihm übertragenen Aufgaben zu unserer
Zufriedenheit aus.
„zu unserer Zufriedenheit“ ist nur dann wirklich gut, wenn die Zufriedenheit „voll“ oder „vollst“ oder „stets“ ist 
Schön wäre hier noch, besondere Stärken zu erwähnen. Vielleicht hat er strengste Antialkoholiker an der Bar zum sofortigen Rausch überredet?
Es (kein Rechtschreibfehler!) engagierte
sie
sich für die Belange unserer Gäste.
Klar, aus „Es“ wird „Er“ „sie“ fällt raus. Schöner wäre aber, wenn danach ein Beispiel käme. Oder sowas wie „auch im Umgang mit schwierigen Gästen war er stets freundlich/zuvorkommend/wasauchimmer“
Herrn xs. Verhalten zu Vorgesetzten, Mitarbeitern und Gästen
war einwandfrei.
Auch hier würde ich die Gäste an erster Stelle erwähnen. Und ob mit „Mitarbeitern“ hier wirklich Untergebene bezeichnet werden glaube ich ja nicht. Falls doch, muss notwendigerweise irgendwas zu seiner Führungskompetenz stehen. Oder - wenn keine Personalführung - reden wir besser von „Kollegen“. Das Verhalten, war das wirklich „nur“ einwandfrei? Nicht „stets“ oder „immer“ oder so?
Dann fehlt völlig was zu den sozialen Kompetenzen des Herrn xy. War er immer freundlich? Zuvorkommend? Auch unter Stress die Ruhe selbst? Fleissig? Wenigstens pünktlich? Hilfsbereit?
Wir wünschen Herrn x für seine weitere berufliche und
persönliche Zukunft alles Gute.
WEITERHIN, man wünscht weiterhin alles gute, sonst könnte man ja meinen „endlich mal“ 
Irgendwer hatte es schon erwähnt, dass die Schlussformel fehlt „Herr xy scheidet auf eigenen Wunsch aus, wir bedauern diese Entscheidung sehr, da wir mit ihm einen fähigen Mitarbeiter verlieren und wünschen…“
Wie schon meiner Vorredner sagten „gut“ ist das definhoch nicht. „Totalverriss“ fände ich da passender.
*wink*
Petzi
PS: Herr xy kann ja seinen neuen Entwurf hier nochmal reinstellen, bevor er’s dem Scheffe vorlegt 