in einem Diskussionsforum formulierte ich: „… Probleme, die ein Mensch nur haben kann, wenn er eine Frau ist …“ und dann hielt ich inne: „ein Mensch, DER eine FRAU ist“ ?
Grammatikalisch ist das wohl richtig, oder?
Aber schön ist es nicht.
Irgendwelche Alternativvorschläge? Ich überlegte mir, statt Mensch Person zu schreiben, aber eine Person ist halt nicht ganz dasselbe wie ein Mensch - im Menschen steckt so viel mehr drin, mit „Person“ fühlt sich der ganze Satz anders an.
Die nächste Idee war, umzuformulieren: „Probleme, die nur eine Frau haben kann“, aber auch da schwang eine Bedeutung mit, die mir nicht gefiel - dieser Satz ist viel leichter negativ zu lesen, nach dem Motto „Frauen spinnen halt“ - fand ich zumindest.
Nur interessehalber - ich liebe Sprache - hat jemand eine wirklich schöne Idee? Oder würdet Ihr eh eine der obigen Varianten favorisieren? (Völlig unabhängig davon, wie das mit den Frauen und den Problemen ist )
in einem Diskussionsforum formulierte
ich: „… Probleme, die ein Mensch nur
haben kann, wenn er eine Frau ist …“
und dann hielt ich inne: „ein Mensch, DER
eine FRAU ist“ ?
Grammatikalisch ist das wohl richtig,
oder?
Aber schön ist es nicht.
Irgendwelche Alternativvorschläge?
Vielleicht: …wenn es sich um eine Frau handelt.
Gruss
Rainer
„… Probleme, die ein Mensch nur
haben kann, wenn er eine Frau ist …“
Grammatikalisch ist das wohl richtig, oder?
Ja!
Aber schön ist es nicht.
Nein!
Irgendwelche Alternativvorschläge? Ich
überlegte mir, statt Mensch Person zu
schreiben, aber eine Person ist halt
nicht ganz dasselbe wie ein Mensch - im
Menschen steckt so viel mehr drin, mit
„Person“ fühlt sich der ganze Satz anders
an.
Da stimme ich Dir zu. Ich denke, das Wort „Mensch“ darf sogar in keinem Satz, der damit OK ist, durch „Person“ ersetzt werden.
Die nächste Idee war, umzuformulieren:
„Probleme, die nur eine Frau haben kann“,
aber auch da schwang eine Bedeutung mit,
die mir nicht gefiel - dieser Satz ist
viel leichter negativ zu lesen, nach dem
Motto „Frauen spinnen halt“ - fand ich
zumindest.
Auch hier gebe ich Dir recht.
Nur interessehalber - ich liebe Sprache -
hat jemand eine wirklich schöne Idee?
Mein Vorschlag: „… Probleme, die ein Mensch nur haben kann, wenn er weiblichen Geschlechts ist…“. Dadurch wird die dissonante Verbindung von „er“ und „Frau“ in dem kurzen Relativsatz vermieden. Das Wort „Frau“ sollte dann im nachfolgenden Satz stehen.
Oder wie wär’s damit: „… Probleme, die ein Mensch nur haben kann, wenn er als Frau geboren wurde…“. Wie der Ausgangssatz mit „er“ und „Frau“ hintereinander, aber ohne das harte „ist“. Ich finde, auch diese Alternative klingt durchaus akzeptabel.
Mit freundlichem Gruß
Martin
*dersichgernemitdiffizilenformulierungsproblemenauseinandersetzt*
Irgendwelche Alternativvorschläge? […]
Nur interessehalber - ich liebe Sprache -
hat jemand eine wirklich schöne Idee?
Karin
richtig schön fände ich ja „die nur ein mensch haben kann, wenn sie eine frau ist“
muss ich das noch erklären? die freude perlt mir nur so bei dem satz *lächel+strahl*
also: menschen sind prinzipiell wesen zweierlei geschlechts - wenn auch das gramatische geschlecht des wortes „mensch“ maskulin ist. mein vorschlag ist grammatisch falsch, inhaltlich sauber. mir ist aber der inhalt oftmals wichtiger als grammatik, und wenn ich im restlichen text deutlich machen kann (muss ich ja aber nicht mal; wozu?!), dass ich mich schon auf grammatik verstehe, dann ist klar, dass ich den satz bewusst so geschrieben habe.
und gerade durch ihre äußerliche ‚unform‘ und ihre innere glätte fällt die wendung (positiv) auf: gekonnt, nicht falsch.
wenn das jetzt wie eigenlob klingt: schätzt mich nicht falsch ein, ich bin nicht eitel, aber es kommt vor, dass ich mich über eine formulierung sehr freuen kann - wenn sie von mir stammt, nicht minder
machts gut, und habt mut, auf der grammatik zu tanzen und über sie hinauszuspringen!
jonas
… und wie wäre es mit dem Gegenteil?
„Probleme, die ein Mann nicht hat…“ (wobei ich nicht so verstanden werden möchte, daß ich einen Mann für so minderwertig halte, daß er nicht mal in der Lage sei, diese Probleme zu haben. Schließlich gehöre auch ich dieser Gruppe Menschen an…).
Ciao!
Reini
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Danke einmal zwischendurch …
… für alle bisherigen Vorschläge - ich finde es schon schön, daß es andere Menschen gibt, die diese Frage überhaupt nachvollziehen können, und nicht, wie viele, einfach fragen „und sonst hast Du keine Probleme?“
Mit diesem Danke will ich aber ev. weitere Vorschläge nicht abwürgen!
Dein Satz ist grammatisch gesehen vollkommen richtig. Ob er gut klingt oder nicht, ist reine Geschmacksache!
Ist der Begriff „Mensch“ mit all seinen Konnotationen in deinem Satz so wichtig? Sind es sowieso nicht nur Menschen, die Probleme haben?
Wie gefällt dir folgende Alternative?
Probleme, die nur haben kann, wer eine Frau ist…
Bei folgendem Vorschlag ergibt sich eine Sinnverschiebung:
Menschliche Probleme, die nur haben kann, wer eine Frau ist…
Oder wie wärs mit einer gewagten Lösung?
Probleme, die frau nur als Menschin haben kann…
Tja, die Sprache ist kreativ, und eigentlich ist alles erlaubt. Grammatik, Rechtschreibung und alle anderen Regeln sind nur Hilfsmittel, damit sich die Menschen und Menschinnen untereinander verstehen.
Es gibt genügend Beispiele, die grammatisch gesehen falsch, aber dennoch von allen Menschen so gebraucht werden, z.B.
„Die Polizei - dein Freund und Helfer“
Korrekt wäre ja eigentlich:
„Die Polizei - deine Freundin und Helferin“