Forsa-Umfrage

http://www.csu.de/home/Display/Artikel/Forsa_021127

Wobei ich immer noch der Meinung bin: ich traue nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe.

Sollte die SPD so eine Studie bei Forsa in Auftrag geben, käme bestimmt ein anderes Ergebnis heraus. Da es aber trotzdem negativ wäre, wird sich die SPD davor hüten
Grüße
Raimund

Dazu das Gesamtergebnis
http://www.wahlrecht.de/umfragen/forsa.htm

http://www.csu.de/home/Display/Artikel/Forsa_021127

Hallo Raimund,

Umfragen, Friedmann, Möllemann, Doris…haben wir wirklich keine anderen Sorgen als solchen Mist?

Die Diskutanten dieses Forums (ich nehme mich da nicht aus) beißen in die Stöckchen, die Politiker ihnen hinhalten. Von Regierung und Opposition kommt nur dummes Geplärre um Nebensächlichkeiten, Gerede um hier ein Zehntelprozent und dort eine Maßnahme, die weniger bewirkt, als der in China umkippende Sack Reis. Die einen glauben, wenn sie Hartz umsetzen, hätten sie etwas bewegt, die anderen haben auch keine bessere Idee und die mit der 18 unter den Schuhsohlen verabschiedeten sich gleich vollständig und beschäftigen sich nur noch mit sich selbst.

Gebastel am Gesundheitswesen, Gedanken um Renten, Gerede um den Arbeitsmarkt - all das ist völliger Blödsinn, solange nicht klar ist, welches Ziel angesteuert wird. Der Mann, der die Richtlinien der Politik bestimmt, muß diese Ziele und Visionen verlauten lassen. Er macht genau das nicht, hüllt sich in Schweigen, wie dies auch schon seine Vorgänger taten. Der Kanzler ist ein Kasper, weil er seinen Job nicht macht. Nur lacht keiner. Vielleicht ist er auch nur eine traurige Figur, weil er zu feige ist, nötige Veränderungen beim Namen zu nennen. Möglich ist auch, daß der Amtsinhaber überhaupt keine Ideen hat, daß ihm nur der Sessel wichtig ist, auf dem er gerade sitzt. Die Zeit wird so mit sinnlosen Scheingefechten verdröhnt.

Wir sollten nicht auf solche Niveaulosigkeit sinken. Die Herrschaften in Berlin - damit meine ich alle Parteien - brauchen statt dessen heftigst Zunder unter die bequemen Hintern, sie brauchen Ideen und ein riesiges Messer, mit dem sämtliche heiligen Kühe in diesem Land zu schlachten sind.

Gruß
Wolfgang

…und die Allensbach-Umfrage
http://www.wahlrecht.de/umfragen/allensbach.htm

Das dürfte die erwähnte SPD-Umfrage sein!
Grüße
Raimund

Hallo Wolfgang,

…und ein riesiges Messer, mit dem

sämtliche heiligen Kühe in diesem Land zu schlachten sind.

Wieder BSE da oder wie ist das zu verstehen??? :smile:
Was meinst du mit „heiligen Kühen“.

fragt:
Frank

…und ein riesiges Messer, mit dem
sämtliche heiligen Kühe in diesem Land zu schlachten sind.

Was meinst du mit „heiligen Kühen“.

Hallo Frank,

eine riesige Herde heiliger Kühe ist zu schlachten. Schlachtreif sind u. a.:

  • das Krankenversicherungssystem. Statt dessen vollständige Kostentransparenz mit spürbarer Kostenbeteiligung des Patienten.
  • Abschaffung aller Dauersubventionen
  • Vereinfachung des Steuersystems
  • Neuordnung und Reduzierung der Anzahl der Bundesländer
  • Abschaffung der Wehrpflicht. Die heutige Größe der Bundeswehr reicht für ganz Europa.
  • Verschlankung und Rückzug des Staates auf wenige unverzichtbare Kernaufgaben wie Justiz und Bildungswesen.
  • Abschaffung von Flächentarifverträgen. Löhne und Gehälter dem freien Markt und individuellen Verträgen überlassen.
  • Keine Sozialhilfe für arbeitsfähige Menschen
  • Deregulierung. Von der Kammer-Zwangsmitgliedschaft, über den Meisterzwang bis zum Ladenschlußgesetz lassen sich einengende Regelungen und damit Aufgaben für Staatsbedienstete ersatzlos streichen.

Die Liste der schlachtreifen heiligen Kühe läßt sich beliebig fortsetzen. Die fetten Viecher fressen das Vermögen dieses Landes und treiben die Abgaben in die Höhe. Es wird der Volkswirtschaft Geld entzogen, das für die wichtigste Zukunftsinvestition, nämlich Bildung, fehlt.

Viele Dinge lassen sich nicht von heute auf morgen verändern. Aber man muß wenigstens beginnen. Auch eine breite Bewußtseinsänderung braucht Zeit. Jeder Einzelne muß sich auf seine eigenen Kräfte und Möglichkeiten konzentrieren und diese ausschöpfen. Es kann nicht länger für jedes Anliegen die Allgemeinheit und für jedes Zipperlein eine Solidarkasse zuständig sein.

Gruß
Wolfgang

…und ein riesiges Messer, mit dem
sämtliche heiligen Kühe in diesem Land zu schlachten sind.

Was meinst du mit „heiligen Kühen“.

Hallo Frank,

eine riesige Herde heiliger Kühe ist zu schlachten.
Schlachtreif sind u. a.:

  • das Krankenversicherungssystem. Statt dessen vollständige
    Kostentransparenz mit spürbarer Kostenbeteiligung des
    Patienten.

Quatsch, was außer Bürokratie solls bringen? Besser gleich alle Krankenkassen abschaffen und eine staatliche einführen. Weißt du, was ein KK-Ortschef verdient und wieviele Kassen es schon allein in Leipzig gibt?

  • Abschaffung aller Dauersubventionen
  • Vereinfachung des Steuersystems
  • Neuordnung und Reduzierung der Anzahl der Bundesländer
  • Abschaffung der Wehrpflicht. Die heutige Größe der
    Bundeswehr reicht für ganz Europa.
  • Verschlankung und Rückzug des Staates auf wenige
    unverzichtbare Kernaufgaben wie Justiz und Bildungswesen.
  • Abschaffung von Flächentarifverträgen. Löhne und Gehälter
    dem freien Markt und individuellen Verträgen überlassen.
  • Keine Sozialhilfe für arbeitsfähige Menschen
  • Deregulierung. Von der Kammer-Zwangsmitgliedschaft, über den
    Meisterzwang bis zum Ladenschlußgesetz lassen sich einengende
    Regelungen und damit Aufgaben für Staatsbedienstete ersatzlos
    streichen.

Die Liste der schlachtreifen heiligen Kühe läßt sich beliebig
fortsetzen. Die fetten Viecher fressen das Vermögen dieses
Landes und treiben die Abgaben in die Höhe. Es wird der
Volkswirtschaft Geld entzogen, das für die wichtigste
Zukunftsinvestition, nämlich Bildung, fehlt.

Abschaffung Meisterzwang sehe ich auch nicht als sinnvoll. Es gibt schon reichlich genug Idioten auf dem Bau. Sinnvoller erscheint mir eine Förderung zur Meisterschule (geringe Kostenbeteiligung). Das Handwerk in Deutschland ist deutlich verfallen.

zu guter letzrt: Riiinnnngg! (registrierkassenklang)
Macht summa sumarum rund 15 - 20 Mio Arbeitslose. Hervorragende Idee, unterstütze ich voll.
Wieso? Demnächst zur Diskussion auf http://kds-nano.dyndns.org/meinweb2

Gruß
Frank

Macht summa sumarum rund 15 - 20 Mio Arbeitslose.

Hallo Frank,

auf einen kurzen Nenner gebracht, lassen sich nach meiner Ansicht die Probleme der Staatsfinanzen und der Arbeitslosigkeit durch mehr Eigenverantwortung des Einzelnen, durch einen schlanken, auf Kernaufgaben beschränkten Staat und durch die Beseitigung einengender Regularien lösen.

Es will mir ganz und gar nicht einleuchten, weshalb Du bei einer Liberalisierung des Gemeinwesens im Gegenteil sogar den Anstieg der Arbeitslosigkeit befürchtest. Das würde ja heißen, daß wir nur genug verwalten, reglementieren und nur genügend Leute rundherum versorgt weich betten müssen, um Staatsfinanzen und Arbeitsmarkt in Ordnung zu bringen…??

Letztlich muß man wissen, wohin die Reise gehen soll. Wollen wir den Staat, der sich um alles kümmert? Wollen wir für jede Situation eine Vorschrift haben? Wenn wir das wollen, müssen wir bereit sein, genug dafür zu bezahlen. Dann müssen wir damit leben, daß Abgaben weiter steigen werden. Rundumversorgung für jede faule Socke fordern und gleichzeitig über Abgaben jammern, funktioniert aber nicht.

Oder wollen wir eine leistungsfähige Volkswirtschaft, in der sich Arbeit und Leistung für den Einzelnen lohnen und wo sich die Solidargemeinschaft als Katastrophenschutz versteht, aber nicht als Vollkaskoversicherung? Wenn wir das wollen, müssen bevormundende Vorschriften weg. Wer dann ein Schnupfenmittel haben will, muß es sich kaufen, aber keinen Verwaltungsapparat bemühen.

Gruß
Wolfgang

d’accord!
Ja - aber: warte mal ab, bis all die Leute mit ihren "Ja - aber"s kommen ;=)

Gruß
Reinhard

Hallo Frank,

eine riesige Herde heiliger Kühe ist zu schlachten.
Schlachtreif sind u. a.:

  • das Krankenversicherungssystem. Statt dessen vollständige
    Kostentransparenz mit spürbarer Kostenbeteiligung des
    Patienten.

Quatsch, was außer Bürokratie solls bringen? Besser gleich
alle Krankenkassen abschaffen und eine staatliche einführen.
Weißt du, was ein KK-Ortschef verdient und wieviele Kassen es
schon allein in Leipzig gibt?

was meinst Du würde aus eine einzigen GKV? 90% Wasserkopf und 10 % Arbeitende! So wie unser Staat zur Zeit aussieht.
Es wäre der Tod der GKV.
Konkurrenz hat immer Vorteile gebracht. So auch hier. Freigabe der Beitrsgsgestaltung der Kaasen, kein Struckturausgleich, Freigabe der Leistungen.

  • Abschaffung aller Dauersubventionen
  • Vereinfachung des Steuersystems
  • Neuordnung und Reduzierung der Anzahl der Bundesländer
  • Abschaffung der Wehrpflicht. Die heutige Größe der
    Bundeswehr reicht für ganz Europa.

Dafür den Rest aber wesentlich besser ausstaffieren. Modernste Waffen. Und aufhebung der Landesgrenzen beim Militär: ein gemeinsames Heer.

  • Verschlankung und Rückzug des Staates auf wenige
    unverzichtbare Kernaufgaben wie Justiz und Bildungswesen.
  • Abschaffung von Flächentarifverträgen. Löhne und Gehälter
    dem freien Markt und individuellen Verträgen überlassen.
  • Keine Sozialhilfe für arbeitsfähige Menschen

Das hört sich so logisch an… nur in der Praxis sehr kitzlig. Es soll Menschen geben, die trotz Arbeitswille und -Fähigkeit keine Arbeit erhalten. Willst Du die zum Betteln schicken? Oder Raubbanden aufbauen lassen? Das war doch in früheren Jahren der Grund dieser Räuberbanden! nicht weil sie den hals nicht voll bekommen haben. nein, weil sie sonst verhungert wären.

  • Deregulierung. Von der Kammer-Zwangsmitgliedschaft, über den
    Meisterzwang bis zum Ladenschlußgesetz lassen sich einengende
    Regelungen und damit Aufgaben für Staatsbedienstete ersatzlos
    streichen.

Die Liste der schlachtreifen heiligen Kühe läßt sich beliebig
fortsetzen. Die fetten Viecher fressen das Vermögen dieses
Landes und treiben die Abgaben in die Höhe. Es wird der
Volkswirtschaft Geld entzogen, das für die wichtigste
Zukunftsinvestition, nämlich Bildung, fehlt.

Abschaffung Meisterzwang sehe ich auch nicht als sinnvoll. Es
gibt schon reichlich genug Idioten auf dem Bau. Sinnvoller
erscheint mir eine Förderung zur Meisterschule (geringe
Kostenbeteiligung). Das Handwerk in Deutschland ist deutlich
verfallen.

Warum muss unbedingt ein Titel her? Wenn eine Prüfung seiner Fähigkeiten verlangt wird, reicht das. So mancher Geselle hat mehr auf dem Kasten als der Meister selbst.

zu guter letzrt: Riiinnnngg! (registrierkassenklang)
Macht summa sumarum rund 15 - 20 Mio Arbeitslose.

Das bezweifle ich stark!

Die Idee, dass alles der Staat regeln soll, hat sich überlebt. Das glauben nur noch Linke. Antrieb bringt nur die Eigeninitiative. Ein Staat, der alles lenken will unterdrückt den Fortschritt.
Bestes Beispiel: DDR, UdSSR…
Grüße
Raimund

Hi,

Die Idee, dass alles der Staat regeln soll, hat sich überlebt.
Das glauben nur noch Linke. Antrieb bringt nur die
Eigeninitiative. Ein Staat, der alles lenken will unterdrückt
den Fortschritt.
Bestes Beispiel: DDR, UdSSR…

Was soll der Quatsch nun wieder? Wir leben nicht mehr bei Stalin. Der Staat soll überhaupt nicht alles lenken, sondern einen Rahmen koordinieren. Das ist ein riesen Unterschied. Was du unter Fortschritt verstehst ist ein Versinken im Chaos. Guck dich um!

Gruß
Frank

Ja, aber *g*
Hi Wolfgang!

eine riesige Herde heiliger Kühe ist zu schlachten.
Schlachtreif sind u. a.:

Prinzipiell gebe ich Dir ja vollkommen Recht, allerdings:

  • das Krankenversicherungssystem. Statt dessen vollständige
    Kostentransparenz mit spürbarer Kostenbeteiligung des
    Patienten.

Also, noch viel spürbarer muss die Kostenbeteiligung nicht werden! Das, was meine Frau und ich für unsere gesetzlichen KVs ausgeben, reicht bei einer Privaten schon für das Rund-Um-Sorglospaket (soweit es halt möglich ist!).
Wobei ich meiner Kasse zu Gute halten muss, dass sie mir auf Anforderung jährlich sämtliche Kosten in Form einer Rechnungsübersicht zustellt… (zum Thema Kostentransparenz - da ist sie aber wohl die Einzige)

  • Abschaffung aller Dauersubventionen

Vor einigen Jahren hätte ich da noch etwas anderes gesagt (logisch - ich war im Bergbau beschäftigt)…
Und auch, wenn ich nach wie vor der Meinung bin, dass es nicht wesentlich teurer war, den Bergbau (nur als Beispiel) zu subventionieren, als alles zu streichen (immerhin haben die seit ich damals dort anfing ca. 100.000 Arbeitsplätze ohne betriebsbedingte Kündigungen abgebaut).
Nur: Mittlerweile geht in dem Bereich nicht mehr viel - da sollte etwas passieren!

  • Vereinfachung des Steuersystems

NOCH einfacher ? *lol*

  • Neuordnung und Reduzierung der Anzahl der Bundesländer

Gute Idee, nur spielen die einzelnen Länder da wohl nicht mit! Was ich persönlich wichtiger finde, wäre eine Vereinheitlichung - dass überall die gleichen Gesetze und Regelungen gelten!

  • Abschaffung der Wehrpflicht. Die heutige Größe der
    Bundeswehr reicht für ganz Europa.

An und für sich JA. Nur hätte man dann evtl. das Problem, dass es auch keine Zivis mehr gäbe - und die sind nun mal halt sehr günstige Arbeitskräfte im Gesundheitssystem! Ich sage nicht, dass es so sein muss, in den Niederlanden klappt es ja auch…

  • Verschlankung und Rückzug des Staates auf wenige
    unverzichtbare Kernaufgaben wie Justiz und Bildungswesen.

Ich finde es schon nicht unwichtig, dass der Staat einige Bereiche (unser Sozialsystem ist ein solcher) überwacht!

  • Abschaffung von Flächentarifverträgen. Löhne und Gehälter
    dem freien Markt und individuellen Verträgen überlassen.

d’accord

  • Keine Sozialhilfe für arbeitsfähige Menschen

Soo pauschal vielleicht nicht unbedingt, aber es kann nicht sein, dass arbeitsfähige Menschen über Jahre von der Sozi leben! Wenigstens einen Teil sollten sie (der Arbeitsmarkt ist nun mal bescheiden) selbst dazu beitragen.

  • Deregulierung. Von der Kammer-Zwangsmitgliedschaft, über den
    Meisterzwang bis zum Ladenschlußgesetz lassen sich einengende
    Regelungen und damit Aufgaben für Staatsbedienstete ersatzlos
    streichen.

Ja, ja und nochmal JA! Wobei die Diskussion über den Ladenschluss ja gerade wieder anfängt, geführt zu werden!
Ein Beispiel: Wie kann es sein, dass eine Kette wie REWE in Dortmund (normale Arbeitszeit = 38,5 Std/Woche) den Vorschlag macht, die wöchentliche Arbeitszeit auf 32 Std. (bei gleichem Lohn) zu senken, wenn man am Wochenende (also auch am Sonntag) öffnen darf - und dieser Vorschlag dann (trotz breiter Zustimmung der Belegschaft) auf taube Ohren trifft, bzw. verdi einen Amoklauf ankündigt ?!?!?!

Die Liste der schlachtreifen heiligen Kühe läßt sich beliebig
fortsetzen. Die fetten Viecher fressen das Vermögen dieses
Landes und treiben die Abgaben in die Höhe. Es wird der
Volkswirtschaft Geld entzogen, das für die wichtigste
Zukunftsinvestition, nämlich Bildung, fehlt.

Alleine dieser Absatz hat ein Sternchen verdient! Es kann doch fast nicht sein, dass sich die Leitung der am Kindergarten meines Sohnes angrenzenden Schule diebisch darüber freut, dass ich denen zwei oder drei mal im Jahr einen ausgemusterten PC meines Arbeitgebers zukommen lasse (die Teile sind nicht zu Unrecht ausgemustert).

Viele Dinge lassen sich nicht von heute auf morgen verändern.
Aber man muß wenigstens beginnen. Auch eine breite
Bewußtseinsänderung braucht Zeit. Jeder Einzelne muß sich auf
seine eigenen Kräfte und Möglichkeiten konzentrieren und diese
ausschöpfen. Es kann nicht länger für jedes Anliegen die
Allgemeinheit und für jedes Zipperlein eine Solidarkasse
zuständig sein.

Auch hier: Uneingeschränkte Zustimmung!

Grüße
Guido

Hi Frank!

Quatsch, was außer Bürokratie solls bringen? Besser gleich
alle Krankenkassen abschaffen und eine staatliche einführen.
Weißt du, was ein KK-Ortschef verdient und wieviele Kassen es
schon allein in Leipzig gibt?

Komisch! Meine Kasse macht das und ist sogar in der Lage, die Beiträge in diesem Jahr zu senken! Auch im nächsten Jahr werden die Beiträge vermutlich gesenkt! OK - sie ist nicht die güstigste Kasse, aber mit 13 % auch noch lange nicht die teuerste…

Abschaffung Meisterzwang sehe ich auch nicht als sinnvoll. Es
gibt schon reichlich genug Idioten auf dem Bau. Sinnvoller
erscheint mir eine Förderung zur Meisterschule (geringe
Kostenbeteiligung). Das Handwerk in Deutschland ist deutlich
verfallen.

Warum muss ein Handwerker einen Meisterbrief in der Tasche haben, um sich selbständig machen zu dürfen? Kaufleute dürfen das doch auch! Klar befürworte ich eine Bezuschussung für Weiterbildungen (nicht nur im Meisterbereich), aber den Zwang halte ich eher für hinderlich!

Grüße
Guido

Abschaffung Meisterzwang sehe ich auch nicht als sinnvoll. Es
gibt schon reichlich genug Idioten auf dem Bau. Sinnvoller
erscheint mir eine Förderung zur Meisterschule (geringe
Kostenbeteiligung). Das Handwerk in Deutschland ist deutlich
verfallen.

Hallo Frank,

eigentlich wollte ich nicht auf Einzelheiten eingehen, sondern die Notwendigkeit für grundlegende Strukturänderungen zum Ausdruck bringen. Aber die Stelle mit dem Meisterzwang eignet sich so gut, die Unsinnigkeit bestehender Reglementierungen zu zeigen. Wenn also ein Portugiese oder Grieche ohne jede Ausbildung in Deutschland Türen streichen, Fenster putzen oder Gardinen aufhängen möchte, kann ihn nach EU-Recht niemand daran hindern. Kommt ein Deutscher ohne Meisterbrief auf die gleiche Idee, macht ihm die örtliche Handwerkskammer den Laden dicht. Wer sich dann auf das EU-Recht beruft und klagt, wird von der Handwerkskammer durch alle Instanzen gezerrt. Am Ende ist der Kläger pleite - das war der Sinn der Übung - oder er bekommt gnädig eine Ausnahmegenehmigung.

In Deutschland darf jeder Autodidakt beliebige Güter in Serie produzieren. Im Extremfall muß er niemals eine Schule, geschweige denn eine Meisterschule - von innen gesehen haben. Entsprechendes Geschäftsvolumen vorausgesetzt, wird der Analphabet vor dem Gesetz Vollkaufmann und darf fortan kaufmännische Lehrlinge ausbilden. Der Autodidakt produziert z. B. Motore oder Fahrräder in Serie und bringt sie unters Volk. Alles ist gut, solange er nicht auf die Idee kommt, einem seiner Kunden den defekten Fahrradschlauch zu flicken. Dann schlägt nämlich wieder die Handwerkskammer zu. Einem Mann wie Herrn Wankel würde man verbieten, den von ihm entwickelten Motor zu reparieren.

Nun verrate mir bitte, was an diesen Regeln vernünftig ist, außer, daß damit ganze Heere von absolut nichtsnutzigen Paragraphenreitern beschäftigt sind. Dieser Wust von Reglementierungen gehört ersatzlos abgeschafft.

Einen ähnlichen Unfug produzieren wir mit dem Ladenschlußgesetz. Die Gewerkschaften zetern seit Jahrzehnten, wenn das Thema auch nur erwähnt wird. Dabei ist ihnen kein Argument zu verlogen und zu blöde, behaupten sie doch, unter der Freigabe würden die kleinen Geschäfte leiden. Kirchen befürchten in diesem Zusammenhang gar den Niedergang unserer Kultur. Wenn ein Ladeninhaber meint, sein Geschäft früh um 4 Uhr oder um Mitternacht zu machen, dann soll er das doch tun. Was um Himmels Willen geht das Amtsmenschen an? Was ist daran eine hoheitliche Aufgabe, wenn Staatsbedienstete aufpassen, daß der Verkauf von Tampons und Süßwaren an Tankstellen rund um die Uhr, auf Bahnhöfen nur an Fahrkartenbesitzer und ansonsten nur zu bestimmten Zeiten stattfindet? Bemerkst Du wirklich nicht die Hirnrissigkeit der Regelwut?

Und noch etwas zu arbeitsfähigen Sozialhilfeempfängern: In D soll niemand hungern und das ist auch gut so. Ich rede auch nicht von der allein erziehenden Mutter mit Kleinkind. Ich rede von im Saft stehenden Menschen, die sich schlicht durchfüttern lassen, bis ihnen eine ihren Kompetenzen entsprechende Arbeit angeboten wird. Da zeigt die Erfahrung aus einigen Gemeinden, daß die Anzahl der Sozialhilfeempfänger schlagartig gegen Null tendiert, sobald die Gemeinde konsequent Arbeit anbietet und davon die Zahlung abhängig macht.

Gruß
Wolfgang

Kurzer Einwurf
Hi!

Ich stimme Deinem Artikel voll zu, aber…

Entsprechendes Geschäftsvolumen vorausgesetzt, wird der
Analphabet vor dem Gesetz Vollkaufmann und darf fortan
kaufmännische Lehrlinge ausbilden.

Nee - darf er nicht! Vorher muss er den AdA-Schein (oder AEVO) machen! OK - dieser Lehrgang ist vergleichsweise billig (vom Anspruch), und mir ist auch niemand bekannt, der da mal durchgefallen wäre, aber anmerken wollte ich es trotzdem…

Grüße
Guido

Nee - darf er nicht! Vorher muss er den AdA-Schein (oder AEVO)
machen! OK - dieser Lehrgang ist vergleichsweise billig (vom
Anspruch), und mir ist auch niemand bekannt, der da mal
durchgefallen wäre, aber anmerken wollte ich es trotzdem…

Hallo Guido,

wenn die Tätigkeit eines Gewerbetreibenden nach Art und Umfang einen vollen kaufmännischen Betrieb erfordert, kommt man zwangsweise ins Handelsregister, wird bei der Gelegenheit beitragspflichtiges Zwangsmitglied der Handelskammer und vor dem Gesetz Vollkaufmann. Nix mit Kursus, nix mit Prüfung, sondern einfach so. Selbst dann, wenn man nicht einmal den eigenen Namen zu Papier bringen kann und mit 3 Kreuzen unterschreibt.
Es wird regional etwas unterschiedlich gehandhabt, aber ab etwa 500 T€ Umsatz ist der Delinquent fällig.

Gruß
Wolfgang

Echt jetzt?
Hi!

Alle meine Bekannten, die sich in den letzten drei Jahren mit ihrem „Kaufmännischen Wissen“ selbständig gemacht haben und ausbilden wollten, wurde dieser Schein auferlegt!

Allerdings ist da vermutlich noch keiner mit einem Jahresumsatz von einer halben Mio. Euro bei…

Überraschte Grüße
Guido

der allerdings momentan auch ohne ADA ausbilden darf…

Hallo Wolfgang,

genau das sind die Entwicklungsrichtungen, die dieses Wirtschaftssystem im beschleunigten Galopp den Bach runterrauschen ließen. Aber mehr dazu demnächst auf: http://kds-nano.dyndns.org
unter Ökonomie (link, rechts)

Gruß
Frank

Aber mehr dazu demnächst auf http://kds-nano.dyndns.org
unter Ökonomie (link, rechts)

Mönsch Frank! Ich bin sprachlos :smile:) . In so wenigen Sätzen so viel krause Ideologie und in pseudowissenschaftliches Geschwafel gekleidete glatte Fehler … meinst Du allen Ernstes, daß sich damit die konkreten Probleme des selbständigen Tischlermeisters lösen lassen?

Gruß
Wolfgang

a gäh!

Aber mehr dazu demnächst auf http://kds-nano.dyndns.org
unter Ökonomie (link, rechts)

Mönsch Frank! Ich bin sprachlos :smile:) . In so wenigen Sätzen so
viel krause Ideologie und in pseudowissenschaftliches
Geschwafel gekleidete glatte Fehler … meinst Du allen
Ernstes, daß sich damit die konkreten Probleme des
selbständigen Tischlermeisters lösen lassen?

Du bist doch bloß neidisch, weil du nicht so ne schönen Internetseiten machen kannst. So! :smile:
Ich weiß sehr wohl, daß sich mit meinen Gedanken die Probleme eines sebständigen Tischlermeisters lösen ließen. Nur müßte dieserjener auch begreifen können, daß ich nicht von Ideologie (wo bei mir?? da steht demnächst! ) rede, sondern zum nachdenken verhelfe um zu erkennen, daß Ideologie auch das auslassen von Informationen ist.

Gruß
Frank