Forschungen zum Beten

Hallo allerseits,

ich habe z.B. von einem Forschungsversuch gelesen, wo für über 200 Frauen, die künstlich befruchtet worden waren, gebetet wurde, dass sie schwanger werden sollten - aber nur für die Hälfte der Frauen. Die Frauen, für die nicht gebetet wurden, wurden zu 26 Prozent schwanger - für die, die gebetet wurde zu 50 Prozent!!!
Wer weiß mehr zu solchen Versuchen, auch auf anderen Gebieten?
Viele Grüße
Sonja

Quelle?

SAN

hallo!!

da kommt mir der alte spruch in den sinn „ein bisschen schwanger gibt`s nicht“! :wink:)

im ernst: solche „versuche“ wurden gemacht-mit teilweise sehr überraschenden ergebnissen. man tut sich halt sehr schwer die wirkungsweise zu erklären.

hier mal ein link: http://www.closertotruth.com/topics/mindbrain/index… (v.a. what is parapsychology)

das grösste problem das forscher in diesem gebiet haben ist der chronische geldmangel. ausserdem gibt es weltweit nur ca. 40 forscher die solche sachen im labor erkunden. deswegen haben sie wenig anerkennung und es dauert ewig bis sich daten präsentieren lassen.

dann gibt es noch die forschung auf dem gebiet „was-passiert-im-gehirn-beim-beten/meditieren/…“:
http://www.amazon.com/exec/obidos/ASIN/0345440331/qi…

und die princeton university ist auch noch aktiv; die machen versuche ob man durch „denken“ die produktion von zufallszahlenfolgen beeinflussen kann. ergebnis: es ist möglich-aber man findet keine erklärung dafür. hab jetzt leider keinen link-aber über goole müsste was zu finden sein.

warte doch einfach noch 10-20 jahre-dann ist es eindeutig wissenschaftlich nachweisbar!! (rom wurde auch nicht in einem tag gebaut)

tschüss

matthias

und die princeton university ist auch noch aktiv; die machen
versuche ob man durch „denken“ die produktion von
zufallszahlenfolgen beeinflussen kann. ergebnis: es ist
möglich-aber man findet keine erklärung dafür.

Wie werden diese Zufallszahlenfolgen erzeugt?

warte doch einfach noch 10-20 jahre-dann ist es eindeutig
wissenschaftlich nachweisbar!!

Oder es ist eindeutig wissenschaftlich widerlegt.

CU

Stefan

Hallo Sonja,

vor wenigen Jahren habe ich in einem Readest Digest einen Bericht gelesen.

Der Primar der Herzstation des General Hospitals in L.A. wollte wissen, ob und wie sich Gebet auf seine Patienten auswirkt.
Er hat sie in zwei Gruppen geteilt, wobei aber keiner der Patienten erfuhr, ob für ihn gebetet wurde oder nicht.
Dann hat der Arzt per Plakat vor dem Krankenhaus eingeladen, in der Krankenhaus-Kapelle für die eine Gruppe Patienten zu beten.
Nach einigen Wochen (ich weiß nicht mehr, waren es zwei oder vier) hat er dann die Krankenberichte verglichen.
Die „bebetete“ Gruppe hatte
weniger Schmerzen,
weniger Herzattacken,
diese fielen auch nicht so schwer aus,
und brauchten weniger Medikamente.

Hanna

Hi!

Dazu kann ich nur sagen, daß in Bayern über 80% der Verbrechen von Katholiken verübt werden.

Schlußfolgerung: Religion macht kriminell?

Dusan

Hallo Sonja,

wenn Kriegsparteien aufeinander ballern, sind regelmäßig auf beiden Seiten Priester, Mullahs, jedenfalls Geistliche dabei. Auf beiden Seiten werden Waffen gesegnet und es wird auf Teufel komm heraus gebetet. Dabei betet jede Seite den Gott an, der dort gerade en vogue ist. Mit Hilfe besagter Forschungen käme man endlich zu einer schlüssigen Aussage, wer denn nun der wahre Gott ist: Das kann nur der Gott der Sieger des Waffengangs sein.

Bestimmt findet man auch Waffengänge, wo z. B. Christen auf Christen schossen. Auf beiden Seiten wurde natürlich heftig gebetet. Damit hätten wir den Beweis, daß es Gottesurteile gibt.

Was sagt uns das? Klar: Zurück ins Mittelalter!

Im Eso-Brett läuft gerade ein Thread zum Thema, wie man höheren Orts Bestellungen aufgibt. Mir scheint, hier gibt es Parallelen.

Aber auch ich habe eine Frage:
Auf welches Jahrhundert wird die Zeit der Aufklärung datiert?

Gruß
Wolfgang

hallo!!

erstmal gibt`s einen patscher auf die finger wegen der fehlenden begrüssung!! :wink:)))))

Wie werden diese Zufallszahlenfolgen erzeugt?

lesen-„staunen“ (??)-hinterfragen und bewerten:
http://www.princeton.edu/~pear/2.html

warte doch einfach noch 10-20 jahre-dann ist es eindeutig
wissenschaftlich nachweisbar!!

Oder es ist eindeutig wissenschaftlich widerlegt.

damit nimmt man sich selbst eine möglichkeit. siehe auch „destruction over creation“ in psychologie vor einiger zeit!!

tschüss

matthias

hallo Matthias,
das hat nichts mit Parapsychologie zu tun. Das würde genauso funktionieren, wenn es islamische, jüdische, hinduistische Frauen wären.
Das hat mit Autosuggestion und autogenem Training zu tun.
Gerade mit AT kann man ernorm viel erreichen.
Grüße
Raimund

hallo!!

die betroffenen frauen haben aber ja nichts davon gewusst-dann kann also nichts „auto“-mässiges im spiel sein!?!?!

ansonsten sind natürlich die von dir beschriebenen techniken sehr effektive und „kraftvolle“ dinge mit denen man arbeiten kann.
ich sehe-da nicht-religiös-bis-zum-geht-nicht-mehr diese sache mit dem beten als eine form von institutionalisierter meditation (gibt es eine andere sprache auf der welt mit der man solche wörter bilden kann???).

und die meditation ist ja auch sehr umfassend untersucht mit super ergebnissen; aber wie gesagt personenbezogen und nicht mit „fernwirkung“.

tschüss

matthias

p.s. gerade über spitzen-jazz-cd „meditierend“ :wink:)))

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo SAN,

steht in dem PM-Magazin Juni 2002 im Artikel „Am Anfang ist der Gedanke“: der südkoreanische Gynäkologe Kwang Cha hat diesen Versuch gestartet.
„Die Resultate sind signifikant“, sagt der amerikanische Professor Roger Lobo, der an dem Projekt mitgearbeitet hat. „Dennoch haben wir überlegt, ob wir sie publizieren sollen, da wir die Resultate nicht erklären können“ - so im PM-Magazin. Muss selbst mal in der Suchmaschine schauen, ob diese beiden Namen im Netz auftauchen.

Viele Grüße
Sonja

Aufklärung (eigentlich nicht offtopic)
Hi Wolfgang

Aber auch ich habe eine Frage:
Auf welches Jahrhundert wird die Zeit der Aufklärung datiert?

Kant hat in seinem Aufsatz „Beantwortung der Frage: Was ist Aufklärung“ (1784 in: Berlinische Monatsschrift) das 18. Jhdt als das Zeitalter der Aufklärung bezeichnet. Daraufhin galt diese Bezeichnung für die Bewegung, die mit den Freidenkern in England im 17. Jhdt begann, in Frankreich mit den Enzyklopädisten (d’Alembert, Diderot usw.) und in Deutschland mit Kant ihren Höhepunkt hatte. In Deutschland geht die Bewegung jedoch als philosophische Bewegung lückenlos in den sog. ‚Deutschen Idealismus‘ über (Fichte, Schelling, Hegel).

Tragend für den Begriff der Aufklärung ist die Bestimmung Kants: „Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit“, wobei die Erklärungen von Unmündigkeit und selbstverschuldet sehr entscheidend sind. Kant dann: „‚Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen!‘ ist also der Wahlspruch der Aufklärung…“

Unbedingt lesenswert ist die Deutung der Aufklärung durch Hegel in der Phänomenologie des Geistes.

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Hallo Metapher,

„Forschungen zum Beten“ war der Ausgangspunkt. Dabei zögerte ich aufgrund meiner angeborenen Zurückhaltung *g*, mit beißender Satire zu schreiben. Also fiel die Antwort „piano“ aus und endete in der Frage nach der Aufklärung. Bei Beantwortung dieser Frage kommt man fast automatisch u. a. auf Kants Erklärung zur Unmündigkeit als Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Immerhin eine für die damalige Zeit geradezu unerhörte Aussage/Forderung, die über 200 Jahre später rein nichts von ihrer Aktualität eingebüßt hat.

Weil ich niemanden verletzen wollte, antwortete ich nicht so direkt. Die hinter der ursprünglichen Frage stehende Form des Glaubens und Betens resultiert aus einer Art Unmündigkeit und führt immer tiefer hinein in dieselbe.

Ohne daß ich „Tacheles“ reden muß, hätte Immanuel Kant erledigt, was ich zum Ausdruck bringen wollte. Aber das war wohl um ein paar Ecken zu viel gedacht.

Gruß
Wolfgang

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Unmündigkeit
Hallo Wolfgang,

Weil ich niemanden verletzen wollte, antwortete ich nicht so
direkt. Die hinter der ursprünglichen Frage stehende Form des
Glaubens und Betens resultiert aus einer Art Unmündigkeit und
führt immer tiefer hinein in dieselbe.

kannst Du mir erklären, warum beten zur Unmündigkeit führen sollte?

Gruss Harald

Weil ich niemanden verletzen wollte, antwortete ich nicht so
direkt. Die hinter der ursprünglichen Frage stehende Form des
Glaubens und Betens resultiert aus einer Art Unmündigkeit und
führt immer tiefer hinein in dieselbe.

kannst Du mir erklären, warum beten zur Unmündigkeit führen
sollte?

Hallo Harald,

im Moment stehe ich unter Zeitdruck, aber das möchte ich so nicht im Raum lassen.

kannst Du mir erklären, warum beten zur Unmündigkeit führen
sollte?

Das habe ich an keiner Stelle behauptet, vielmehr: „Die hinter der ursprünglichen Frage stehende Form des Glaubens und Betens…“.

Die Erwartung der Erfüllung konkreter Wünsche in einer aktuellen Situation mag im Falle z. B. eines Schwerkranken nachvollziehbar sein, trägt aber doch reichlich naive Züge.

Mehr geht im Moment nicht, später gerne weiteres.

Gruß
Wolfgang

Hallo, Harald,
ich denke, ich kann Wolfgang hier zustimmen.
Beten (in dem in diesen albernen Tests zum Ausdruck kommenden Sinn) ist ja ein Ausdruck dafür, dass der Mensch sich nicht in der Lage sieht, mit der Situation aus eigener Kraft fertig zu werden. Der Wunsch, dass einem eine höhere Instanz weiterhilft, kann dazu führen, dass man sich auf eben diese eigene Kraft von vornherein gar nicht mehr besinnt, sie gar nicht mehr einsetzt, weil es ja einfacher ist, darauf zu hoffen, dass „von irgendwo ein Lichtlein her“ kommt. Das führt allerdings dann zu einer Form der Unmündigkeit.
Ganz abgesehen davon kann ich mir nicht vorstellen, dass diese Art von „Tests“ mit Glauben viel zu tun hat. Die Fragestellung „Jetzt wollen wir einmal sehen, ob der Liebe Gott wirklich funktioniert“ die dahintersteht hat wohl mit Glauben im eigentlichen Sinn nichts zu tun. Entweder glaube ich etwas, oder ich hinterfrage es.
Gruß
Eckard
(der lieber hinterfragt)

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Hallo Sonja

Ich weiss keine weiteren Untersuchungen dieser Art, aber das Thema ist wichtig, daher ein Kommentar von mir:

  • Die Spötter unter uns haben ja unten gleich zugeschlagen und waren sich einig: Hier liegt Humbug vor. Ein sehr „glaubender“ Ansatz, eine Studie beurteilen, ohne sie zu kennen. Nun ja…

  • Aber auch ich, als Christ und ohne die Studie zu kennen: bei so etwas gehen bei mir alle Alarmglocken an und ich würde jeden warnen, einen solchen Bericht so ohne weiteres als „Beweis“ jubelnd hinzunehmen. Warum? Weil es ganz einfach Gottes Souveränität und seiner Liebe gegen die Menschen widerspricht, sich in dieser Weise statistisch in die Karten gucken lassen zu wollen.

-Gottes normale Art des Handelns ist, dass er den Betroffenen fragt, was er will, dieser sollte sich im Gebet Gott nähern und dann passiert auch etwas. Gebet durch andere kann da allenfalls in Form von Solidarität etwas tun. Die oben schon genannten Spötter haben dann die Möglichkeiten, leere Worte wie Autosuggestion oder so etwas zu murmeln und sie haben nach wie vor ihre Freiheit. Gott ist doch keine Wunscherfüllungsmaschine. Da geht jede Statistik in Nullkommanix zum Teufel - und da gehört sie auch hin.

  • Auf der anderen Seite kommt dieser Bericht von Medizinern, offensichtlich christlichen Glaubens. Das hört sich alles sehr ehrenhaft an, aber ohne Medizinern zu nahe treten zu wollen, Statistik ist nur zu häufig im Ergebnis das, was man sich wünscht, gerade in der Medizin. Da würde ich schon eher Psychologen trauen (was mir naturgemäss sehr schwer fällt), die sind wenigstens daran gewöhnt, mit der Variabilität des menschlichen Geistes umzugehen.

Also Quintessenz für den normalen Christen: Den Bericht erst einmal nicht sehr ernst nehmen und sich bewusst sein - Gottes Existenz wird immer wieder und mit immer neuen Mitteln geleugnet werden, egal womit man kommt. Da ist es besser, auf etwas gut Erscheinendes zu verzichten, wenn es nur den Hauch der möglichkeit in sich birgt, nicht in vollem Maße seriös zu sein. Der potentielle Schaden ist grösser als der möglicherweise vorhandene Nutzen.

Gruss
Thomas

Hallo Eckard,

Beten (in dem in diesen albernen Tests zum Ausdruck kommenden
Sinn) ist ja ein Ausdruck dafür, dass der Mensch sich nicht in
der Lage sieht, mit der Situation aus eigener Kraft fertig zu
werden.

also in obiger Studie ging es ja darum, für andere zu beten. Da kann ich naturgemäß mit meiner Kraft nichts ausrichten.

In anderen Fällen (z.B. Schönwetter für einen Ausflug) habe ich auch keine Verfügungsgewalt. Oder kannst Du mir verraten, wie man die Sonne scheinen läßt?

Der Wunsch, dass einem eine höhere Instanz
weiterhilft, kann dazu führen, dass man sich auf eben diese
eigene Kraft von vornherein gar nicht mehr besinnt, sie gar
nicht mehr einsetzt, weil es ja einfacher ist, darauf zu
hoffen, dass „von irgendwo ein Lichtlein her“ kommt. Das führt
allerdings dann zu einer Form der Unmündigkeit.

Diese Art von „Wunderglauben“ war aber in der Studie gar nicht angesprochen. Die betroffenen Frauen haben ja etwas getan. Gebetet wurde ja für das Gelingen eines Unternehmens, dessen Erfolgschance 1:x ist.

Ganz abgesehen davon kann ich mir nicht vorstellen, dass diese
Art von „Tests“ mit Glauben viel zu tun hat. Die Fragestellung
„Jetzt wollen wir einmal sehen, ob der Liebe Gott wirklich
funktioniert“ die dahintersteht hat wohl mit Glauben im
eigentlichen Sinn nichts zu tun.

Da gebe ich Dir wieder Recht.
Was den Wert dieser Studie angeht, muss ich Thomas zustimmen.

Entweder glaube ich etwas,
oder ich hinterfrage es.

Was ja kein Widerspruch ist.
Das Wort „Glauben“ im religiösen Sinn sollte eigentlich mit „Vertrauen“ übersetzt werden. Also ich hinterfrage eine These - und nachdem sie sich bestätigt hat, vertraue ich auf ihre Richtigkeit.

Gruss Harald
*der auch seinen Glauben hinterfragt hat*

Hallo Wolfgang,

im Moment stehe ich unter Zeitdruck, aber das möchte ich so
nicht im Raum lassen.

Mehr geht im Moment nicht, später gerne weiteres.

kein Problem, ich warte :wink:

Gruss Harald