Du brauchst einen roten Faden!
Hallo,
für mich stellt sich das folgendermassen dar:
Jemand hat ein Studium und einige Kurse besucht, gemäß seiner Neigungen oder gerade aktueller Trends/Hobbys/Interessen.
Jetzt sucht dieser jemand einen Job, bei dem es gut wäre, wenn er das gelernte anwenden könnte.
Ich würde sojemanden nicht anstellen.
Ich suche jemanden, der den bei mir ausgeschriebenen Job unbedingt machen will, und sich dafür zielgerichtet ausgebildet und vorbereitet hat. Der schon während des Studiums zielgerichtet Kontakte geknüpft hat, Netzwerke gepflegt hat und Praktika im In- und Ausland dahingehend ausgesucht hat.
Wenn Du mit deinen „Erfahrungen“ noch keine Erkenntnisse finden konntest, wo Du hinpasst, wie soll dir jemand aus einem Internetforum Tipps geben?
Meiner Meinung nach müsstest Du jetzt schleunigst von passiv auf aktiv umschalten, und dir ein Ziel setzen, für dessen Erreichung Du
dich dann einsetzen kannst.
Jede weitere „Zusatzqualifikation“ oder „Kurs“ den Du jetzt besuchst, würde mich als Unternehmer noch weiter abschrecken, da es für mich Indizien für „planloses umhersuchen“ wären.
Es sei denn natürlich, Du hast einfach Infos vorenthalten, mit welcher Zielsetzung du deine bisherige Ausbildung betrieben hast.
Das Du Dich als „flexibel“ bezeichnest würde jemand der nicht so wohlwollend ist wie ich als „unorientiert“ bis „planlos“ auslegen.
Konkreter Vorschlag:
- Ziel festlegen, wo möchtest Du (GROB!)in ein paar Jahren arbeiten (intl. Grosskonzern, auch im Ausland oder zuhause im Mittelstand? Single/Familie…)
- Such Dir schnellstens einen Job (nicht Schulung, Ausbildung) in einem Unternehmen, welches Dir Punkt 1. potenziell ermöglichen könnte- wobei das Unternehmen / die Branche wichtiger ist als der tatsächliche Job den Du jetzt annimmst
- Beginne von Tag 1 an, Netzwerk zu erstellen und herauszufinden, welcher spezielle Job du denn tatsächlich machen willst und
- Bereite dich konkret auf dieses neue Ziel vor und überprüfe deine Zielsetzung immer wieder.
zu 2.:
Wenn Du diesen Job suchst und Dich bewirbst, formuliere alle bisherigen Ausbildunsschritte und Erfahrungen so, als hättest Du diese gemacht um diesen Job zu bekommen. Wenn z.B. spanisch nicht in die Story passt, dann lass es weg!
Ansonsten wirst Du gegen jeden Autoschlosser (oder sonstigen Quereinsteiger) verlieren, dem im fortgeschrittenen Alter aufgegangen ist, das seine Berufung in genau diesem (neuen) Betätigungsfeld liegt und der das schlüssig belegen kann!
Viel Erfolg!
Zaphod (heute ohne Honorarforderung)