Fortsetzungsgeschichte

hallo!

hier mal der erste teil einer in gemeinschaftsarbeit von mir und einer freundin geschriebenen geschichte. dieser teil hier stammt von mir. das ende jedes teils ist so geschrieben, dass es fragen aufwirft…ich würde gern eure lösungen hören. nächsten donnerstag gibt es dann die fortsetzung, den nächsten teil (bin solange campen :wink:). also, los gehts. (für alle die hier aus magdeburg kommen: nehmts mir nicht übel, wenn eure stadt nicht so aussieht, wie wir uns das hier dachten *G*)


Es war Nacht. Und kalt. Wie ein Baby zusammengerollt lag Ann unter ihrer Bettdecke und zitterte vor Kälte. Über und neben ihr hörte sie das gleichmäßige Atmen ihrer beiden Mitbewohnerinnen. Ein – Aus. Ein – Aus. An Schlaf würde in dieser Nacht nicht mehr zu denken sein. Die hübsche 22-jährige weinte. Lautlos, still. WO WAR ER??? Warum war er nicht mit dem Zug gekommen, wie vereinbart? Warum antwortete er nicht auf ihre Mails und ihre Kurznachrichten? Warum ging er nicht ans Telefon? Warum meldete sich bei seinem Handy nur die Mailbox? Und das schon seit 3 Wochen. Immer wieder hatten sie ihre Sorgen eingeholt seit diesem Tag im November, an dem Ann’s Freund eigentlich um 18.00 auf dem Magdeburger Hauptbahnhof aus dem Zug hätte steigen sollen. Aber das hatte er nicht getan. Alles, wirklich alles hatte Ann versucht, herauszufinden wo er war, warum er nicht gekommen war, wie es ihm ging. Doch keine Antwort. Nirgendwo her. Alles was sie bis jetzt wusste, war, dass er weder zuhause in Hannover, noch bei seinen Studienkollegen in Stuttgart war. Er war wirklich verschollen.
Lilly über ihr fing an leise den Wald zu roden. Und Ann weinte heftiger, fühlte sich alleingelassener denn je. Ein Blick auf die Uhr, halb 5. Nun war es endgültig zu spät zum Einschlafen geworden. Leise stand Ann auf, tappte ins Bad und zog sich an. In vier Stunden würde sie in der Uni sitzen, wie immer. Würde ihre Schwierigkeiten haben, alles mitzubekommen – wie immer. Würde die Lustige spielen – auch wie immer. Und würde grübeln, wo ihr Freund war – vergebens.
Doch zuvor musste sie raus, einfach nur weg aus der verschlafenen Luft des Studentenwohnheims. Am besten runter an die Elbe, dachte sie sich. Einfach nur ein Stück spazieren gehen, vielleicht würde ihr das helfen, einen klareren Kopf zu bekommen. Die kühle Luft als sie aus der Tür trat, war wie ein Schock. Als sie ein paar hundert Meter gegangen war, merkte sie wie sie begann sich langsam zu beruhigen. Die einsamen Nächte waren das schlimmste. Lilliana und Nicola versuchten zwar ihr zu helfen und Ann zu trösten, wann immer sie nur konnten. Doch das ging halt nicht immer, auch Lilly und Nicki mussten lernen, arbeiten und vor allen Dingen schlafen.
Das Wasser des Flusses schimmerte leicht im halbvollen Mond. Die Nacht war wunderschön sternenklar und bitterkalt, doch es wehte kein Wind. Der Geruch von Schnee lag in der Luft. Sicherlich würde hier alles bald weiß sein. Ann wurde langsamer, blieb schließlich ganz stehen und lehnte sich mit Blickrichtung Elbe an das Geländer. Mit leerem Blick starrte sie in das sanft schaukelnde Wasser. Müll schwamm darin herum, Tetrapacks, Tüten oder auch Treibholz. Alles was eigentlich nicht in einen Fluss gehörte. Plötzlich setzte sich Ann sich wieder in Bewegung und steuerte die Brücke hinüber zum Park an. Dort stand eine Bank, von der aus sich die Elbe entschieden besser beobachten ließ, als von der Straße aus. Und vor allem war da kein störendes Gitter, was sie die Welt wie durch kariertes Papier sehen ließ. Ann machte die Augen noch mal zu und genoss einfach die Ruhe im nächtlichen Magdeburg. Doch als sie sie wieder öffnete… Sie schrie auf! Da schwamm eine Leiche im Wasser. Das war eindeutig ein Mensch und ein toter noch dazu! Was jetzt? Was ist das? Was soll ich denn machen, schoss es Ann durch den Kopf, die immer noch dastand, wie sie aufgesprungen war. Ihre langen schwarzen Locken umspielten ihren Kopf in der ersten morgendlichen Brise. Polizei rufen? Nein! Ihn selber rausziehen? Das noch viel weniger!! Also doch Polizei! Na klar, das ist ein Fall für die Kripo. Noch ein Blick auf die tote Person im Wasser und dann rannte Ann, zurück ins Heim, zurück um Nicola und Lilly zu wecken. Und natürlich die Polizei. Nik und Lilliana sprangen wie angestochen von ihren Betten hoch, als Ann die Wohnungstür ins Schloss fallen ließ.
„Ann, was los??? Wo warst du denn?“
„Da liegt ein Toter im Fluss. Schnell, wir müssen die Polizei rufen“, keuchte Ann.
„Gib her, ich mach das“, bestimmte Nicola, die aktivste und mit 25 auch die älteste der drei, „ du bist ja ganz außer Atem. Lilly, sei so gut und hol ihr was zu trinken.“ Die 19-jährige Lilly gehorchte und schwebte in ihrem weißen Nachthemd und den langen blonden Haaren wie ein Engel in die Küche. Ann hatte noch nicht mal dran gedacht, die Jacke auszuziehen, nein, eigentlich hatte sie sogar vor, wieder runter zum Park zu gehen, um vielleicht sogar die Leiche… zu…? NEIN!! Oder doch? Was wenn sich ihre Befürchtungen bestätigten? Nein, das war zu absurd, doch nicht HIER! Das war viel zu weit weg, da ergäbe keinen Sinn, wie sollte so was passieren? Aber was wenn doch…
… zu… identifizieren, setze sie ihren vorherigen Gedanken fort. Das kühle Wasser, was Lilly gebracht hatte, tat gut und ließ ihren Puls wieder ein WENIG langsamer schlagen. Nicola hatte inzwischen bei der Kripo angerufen, Lilliana war angezogen und gemeinsam trabten die beiden wieder Richtung Stadtpark. Fast zeitgleich mit den Männern in grün kamen sie dort an. Nach fünf Minuten Höchstspannung zogen die Beamten den leblosen Körper an Land und stellten augenblicklich dessen Tod fest. Lilly beugte sich hinunter um zu schauen ob sie den Toten kannte. Achselzuckend kam sie wieder hoch, was so viel bedeuten sollte wie „noch nie gesehen“. Dann schaute Ann sich den jungen Mann genauer an … zu genau. Denn sie kannte ihn…


gruß
yvi

hi…

man könnte ja vermuten,dass es ann`s freund ist,der da im wasser treibt,aber wieso??

wenn er den richtigen zug genommen hätte,hätte ann ihn sehen müssen…

vielleicht war er einen zug früher gekommen und wurde überfallen?? :smile: bin grad nicht so kreativ,aber trotzdem neugierig auf die fortsetzung…:smile:

lieben gruß jule