Fotograf vs. Bild-Journalist

Eine Anmerkung zu den „Profi-Digitalen“: Da habe ich eine Nikon oder Canon oder Kodak oder was weiß ich mit einem Chip drinnen, der nur 50 oder 60 % oder so eines KB-Negativs groß ist. Da sind alle Aufnahmen, wo ich extremes Weitwinkel brauche, einfach nicht mehr möglich. Das gilt auch für die von Dir angesprochene Hasselblad mit Kodak-Rückteil. Dieser Rückteil ist 40x40mm groß, ein Hasselblad-Negativ hat aber 56x56mm (Fläche ca. 50%)! Da verscheißert mit Verlaub die Industrie die Kunden, die sich teures Equipment kaufen, das dann unvollkommen ist, bzw. nur in gezielten kleinen Stufen verbessert wird, um den Markt anzukurbeln!

Wir haben bei uns in der Firma lange hin und her überlegt, und sind schließlich auf das Horseman-Gehäuse gekommen: Vorne manuelle Nikon-Optiken und hinten der Kodak-Mittelformat-Rückteil mit Hasselblad-Anschluss. Das ist ein 40x40mm-Chip, wobei ich nur 24x36 brauche. D.h. ich habe überhaupt keine Brennweitenverlust durch einen zu kleinen Chip. Und ein 28er Shift ist in der Innenarchitektur (dafür brauchen wir nämlich das Ding) auch noch sinnvoll einsetzbar. Die teuersten besten Digi-KB-Gehäuse schaffen 6 Mio. Pixel, diese Horseman-Konstruktion hat über 11 Mio. Pixel - also fast das Doppelte der sogenannten Profi-Digitalen. Gekostet hat so eine Formation ca. 25000 Euro - ist glaube ich gar nicht weit weg von üblichen High-End-Digis. Das Horsemangehäuse hat ein Zeitenwahlrad und einen Auslöser, der mit dem Rückteil gekoppelt ist - keine sinnlosen Knöpfe - es tut richtig gut, ein Metallding in der Hand zu halten wie die legendäre Pentax K 1000 (die auf dem Mount Everest mit war) - aber mit den meisten Pixeln, die es zur Zeit als One-Shot-Kamera gibt. (Für die Sinar gibt es glaube ich so etwas wie einen Schlitten, der den 40x40-Chip in mehreren Schritten über die 4x5-inch-Fläche führt, nachher werden die einzelnen Bilder gestitcht, d.h. per Softwar wieder zusammengerechnet. Ist aber nur was für’s Studio oder so.)

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Yep…
Hallo Artefakt,

Yep, bezgl. deiner Auflistung, Preisen, und Endprodukt hast du da Recht.
Aber wer sagt denn, dass Horseman nicht im Profi Segment anzusiedeln ist?
Gehört m.E. ganz klar dazu.
Gruß
der Alex
(der übrigens immer noch analog (auch für Kunden) fotografiert und sich zum digitalen(fotografieren) mit Sicherheit nicht durchringen wird.)

Tjajaja die Handwerkskammern

Fotodesigner ist kein geschützter Begriff, damit darfst Du dann aber kein „Stehendes Gewerbe“ unterhalten.

Gruss

Ein gebranntes Kind…