Fotografier-Erlaubnis in Bahnhöfen usw.?

Hallo MitleserInnen,

wie sieht das eigentlich rechtlich mit dem Fotografieren in grossen Bahnhöfen wie etwa Frankfurt und München aus: Braucht man dazu die Erlaubnis der Deutschen Bahn? Und wie verhält es sich mit Aufnahmen in S-Bahnen, Bussen usw.?

Marco

Hi, also so weit ich weiss, gibt es auf Bahnhöfen (in Deutschland) KEIN Verbot. In anderen Ländern kann ich mir das eher vorstellen, da manche dort wie " Staatsgebäude " geführt sind oder sogar welche sind. Bei uns in der BRD, kenne ich so etwas NUR auf Firmengelände, wo man da von Werksspionage sprechen würde. Bei Aufnahmen in Bussen ist es davon abhänging, ob der Fahrer gestört oder evtl. sogar durch das Fotografieren
( Blitzaufnahme )in Gefahr gebracht werden kann.

Gruss

Günter

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Hallo Marco,

grundsätzlich ist es so, dass dies über das Hausrecht geregelt wird und dies übt der Berechtigte, also der Eigentümer bzw. der von ihm hiermit Beauftragte aus. Dabei gilt, dass üblicherweise das Fotografieren verboten ist, wenn man keine ausdrückliche Genehmigung hat. Meist ist dies bei öffentlichen (öffentlich zugänglich) Gebäuden sogar in der Hausordnung festgeschrieben und man kann sich im Zuwiderhandlungsfall den Rauswurf und Hausverbot einhandeln.

Allerdings wird die Sache längst nicht so heiß gegessen, wie sie gekocht wird. Gegen den privaten Schnappschuss hat üblicherweise niemand etwas einzuwenden und gerade die Bahn lädt auch gerne mal zum Fototermin mit besonderen Zügen. Anders sieht es natürlich aus, wenn man mit großer Ausrüstung ankommt und tagelang professionelle Fotos auf den Anlagen macht, die man dann verkaufen will. Da könnte natürlich schon mal jemand auf den Gedanken kommen und Dich hierauf ansprechen und ggf. rauswerfen. Im Zweifel würde ich daher bei privaten Fotos sagen: Frechheit siegt, wenn man aber darauf angesprochen wird, sollte man sich klar sein, dass ohne Genehmigung grundsätzlich ein Verbot existiert. Hat man mehr vor, sollte man den Hausrechtsinhaber vorher um Erlaubnis bitten, die üblicherweise dann auch unproblematisch erteilt wird, evtl. mit Auflagen und Einschränkungen. Übel wird es eigentlich nur, wenn man in den Verdacht von Industriespionage gerät oder z.B. in Gerichtsgebäuden die Kamera zückt.

Gruß vom Wiz

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Hallo Wiz,

schade, da finanzierte „ich“ die Bahn schon bis 2003 mit 26 Mrd. und muss dafür noch fragen, ob ich in diesen halboffenen, aber anscheinend nicht öffentlichen Gebäuden fotografieren darf. ;o)

Tja, das könnte ein wenig problematisch werden, denn ich wollte keine schönen Aufnahmen machen, sondern vielmehr kritische Fotos hinsichtlich des „tollen“ Service, der in Deutschland geboten wird. Da wären zum Beispiel, wie hier in Frankfurt, Schlangen an den Expressschaltern usw. usf.
   Danke für Deinen Hinweis! Und die Kamera werde ich dann eher nur hin und wieder unter dem Mäntelchen hervorzücken.

Marco

Hallo Günter!

Bei Aufnahmen in Bussen ist es davon
abhänging, ob der Fahrer gestört oder evtl. sogar durch das
Fotografieren
( Blitzaufnahme )in Gefahr gebracht werden kann.

Die Sache mit den Bahnhöfen ist geklärt, bliebe noch die mit den Bussen und Bahnen. Ich habe schon einmal im Netz schöne SW-Alltagsimpressionen in U-Bahnen gesehen, wobei ich mir denke, der Fotograf wird nicht jeden Mitfahrenden extra gefragt haben. (Und die Leuten verhalten sich ja eher gekünstelt, wenn sie von der Aufnahme wissen.) Und dann wäre ja auch noch diese Reglementierung mit dem Gruppenbild (als ungefragt in der Öffentlichkeit fotografieren, wenn mehr als fünf Personen darauf sind), die ja in Personenverkehr ebenso gelten wird.

Marco

Hi Marco!

Und dann wäre

ja auch noch diese Reglementierung mit dem Gruppenbild (als
ungefragt in der Öffentlichkeit fotografieren, wenn mehr als
fünf Personen darauf sind), die ja in Personenverkehr ebenso
gelten wird.

Was versteckt sich dahinter?
Gruß
Kai

Hallo!

Die Sache mit den Bahnhöfen ist geklärt,

In welchem Sinne denn jetzt? Nur weil ein Gebäude ‚öffentlich‘ ist, heißt das nicht, daß man dort auch fotografieren darf.

der Fotograf wird nicht jeden Mitfahrenden extra
gefragt haben.

Dann könnte er aber arge Probleme bekommen.

Reglementierung mit dem Gruppenbild (als
ungefragt in der Öffentlichkeit fotografieren, wenn mehr als
fünf Personen darauf sind),

Wo hast Du denn das her? Ich denke mal, das ist purer Unfug. Die Rechtslage in Sachen Persönlichkeitsschutz sieht da wohl anders aus. Von der Anzahl der abgebildeten Personen hängt sie jedenfalls nicht ab.

Martin

Hallo Martin!

In welchem Sinne denn jetzt? Nur weil ein Gebäude ‚öffentlich‘
ist, heißt das nicht, daß man dort auch fotografieren darf.

Ich habe gesagt, die Sache ist geklärt - für mich geklärt.

Wo hast Du denn das her? Ich denke mal, das ist purer Unfug.
Die Rechtslage in Sachen Persönlichkeitsschutz sieht da wohl
anders aus. Von der Anzahl der abgebildeten Personen hängt sie
jedenfalls nicht ab.

Du hast recht. Ich habe mir eben im Netz Auszüge aus dem Kunsturhebergesetz angelesen. Dort steht nichts von einer Anzahl der Personen auf einem Foto.
   Die Information mit dem Gruppenbild hatte ich vor einigen Jahren im Fotografie-Forum von CompuServe erfahren, in dem es einmal um das Thema ‚Fotografieren von Personen‘ ging.

Marco

Was versteckt sich dahinter?

Hallo Kai,

die Sache mit dem Gruppenbild war bedauerlicherweise eine Fehlinformation.

Marco

Hallo,

Tja, das könnte ein wenig problematisch werden, denn ich
wollte keine schönen Aufnahmen machen, sondern vielmehr
kritische Fotos hinsichtlich des „tollen“ Service, der in
Deutschland geboten wird. Da wären zum Beispiel, wie hier in
Frankfurt, Schlangen an den Expressschaltern usw. usf.
   Danke für Deinen Hinweis! Und die Kamera werde ich dann
eher nur hin und wieder unter dem Mäntelchen hervorzücken.

Hmm, wenn es sich um eine Reportage handelt wäre die Frage eines Presseausweises gegeben. Damit „unterliegt“ man dem Presserecht. Damit kann man wiederum die Sache mit dem Gruppenbild (=mehr als 2 Personen) genauer betrachten. Da es sich auch dann auch um öffentliche „Veranstaltungen“ handelt, etc. hat man etwas mehr Möglichkeiten.
Genaues ist im Presserecht definiert.

Die Frage wäre dann natürlich noch wie das ganze auf Bild gebracht werden soll. Ne lange Schlange an Kasse oder Automat … *grübel* Aber das ist ja wieder eine andere Sache :wink:

Gruß
H.

Der letzte aspekt wäre das Fotograpfieren in der BNahn und das ist soweit ich weiß nur Freitags (wegen Überfüllung - schlechter Presse) verboten.

Gruß Sönke

Der letzte aspekt wäre das Fotograpfieren in der BNahn und das
ist soweit ich weiß nur Freitags (wegen Überfüllung -
schlechter Presse) verboten.

Hallo Sönke,

naja, da braucht man eigentlich keine Fotos mehr. So ziemlich jeder, der - nicht nur - freitags mit der Bahn gefahren ist, weiss ein Lied davon zu singen. Aber der Bahn ist das natürlich gleichgültig.
   Letzten November fuhr ich freitagmittags mit dem ICE von Frankfurt nach München, und es kam mir so vor, als hätte man bis Frankfurt schon unterwegs zwei oder drei Waggons verloren, denn von dort bis Mannheim lagen die Fahrenden wirklich beinahe übereinander, und es dauerte bis Stuttgart, bis man gescheit einen Platz finden konnte. Selbstverständlich könnte man anmerken, dass man sich vorher einen Platz hätte reservieren sollen. Hm, was wäre allerdings, wenn jeder sich tatsächlich einen reservieren würde? ;o)

Marco

Die Frage wäre dann natürlich noch wie das ganze auf Bild
gebracht werden soll. Ne lange Schlange an Kasse oder Automat
… *grübel* Aber das ist ja wieder eine andere Sache :wink:

Hallo Little H.,

nun gut, man könnte auch sagen, dass es doch heute Regel ist, dass sich diese Schlangen bilden. Wahrscheinlich sollte ich eher die Ausnahmen fotografieren!? ;o)
   Mich persönlich verärgert es halt sehr, dass etliche Schalter geschlossen sind, während sich am Expresschalter, an dem man ja sein Ticket ohne Beratung und damit zügig erhalten soll, mangels Alternative ebenso Schlangen bilden. Dann zieht es sich in die Länge, weil es doch nicht ohne Beratung abgeht, während man zusehen kann, wie der eigene Zug abfährt, obwohl man sich bereits eine Viertelstunde vor Abfahrt an den Expresschalter gestellt hatte.
   Doch glücklicherweise hat die Bahn dieses Problem mittlerweile gelöst: Aufgrund der immer häufiger vorkommenden Verspätungen fährt der Zug nicht pünktlich ab, und so hat man etwa eine halbe Stunde Zeit für den Expresschalter und erreicht doch noch in aller Ruhe das Abfahrtsgleis. ;o)

Marco

Hallo,

nun gut, man könnte auch sagen, dass es doch heute Regel ist,
dass sich diese Schlangen bilden. Wahrscheinlich sollte ich
eher die Ausnahmen fotografieren!? ;o)

Hihi, welche Ausnahmen?

Aber was mich z.B. ärgert ist im Darmstädter Hauptbahnhof der Marmor. Der bahnhof wird z.Zt. reniviert und etwas im alten Stil wieder hergerichtet. Nun gehört da so ein richtig heller Marmor rein. Nur das die Planer keinen Plan haben: Auf glattem (!) Marmor kann man schlecht laufen, da die Schuhe (unter denen sich ja meistens Strassenstaub befindet) dort keinen Halt haben und wegrutschen. Man läuft da wie auf Eiern!!!

Aber wie das Bildtechnisch festhalten… ? *grübel*

schönes Wochenende noch
h.

Hallo Little H.!

Aber was mich z.B. ärgert ist im Darmstädter Hauptbahnhof der
Marmor. Der bahnhof wird z.Zt. reniviert und etwas im alten
Stil wieder hergerichtet. Nun gehört da so ein richtig heller
Marmor rein. Nur das die Planer keinen Plan haben: Auf glattem
(!) Marmor kann man schlecht laufen, da die Schuhe (unter
denen sich ja meistens Strassenstaub befindet) dort keinen
Halt haben und wegrutschen. Man läuft da wie auf Eiern!!!

Das kann ich absolut nachempfinden, wenn auch auf andere Weise: Hier in Frankfurt wurden viele Filialen der Sparkasse 1822 umgebaut. Dabei gab es dann auch neue, glatte Böden, und wenn man heute bei Regen in die Bank geht, kommt man regelmässig ins Schlittern. Welche Genies waren da bloss an der Arbeit?
   Nebenbei sei noch kritisch angemerkt, dass man in einem Bahnhof nicht unbedingt Marmor verarbeiten muss; insbesondere dann nicht, wenn kein Geld vorhanden. (Ich hatte ja schon geschrieben, dass die Bahn bis 2003 mit 26 Mrd. an Steuergeldern subventioniert wird.)

Aber wie das Bildtechnisch festhalten… ? *grübel*

Och, entweder legt man sich ein wenig auf die Lauer, oder man inszeniert es ein wenig. Denn schliesslich lässt es sich nach Deinen Angaben nicht leugnen, dass der Marmorboden aalglatt ist. (Ich glaube, ich muss mal den Darmstädter Hauptbahnhof aufsuchen - ist ja nicht! )

schönes Wochenende noch

Dir ebenso.

Marco