Fotografieren mit Digitalkameras

ich habe seit einiger Zeit eine kleine Digitalkamera (Pentax Optio 430 RS). Was mich stört ist z.B. das die Fokussierung bei schlechten Lichtverhältnissen Glückssache ist. Auch ansonsten gestaltet sich das Fotografieren gänzlich anders als mit meiner Spiegelreflex. Da die Kamera zahlreiche Möglichkeiten bietet Einstellungen zu verändern und manuell einzugreifen stellt sich mir die Frage was zu beachten ist bzw. unter welchen Umständen welche Einstellungen sinnvoll sind.

Alle Tips und Erfahrungen sind willkommen!

Gruß
Stefan

Wenn Du die Lösung aus anderer Quelle als w-w-w…
…bekommst, leite sie bitte an mich weiter. Mit der 430er kämpfe ich auch manchmal mit genau diesem Problem. Oder wir haben noch nicht begriffen, worauf genau fokussiert wird. Dann müßten wir nämlich konzentriert mit der Zwischenwertspeicherung arbeiten. Aber die Dokumentation der Kamera ist so beschissen, daß man sie dem verantwortlichen Schmierfinken um die Ohren hauen sollte.

Gruß!
Tino

Hallo Stefan,

in der Tat unterscheidet sich der AF einer normalen Digitalkamera von dem einer Analogen. Das Prinzip ist aber meist gleich - beide arbeiten mit einem passiven AF, also kontrastbasierend.

Der Unterschied liegt in der Messung. Waehrend die analoge Kamera extra einen schnellen CMOS-Chip mit einer sehr niedrigen Aufloesung zur Kontrasterkennung verwendet, wird bei den Digitalen der Bildwandler mit seinen x-Megapixeln benutzt
Das hat u.a. zur Folge dass die Fokussierung (es wird so lange der Fokus veraendert bis ein eindeutiger Kontrastuebergang zwischen hell/dunkel erreicht wird) bei den Digitalen laenger dauert, da eine Unmenge an Daten von der Kamera ausgewertet werden muessen um die optimale Fokussierung zu erkennen.

Weiter gibt es noch das Problem, dass manche Digitale auf einen voellig falschen Bildausschnitt zur Fokussierung anspricht. Das haengt mit der Geschwindigkeit zusammen. Um eine einigermassen praktikable Geschwindigkeit zu erreichen gehen viele Digitalkameras so vor, dass wenn sie innerhalb einer gewissen Zeit keinen Kontrast im eigentlichen Messfeld finden koennen einfach den Rest des Bildes danach absuchen.
Bestes Beispiel dafuer: Man versucht eine Person vor einer weissen Wand zu knipsen, an der z.B. ein schoenes Bild haengt. Wenn die Kamera bei der Person (auf die das AF-Messfeld gerichtet ist) kein brauchbares Ergebnis bekommt begibt sie sich auf die Suche und wird beim Uebergang dunkler Bilderrahmenweisse Wand fuendig -> du bekommst eine perfekt fokussierte Wand, nur die unscharfe Person im Vordergrund stoert etwas :wink:

Mit schlechten Lichtbedingungen wird’s entsprechend schlechter fuer den AF da er dann noch weniger Kontraste ausmachen kann. Das AF-Hilfslicht ist laengst nicht bei allen Digitalen vorhanden. Du kannst aber folgendes probieren: Erhoehe die Empfindlichkeit des Sensors (also den ISO/ASA Wert) dann koennte die Kamera evtl. noch eine richtige Fokussierung hinbekommen. Die Minolta Dimage Serie macht dies z.B. standardmaessig.

Gruss

Martin