Hallo,
kann mir jemand ganz grob Richtwerte geben, bis zu welcher Belichtungszeit man die Kamera in der Hand halten kann, ohne dass das Motiv verwackelt? Ist diese Zeit von der Brennweite abhängig?
Vielen Dank schon mal im Vorraus!
Bruno.
Hallo,
kann mir jemand ganz grob Richtwerte geben, bis zu welcher Belichtungszeit man die Kamera in der Hand halten kann, ohne dass das Motiv verwackelt? Ist diese Zeit von der Brennweite abhängig?
Vielen Dank schon mal im Vorraus!
Bruno.
Hallo Bruno
kann mir jemand ganz grob Richtwerte geben, bis zu welcher
Belichtungszeit man die Kamera in der Hand halten kann, ohne
dass das Motiv verwackelt?
1/60 ist mir schon kritisch
Ist diese Zeit von der Brennweite
abhängig?
Auf jeden Fall, je größer die Brennweite je wackel.
Versuch mal durch ein Fernrohr zu sehen. Dann stellst Du schnell fest wie ruhig Deine Hände sind.
Gruß
Dirk M.
Halo Bruno
Als Faustregel kannst du etwa sagen: Brennweite gleich Verschlusszeit. Also etwa 1/60 für das 50mm Objektiv, 1/125 für 135 mm usw. Das ist aber wirklich eine Faustregel. Manche Leute haben ruhigere Hände, andere zappeln rum, manche Kameras liegen gut ausgewogen in der Hand, andere nicht. Aber zur Orientierung hilft dir das vielleicht schon mal. Ein 500er braucht wirklich 1/500 wenn du aus der Hand ein Bild machen willst, aber mit einem 15 mm ist 1/15 durchaus noch machbar.
Tschüss Carsten
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das stimmt im Grundsatz. Ich habe aber mal eine Ausnahme erlebt. Mit einem 400er-Novoflex-Schnellschußobjektiv (mit Stütze - ca. 2,5 kg Lebendgewicht) habe ich mit einem Agfa CT 18 bei Blende 4,5 aus der Hand eine Schrifttafel fotografiert. Die Zeitautomatik behauptete, daß dies mit 1/60sec geschah. Nur bei großer Vergrößerung ist die Unschärfe zu sehen; für den Hausgebrauch entstand ein scharfes Bild.
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Hallo Briuno,
also für dne Hausgebrauch kann man, ruhige Hand (zahnarzttauglich) vorausgesetzt, bzw. Möglichkeit wenigstens zum Anlehnen vorhanden, nach meiner Erfahrung durchaus eit über die genannte Regel zur Abhängigkeit zwischen Brennweite und Zeit hinausgehen. Besitze selbst einige ganz nette 50*70cm Poster und Dias (klar wäre jetzt keine Qualität für GEO o.ä), die aus der Hand mit 50er und einer Sekunde und mehr Belichtungszeit gemacht worden sind. Bei längeren Brennweiten sinken die Zahlen aber massiv ab, weil sowohl das höhere Gewicht, als auch die Entfernungen zwischen Haltepunkt und Auge sowie die Vergrößerung des Objektivs, Winkelverschiebungen natürlich deutlich verstärken.
Die ruhige Hand lässt sich übrigens durchaus trainieren. Die besten Aufnahmen stammen aus einer Zeit, in der ich regelmäßig als Schüler nebenbei für lokale Zeitungen gearbeitet habe und entsprechend in Übung war. Ansonsten hilft auf jeden Fall: Nicht verkrampfen, sondern einige Male ruhig ein- und ausatmen, Beine leicht gespreizt aufstellen um eine gute Basis zu haben, und dann im Ausatmen auslösen. Und natürlich sicherheitshalber lieber ein paar Aufnahmen mehr machen, damit man sich dann die beste aussuchen kann.
Gruß vom Wiz
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Hi Bruno,
1/60 sec wurde schon erwaehnt als Richtwert, und ist bei 50mm Objektiv kein Problem. Bei 1/30 sec muss man schon sehr still halten, damit es nicht wackelt, kann also Gluecksache werden. Ganz geuebte Haende kriegen auch 1/15 hin, ich aber leider nicht.
Allgemein sagt man aber, dass die Brennweite nicht laenger als die Belichtungszeit sein darf, weil eben, wie auch schon erwaehnt, sich das Gewackel Deiner Hand mit der groesseren Brennweite auch vergroessert.
Also: 50mm - 1/60 sec, aber z.B. bei 300mm musst Du schon mindestens 1/250 sec nehmen. Da muss man aber schon ein sehr lichtstarkes Objektiv haben, um das immer einhalten zu koennen!
Gruss, Isabel
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Hallo Briuno,
also für dne Hausgebrauch kann man, ruhige Hand
(zahnarzttauglich) vorausgesetzt, bzw. Möglichkeit wenigstens
zum Anlehnen vorhanden, nach meiner Erfahrung durchaus eit
über die genannte Regel zur Abhängigkeit zwischen Brennweite
und Zeit hinausgehen. Besitze selbst einige ganz nette 50*70cm
Poster und Dias (klar wäre jetzt keine Qualität für GEO o.ä),
die aus der Hand mit 50er und einer Sekunde und mehr
Belichtungszeit gemacht worden sind.
Hallo Witz,
also Freihandaufnahmen, auch mit Zahnarzthand, mit einer Brennweite von 50 mm und einer Zeit 1 Sekunde und mehr halte ich für einen Witz. Es sei denn es handelt sich um eine Nachtaufnahme (Weihnachtsbeleuchtung oder angestrahltes Gebäude), hier werden leichte Verwackelungen nicht wargenommen. Wobei dann die Entfernung des Gegenstandes noch eine große Rolle spielt.
Bei längeren Brennweiten
sinken die Zahlen aber massiv ab, weil sowohl das höhere
Gewicht, als auch die Entfernungen zwischen Haltepunkt und
Auge sowie die Vergrößerung des Objektivs,
Winkelverschiebungen natürlich deutlich verstärken.Die ruhige Hand lässt sich übrigens durchaus trainieren.
Eine gute Hilfe dabei ist auch der Selbstauslöser. Hierbei entfällt die Bewegung durch betätigen des Auslösers.
Ansonsten gilt, wie schon mehrfach beschrieben, Zeit gleicht 1/Brennweite
Derinzweijahreneintausendsiebenhundertfünfzigverwertbaredigitalfotosgemachthat. Lach
-) Heinz
Die besten Aufnahmen stammen aus einer Zeit, in der ich regelmäßig
als Schüler nebenbei für lokale Zeitungen gearbeitet habe und
entsprechend in Übung war. Ansonsten hilft auf jeden Fall:
Nicht verkrampfen, sondern einige Male ruhig ein- und
ausatmen, Beine leicht gespreizt aufstellen um eine gute Basis
zu haben, und dann im Ausatmen auslösen. Und natürlich
sicherheitshalber lieber ein paar Aufnahmen mehr machen, damit
man sich dann die beste aussuchen kann.Gruß vom Wiz
Hallo,
kann mir jemand ganz grob Richtwerte geben, bis zu welcher
Belichtungszeit man die Kamera in der Hand halten kann, ohne
dass das Motiv verwackelt? Ist diese Zeit von der Brennweite
abhängig?
Vielen Dank schon mal im Vorraus!Bruno.
Hallo Briuno,
moin
also wenn ich ausgeruht, gut genährt und ungestresst und keinen durst habe und nicht irgendwelchen autos oder menschen ausweichen muß und einen Halben Tag meditieren konnte, schaffe ich locker 2 s bei 50 mm Brennweite wackelfrei… *g*
ciao norbert
Hallo,
die altgediente faustformal 1/sekunden = sekunden in mm Brennweite umgesetzt gilt immer noch (für KB film)
wenn ein stativ zu sperrig ist benutze ich eine stoffsäckchen mit Reis gefüllt als unterlage
ciao norbert
Hallo Heinz,
wie gesagt, für den _HAUSGEBRAUCH_ bzw. einfachen s/w Zeitungsdruck in kleinen Formaten und immer eine Menge Ausschuss mit einkalkuliert.
Gruß vom Wiz,
der von damals (lang, lang ists her) jede Woche selbst im Labor stand und die Dinger noch photochemisch gemacht und immer noch einen ganzen Kellerraum (sorry, werde sie jetzt nicht extra zählen) voll verwertbaren Negativen rumfliegen hat 
Hallo Norbert,
für mich der aussagekräftigste Artikel zum Thema. Trifft für mich >>leider nicht zu[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Hallo,
es gibt hierzu keine verbindliche Regel ! Du kannst das aber sehr gut für dich selbst ermitteln. such dir ein bewegtes objekt. z.B. eine Bahnschranke, geschlossen, wind, die metallstangen, die da immer runterhängen, nicht die schranke selbst, fotografierst du aus der hand und vom stativ. und dann machst du eine schöne vergrüsserung. du wirst dich wundern ! was bei 10 x 15 noch „scharf“ aus sieht ist bei genauen hinsehen nur gleichmässig verwackelt. und eine aufnahme vom stativ wirkt ganz anders.
was du noch „halten“ kannst hängt von deiner verfassung, kälte, wind, allohol, und dem gewicht der ausrüstung ab.
im zweifelsfalle immer „MIT“ und wenns nur eins mit einem bein ist. oder eine stütze aus der umgebung
kann mir jemand ganz grob Richtwerte geben, bis zu welcher
Belichtungszeit man die Kamera in der Hand halten kann, ohne
dass das Motiv verwackelt? Ist diese Zeit von der Brennweite
abhängig?
Vielen Dank schon mal im Vorraus!Bruno.
Andere Geschmacksrichtung: Bohnensäckchen (das ist die auch von Profis benutzte Füllung, weil die Größe der Teilchen noch mehr Stabilität verursacht)
Die weiter unten beschriebene Art (1/60 für 50mm Brennweite usw.) gilt für moderne leichte (Plastik-) Kameras nur noch bedingt. Mit meiner alten Canon FTb und Ganzmetall-Objektiven habe ich längere Zeiten aus der Hand halten können als mit modernen Kameras, wo zwar das 12. Motivprogramm drinnen sein muss (was man unter Umständen nie findet), aber eine ausgewogene Gewichtsverteilung fehlt. Gewicht hat wegen der „Trägheit der Masse“ eben den Vorteil, dass eine schwerere Kamera nicht so leicht zu verwackeln ist. Von ganz subjetiven Eigenheiten beim Fotografieren mal abgesehen: Es gibt sehr viele Leute, die nicht den Auslöser nach unten drücken, sondern die ganze Kamera - die Leute sollten wohl für die 50mm eher die 1/125 oder kürzer nehmen. Auch das Luftanhalten hilft, weil z.B. bei Innenaufnahmen Zeiten von 1/15 oder 1/8 oder noch länger zu halten sind. Mir sind viele Kirchen-Innenaufnahmen (wo man meist nicht mit Stativ fotografieren darf!) gelungen mit 1/2 Sekunde oder 1 Sekunde - ich habe halt ein paar gemacht, bis ich das Gefühl hatte, jetzt nicht gewackelt zu haben. Habe mich in eine Ecke gequetscht oder sogar auf den Boden gekauert, die Arme angewinkelt, die Luft angehalten und vorsichtig den Auslöser gedrückt …