Fotos archivieren .... welches Grafik-Format?

Hallo,
ich spiele mich mit dem Gedanken, meine besten Fotos als Grafik-Datei(en) auf CD zu sichern. Scanner hab’ ich nur … welches Bild-Format nehmen??

Ob als 500KB-JPG oder 4MB-TIF macht am Bildschirm bei mir momentan keinen Unterschied. Den Hyper-Wahnsinns-Drucker besitze ich auch nicht (noch nicht) … aber vielleicht eben in 20 Jahren ist es in jedem Haushalt dann der Standard!!

Hab’ mal gehört, das Profi-Grafiker mit TIF und/oder PCX arbeiten … stimmt das und warum??

Für Deine Meinung und Erfahrungen bedankt sich
MichL from Vienna

Holla

Ich empfehle TIF, ist verlustfrei und ein Standard der bestimmt noch lange haelt. JPG in der besten Qualitaet geht natuerlich auch, aber ist eben nicht ganz verlustfrei, und da du keine Speicherplatzprobleme hast…

Aber da du auf die Mehr-Als-Offsetqualitaet-Drucker fuer den Heimgebrauch fuer 200 DM wartest, stellt sich natuerlich die Frage nach der Scanaufloesung :wink:
Und in 20 Jahren koennen diese Drucker natuerlich auch mindestens alle A3 drucken, vielleicht sogar Fototapete :smile:

Aber im Ernst, ich wuerde mal darueber nachdenken, die Fotos in A4 300dpi zu archivieren (sind dann aber ca. 30MB pro Bild), vielleicht, wenn moeglich (Scanner/Treiber/Programm), auch in einer sehr hohen Farbtiefe (48bit).

Gruss, Lutz

Hi MichL,

es ist wohl war, daß Foto-Spezialisten mit *.tif und *.pcx arbeiten. Diese Formate haben kaum einen Qualitätsverlust des Bildes. Um Deine Bilder aber auf CD zu brennen sind sie relativ ungeeignet, da die Dateien sehr groß sind. Das *.jpg-Format dürfte Deinen Ansprüchen voll und ganz genügen. Du kannst den Komprimierungsgrad selbst bestimmen. Einfach die höchste Komprimierung ohne Qualitätsverlust wählen. So bekommst Du etwa die doppelte bis dreifache Anzahl von Bildern gegenüber *.tif/*.pcx auf Deine CD.

Guten Rutsch
Frank

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Am besten RGB Tiff, falls du die elekrischen daten verwenden willst.
am besten in der rohform ohne scharfzeichnung und selektiver farbkorrektur
also noch völlig unbearbeitet.
4 MB ist halt auch nicht viel geht halt höchstens für audrucke bis 9x13 cm. oder eben bildschirmanwendungen.
tiffs kann man umrechnen usw. auf die für www benötigten pixel runterrechnen usw.
unscharf maskieren und dann als letzten schritt als jpg abspeichern.
wenn man jpg nochmals abspeichert verliert es dratisch an Qualität. sieh hierzu die vielen schlechten Bilder im web.
willst du hingegen das archiv dazu verwenden
um deine Dias zu verwalten dann nimm jpg.

Hallo Lutz,
… und als erstes einmal Danke für Deine schnelle Antwort!!

1ne Frage hätt’ ich da noch:
Bei meinem Scanner (ganz neu) habe ich die Möglichkeit mit 300 / 600 / 1200 dpi einzuscannen. Die 1200dpi sind aber interpoliert (was auch immer das ist und es sich auswirken mag). Also wähle ich vorerst einmal zwischen 300 / 600 dpi.

Kommen dann mit 600dpi gescannte Bilder qualitativ besser am Drucker raus (vorausgesetzt der Drucker kann das überhaupt) oder nicht?

Haben DPI’s eine andere Aufgabe als nur die Qualität eines Bildes zu bestimmen?!?

Wär’ echt toll, wenn Du da noch 1ne Antwort auf Lager hättest!!

sanx from MichL (Vienna)

Holla

Bei meinem Scanner (ganz neu) habe ich
die Möglichkeit mit 300 / 600 / 1200 dpi
einzuscannen. Die 1200dpi sind aber
interpoliert (was auch immer das ist und
es sich auswirken mag). Also wähle ich
vorerst einmal zwischen 300 / 600 dpi.

Richtig, wenn ueberhaupt hochrechnen, dann besser ein Programm mit menschlicher Anpassung als der Scanner.

Kommen dann mit 600dpi gescannte Bilder
qualitativ besser am Drucker raus
(vorausgesetzt der Drucker kann das
überhaupt) oder nicht?

Jein :smile: Wenn der Drucker das koennte, wuerde es ein besseres Resultat bringen, aber 300 dpi ist der maximal sinnvolle Wert, eigentlich reichen je nach Drucker auch deutlich weniger.
Ausnahme: du moechtest die Bilder groesser ausdrucken, als sie im Original sind, dann benoetigst du auch mehr Bildinformation, sprich dpi.

Haben DPI’s eine andere Aufgabe als nur
die Qualität eines Bildes zu bestimmen?!?

Hm, sagen wir statt Qualitaet lieber Menge an (Bild-)Informationen, dann haben die dpi’s keine andere Aufgabe.

[Ich warte nur darauf, das jemand ppi und lpi ins Spiel bringt :wink:]

Wahrscheinlich irritiert haeufig die Angabe von 1200dpi bei Tintenstrahlern, die darf man nicht mit der Aufloesung einer Bilddatei gleichsetzen.

Gruss, Lutz

… Danke
Hi Lutz,
vielen Dank für Deine prompten Antworten, die mir sehr weitergeholfen haben!
Guten Rutsch’
greets from MichL (Vienna)

PS: Selbstverständlich auch ein Dankeschön an alle anderen, die mir mit erstaunlichen Reaktionszeiten geantwortet haben!!

Photoshop EPS

  1. Bilder in 300 dpi und RGB scannen. Diese Auflösung reicht für die meisten Anwendungen aus, sofern Du das Bild in einer ausreichenden Größe gescannt hast (z. B. DIN A4). Wenn Du interpoliert in 1200 dpi scannst, ist das kein anderer Effekt, als wenn Du die Daten nachträglich hochrechnen würdest - empfiehlt sich also nicht.

  2. Bilder unbearbeitet im Photoshop EPS-Format mit JPEG-Komprimierung (maximale Qualität) absichern. So kommst Du ca. auf 1 bis 3/10 der Datenmenge, die bei der Absicherung als TIFF entstehen würde - ohne sichtbaren Qualitätsverlust.

Unbedingt zu beachten ist jedoch die Tatsache, daß Du die EPSe nach dem Öffnen und Bearbeiten als Tiff abspeichern solltest, da nach mehrfacher JPEG-Komprimierung sichtbare Qualitätsverluste entstehen. Für die Ausgabe solltest Du die Bilder auch in CMYK umwandeln - am besten mit einem geeigneten ICC-Profil.

Gruß
Danny

Holla

Sorry, aber hier moechte ich wiedersprechen:

  1. Bilder unbearbeitet im Photoshop
    EPS-Format mit JPEG-Komprimierung
    (maximale Qualität) absichern. So kommst
    Du ca. auf 1 bis 3/10 der Datenmenge, die
    bei der Absicherung als TIFF entstehen
    würde - ohne sichtbaren Qualitätsverlust.

Wenn es um die Archivierung geht, wuerde ich das EPS-Format nicht empfehlen; es laesst sich von weniger Programmen oeffnen als TIF oder JPG und bietet keine Vorteile.

Unbedingt zu beachten ist jedoch die
Tatsache, daß Du die EPSe nach dem Öffnen
und Bearbeiten als Tiff abspeichern
solltest, da nach mehrfacher
JPEG-Komprimierung sichtbare
Qualitätsverluste entstehen. Für die

Dann wuerde ich mir auch das erste mal sparen und gleich TIF (evtl. mit LZW-Komprimierung) nehmen :smile:

Ausgabe solltest Du die Bilder auch in
CMYK umwandeln - am besten mit einem
geeigneten ICC-Profil.

Das sollte man definitiv nicht tun, wenn es um Archivierung geht. CMYK ist ausgabebezogen, du legst dich auf eine bestimmte Druckausgabe fest. Ausserdem ist der Farbumfang kleiner, man verschenkt Brillianz, falls man spaeter das Bild doch mal fuer einen Monitor (Web, Praesentation) braucht, und auch Tintenstrahler sind RGB-Drucker (oder genauer, die Treiber).

Gruss, Lutz

dem kann man nur zustimmen
zur ergänzung möchte ich auch noch darauf hinweisen, daß es nichts bringt ein auf jpg Basis kompriemiertes bild zwischendurch als tiff zu speichern. jpg bedeuted nicht viel was anderes als ein Bild herunterrechnen und beim öffnen wieder auf die ürsprünglichen Pixel hochrechnen.
da ändert auch nichts, es dann nach dem öffnen als tiff zu speichern, da hierbei ja die schon die erfundenen zwischenwerte vorhanden sind. im gegensatz ist beim original tiff noch die original info vorhanden. Also ipg nur im letzten schritt beim fertig bearbeiteten Bild anwenden(vorher auf die Pixelanzahl die benötigt wird runterrechnen). Und eigentlich benötigt man es nur für www oder mail oder verwaltungsarchiv
zu allem anderen ist jpg unsinn.

Rgb ist auf jeden fall cmyk vorzuziehen
erstens weniger speicherplatz
und am wesentlichsten ist der Farbraumverlust, wobei man noch nicht weiss
wie man separieren will bzw. die drucker eh die beste seperation für sich selbst vollbringen.
außerdem erfolgt der scan sowieso in rgb
und ich hab im ersten artikel schon geschrieben. möglichst alles original lassen.
da herumrechnen wobei man noch nicht weiß wozu man es braucht, bzw. was es für geräte geben wird, nur zu sinnlosen verlusten führt
(klar wenn man die Daten für jemand anderen macht sollte man schon manchmal kl farbbearbeitungen durchführen und auch LEICHT unscharf maskieren)

Hallo, meines Achtens wenn du die Bilder 20 Jahren abspeichern möchtest, spielt das Format überhaupt keine Rolle. In 10 Jahren wird das Komprimierverfahren sowieso anders. Ziemlich unwahrscheinlich das du heutige Dateien noch öffnen könntests, ewal in welchem Format. Sogar die NASA hat ähnliche Probleme, die können auf ältere dateien nicht mehr zugreifen.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]