Ich habe vor alle meine Fotos zu scannen und auf CD zu brennen. Nur habe ich Angst, dass ich später mal die Fotocd auspacke und merke, dass ich alle fotos in einem schlechten Format, unscharf und so weiter abgespeichert habe.
Hat jemand von euch auch Fotos auf Cds archiviert? Wenn, ja, in welchem Format? und wie habt ihr sie gescannt?
Wenn es um Fotos geht (und nicht um Dias/Negative), dann ist es nicht schwer: Du legst das Foto in den Flachbett-Scanner, markierst Dir im Vorschaufenster den Bereich (kannst Du nachher im Photoshop aber noch ganz genau beschneiden) und stellst Helligkeit/Kontrast ein, überlegst Dir, in welcher (Ausgabe-)Größe Du das Bild archivieren willst - z.B. 300 dpi in 100 % (das ist der Normalfall) - und scannst das Bild. Du hast dann eine Datei, die genauso groß ist wie das Original. Kleiner abspeichern als das Original ist kein Problem (wenn Du z.B. ein 20x28-Bild hast, aber nur ein 10x15 archivieren möchtest) - dann bleiben die 300 dpi, aber mit 50%. Vergrößern bringt in den meisten Fällen nicht viel, weil die 10x15-Prints bei Vergrößerung unscharf wirken - aber eine Stufe (z.B. auf 13x18) ist bei scharfen Prints (hängt auch vom Labor ab) meistens drin.
Du solltest, solange Du im Photoshop oder so die Bilder bearbeiten willst (Farbstich weg, Helligkeit/Kontrast, Staub entfernen usw.), im TIF-Modus bleiben und immer mal wieder zwischenspeichern, wenn Du sicher bist, dass Du die gemachten Korrekturen willst. Ganz zum Schluss kannst Du das TIF-Bild im JPG-Modus speichern - das spart Dir auf der CD je nach Bild zwischen 60 und 90 % Daten. JPG ist ein Komprimierungsverfahren, um große Bilddaten kleiner zu bekommen. Bei jedem Speichern als JPG verliert das Foto minimal (nicht sichtbar) an Farbtiefe. Wenn Du zwischen den Retusche-Schritten im JPG-Modus speicherst, dann ist nach einigen Speicherungen an kritischen Stellen (Pastelltöne) vielleicht schon zu sehen, dass jedes Mal Daten reduziert werden - deshalb TIF, solange bearbeitet wird.
Das waren jetzt Tips, die im professionellen Bereich Standard sind. Ich kenne Deine Ansprüche nicht - ich hoffe, dass ich Dich nicht mehr verwirrt als ich Dir geholfen habe. Wenn an den Fotos nicht viel retuschiert werden soll, dann ist es auch gleich im JPG-Modus möglich (zwei Speicherungen hält das Bild schon aus).
Hallo,
Du klingst sehr kompetent !
Hast Du auch solche Tips beim Scannen von Dias oder Negativen ?
Besonders, wie bekomme ich die am besten Staubfrei ?
Zum Thema Scannen und Staubfrei ein paar Tipps: Auf jeden Fall die Dias/Negative schon staubsicher verwahren, nicht irgenwo rumliegen lassen ohne Hülle usw. Und dann bei Scannen: Da verwende ich Druckluft aus der Dose (weil ich extrem bequem bin). Gibt’s z.B. von Hama. Aber (größere!) Luftpinsel mit feiner Düse (damit etwas Druck erreicht wird) sind auch gut. Erst nur mit Luft probieren, dann bei Bedarf mit feinem Pinsel vorsichtig drübergehen. Es gibt Leute, die verwenden Druckluft aus der Dose nicht gern, weil - wenn man zu dicht dran ist und voll drückt - es Flecken vom Treibmittel geben kann (entsteht durch Verdunstungskälte - ist Physik - wenn Du länger mit einer Sprühdose sprühst, wird sie kalt …). Da heißt es sich vorsichtig mit der Düse dem Dia/Negativ nähern. Sichtkontrolle (schräg auf’s Dia gegen eine helle Fläche bzw. Lupe - geht auf jeden Fall schneller als nochmal scannen oder viel retuschieren …).
Was aber besonders komfortabel ist: Nikon und Minolta (und evtl. auch andere?) haben bei den besseren Scannern eine ICE-Staub-Entfernungs-Funktion - die tasten per Laser die Filmoberflächen schräg ab und erkennen Staub, der dreidimensional (wenn auch nur minimal) ist und als nicht zum Negativ gehörig erkannt wird. Diese Punkte werden beim Scannvorgang automatisch entfernt. Das funktioniert toll. Gebraucht wird es kurioserweise fast nur bei Negativen! Durch den Konvertierungsvorgang wird dort jedes kleine Krümelchen „rausgearbeitet“, dass Du glaubst, Dein Negativ lag schon eine Woche irgendwo unter dem staubigen Sofa (fällt bei glatten Flächen wie Himmel besonders auf). Kodak ist so überheblich und bietet diese Funktion beim KB-Topmodell 3600 nicht an - „das ist ein Profi-Scanner, und Profis haben saubere Negative, außerdem kann man Staub auch im Photoshop entfernen“, war die Aussage auf der letzten Photokina! Schwach! Wenn ich im Photoshop Staub entferne, mache ich mir das ganze Negativ etwas unschärfer! Das Gerät hat auch sonst Schwächen! In der Firma haben wir den Kodak 3600 und den Minolta Scan Elite 2900 getestet - und den Minolta genommen.
Das neueste Nikon-Gerät (4000er) hat über die ICE-Funktion hinaus auch eine neue Funktion, die Korn und Farbrauschen unterdrücken kann - habe ich aber noch nicht getestet.